Was sich ändert
Der Patch vom 1. Juli 2026 adressiert eine Reihe von Fehlern und führt kleine, aber feine Neuerungen für den Dark Carnival ein. Das Event belohnt jetzt Scrap Tickets in normalen und Turbo-Spielen, unabhängig von Sieg oder Niederlage. Zudem wird das Role Queue-System gelockert. Wer eine stark nachgefragte Rolle wählt, spart sich nun ein Role Queue Game.
Die wichtigsten Änderungen
- Dark Carnival Scrap Tickets: Reguläre Spiele geben 2 Scrap, Turbo-Spiele 1 Scrap. Mit 6 Scrap lässt sich ein beliebiges Hero Ticket eintauschen.
- Seeing Stones können ab sofort in Koop-Bot-Matches auf den Schwierigkeitsgraden „Schwer“ und „Unfair“ verdient werden.
- Candyworks zeigt jetzt direkt an, ob ein angebotener Gegenstand bereits im Inventar vorhanden ist.
- Der Dark Carnival Hero Filter-Button hat einen Tooltip erhalten, der die benötigten Tickets für die nächste Belohnung anzeigt.
- Fehler behoben: Der Ticket Trader funktionierte nach dem Freischalten bei manchen Spielern nicht, das wurde gefixt.
- Ability Draft und kooperative Bot-Matches vergeben nun korrekt Tickets.
- Die durch die Fortune Teller gewährten Candy Shop Rerolls werden nicht länger durch das wöchentliche Maximum begrenzt.
- Die Pick the Lock-Zone reagiert nicht mehr auf die Bildrate (FPS), das Gameplay bleibt konstant.
- Automaton Personas hatten falsche Chat-Rad-Sprüche; jetzt sind die korrekten Lines hinterlegt.
- Spieler müssen für Ranked Roles nicht mehr beide stark nachgefragten Rollen auswählen, um kein Role Queue Game zu verbrauchen. Eine reicht.
- Zahlreiche Bugfixes: Anzeige von AoE-Reichweiten bei angeborenen Fähigkeiten, Captain’s Mode-Konflikte, Bots, die unter feindlichen Türmen Gegenstände einsammelten, hängende Coach-Dialoge, Server- und Client-Abstürze sowie das Zuschauen von Ligen.
Was Spieler beachten sollten
Die Scrap-Belohnung für normale Spiele (2 Tickets) ist doppelt so hoch wie für Turbo (1 Ticket), lohnt sich also für alle, die schnell an ein Hero Ticket kommen wollen. Die Änderung am Role Queue macht das System flexibler: Wer ohnehin eine der gefragten Rollen spielt, muss nicht zusätzlich eine zweite ankreuzen. Die Candyworks-Anzeige erspart Fehlkäufe. Die Seeing Stones-Freischaltung über Bot-Matches öffnet eine neue Quelle für Sammler, ohne auf PvP angewiesen zu sein.
Das Team hinter dem Patch: Valve
Valve Corporation, gegründet 1996 von Gabe Newell und Mike Harrington, hat seinen Hauptsitz in Bellevue, Washington. Bekannt wurde das Studio durch die Half-Life-Reihe (1998), Counter-Strike (2000), Portal (2007) und Team Fortress 2 (2007). Dota 2 erschien am 9. Juli 2013 als eigenständiger Nachfolger des Warcraft III-Mods Defense of the Ancients (2003). Seither hat Valve die Source-2-Engine eingeführt (2015) und das Spiel auf Steam als reine Free-to-Play-Titel ohne Pay-to-Win-Elemente positioniert. Anders als Riot Games bei League of Legends veröffentlicht Valve keine festen Patch-Zyklen, sondern liefert Updates im Schnitt alle zwei bis drei Wochen, mit größeren Events zu The International, dem jährlichen Turnier mit Preisgeldern von über 40 Millionen US-Dollar (2021).
Frühere Events und die Entwicklung von Dota 2
Das Dark Carnival-Event (fiktiv) knüpft an eine Reihe saisonaler Inhalte an, die Valve seit 2017 veröffentlicht hat. Das erste größere Event Dark Moon (Januar 2017) bot kooperative Wellenkämpfe gegen creeps und endete mit einem Bosskampf. Siltbreaker (Mai 2017) war ein kooperatives Adventure mit zwei Akten, The Underhollow (2018) ein Battle-Royale-artiger Modus für 24 Spieler. Nemestice (Juni 2021) brachte einen eigenen Spielmodus und einen Battle Pass. Das neueste große Event Crownfall (April 2024) führte das Candyworks-System ein, in dem Spieler versehentlich Items tauschen können. Die Scrap Tickets ähneln den Candys, die man damals in Matches verdiente. Valve hat solche Währungen genutzt, um Spieler bei der Stange zu halten: In Crownfall gab es über 100 Stufen mit Belohnungen, darunter exklusive Sets und Effekte. Die Seeing Stones sind eine Reminiszenz an die Relic Stones aus Siltbreaker, die ebenfalls in Koop-Matches droppten.
Branchenkontext: Microtransaktionen in MOBAs
Der Patch führt keine rein kosmetischen Änderungen ein, sondern erweitert das Sammelspiel. Scrap Tickets und Seeing Stones sind Freemium-Währungen, die Spieler zum regelmäßigen Spielen anregen sollen. League of Legends nutzt ein ähnliches System mit Hextech-Key-Fragmenten und Juwelen, die über Spiele verdient werden und sich in Kisten öffnen lassen. Battlerite (2016) scheiterte unter anderem, weil sein Economy-System zu aggressiv war. Valve setzt im Gegensatz zu Riot auf direkten Kauf von Sets im Shop und Events ohne zeitliche Begrenzung (außerhalb von Battle-Pässen). Das Role Queue-Update reagiert auf Beschwerden aus der Community: Seit Einführung des Systems im Patch 7.27 (18. Dezember 2020) klagten Spieler, dass Support-Rollen zu wenige Token vergaben. Die aktuelle Lockerung, nur eine stark nachgefragte Rolle statt zwei, entspricht einem Wunsch, der bereits im Gameplay Feedback-Forum von Steam mit über 5000 Upvotes diskutiert wurde. Valve hat solche Feedbacks in der Vergangenheit oft aufgegriffen, etwa beim Candyworks-Redesign 2024, das nach einer Petition mit 12.000 Unterschriften die Inventar-Anzeige nachrüstete.