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Du bist der innere Dämon: Signet City, das Fungal-RPG von Citizen-Sleeper-Schöpfer
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Du bist der innere Dämon: Signet City, das Fungal-RPG von Citizen-Sleeper-Schöpfer

Gareth Damian Martins neues Spiel Signet City versetzt dich in die Rolle eines Pilzparasiten, der die Emotionen und Handlungen der Bewohner einer Stadt manipuliert.

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Tommes Parzl
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Pilz im Kopf: Das Konzept von Signet City

Gareth Damian Martin, der Kopf hinter Citizen Sleeper und dessen Sequel, macht einen radikalen Bruch mit der Androiden-Thematik. Sein neues Spiel Signet City ist ein First-Person-Fungalpunk-RPG, in dem du kein fliehender Synthetiker bist, sondern ein sentienter Sporenparasit. Deine Aufgabe: Dich durch die Stadt verbreiten, indem du heimlich neue Wirte infizierst.

Du wirst zur leitenden Psyche der Infizierten. Als innere Stimme beeinflusst du ihre Gefühle, formst ihr Handeln und lenkst so die Geschehnisse in der Stadt. Narrativ erinnert das an die „sentienten Fähigkeiten” aus Disco Elysium, ein externer Blick, der den Wirt zu einem gewünschten Ergebnis führt.

Mechanik mit Würfeln und Emotionen

Das Würfelsystem aus Citizen Sleeper bleibt erhalten, doch die Ressource ist diesmal Emotion. Jeden Tag wählst du einen Wirt aus und hast eine begrenzte Anzahl von Aktionen. Jeder Wirt lebt in einem eigenen Stadtviertel, kleine Hubs nach dem Vorbild von Dishonored –, die du nicht frei durchlaufen kannst.

Ein Beispiel aus dem Interview mit Martin: Will dein Parasit eine Tür eintreten, braucht der Wirt Wut. Also schickst du ihn in eine Kneipe, lässt ihn anecken, steigerst seine Aggression, und schon bekommst du einen Bonus auf den Würfelwurf. Doch der Würfel kann immer noch versagen, und ein verletzter Wirt zwingt dich, einen anderen Host zu suchen.

  • Jeder Wirt reagiert auf andere Reize: politische Poster, Höhenangst oder Adrenalin-Kicks.
  • Das erinnert an Firewatch: Du entdeckst die Umgebung, findest Interaktionspunkte und rufst über den linken Trigger das passende UI auf.

Perspektivwechsel: Ich, Du, Er

Martin lässt sich von Pen-&-Paper-Rollenspielen inspirieren. Spieler wechseln zwischen „Ich mache das” und „Mein Charakter tut das”. Signet City überträgt dieses Hin und Her direkt ins Gameplay: Die Kamera ist in der Ich-Perspektive, der Parasit wird als „du” angesprochen, die Wirte in der dritten Person.

„Das eröffnet neue Schreibweisen”, sagt Martin. „Ich schreibe für den Parasiten in der zweiten Person, für den Wirt in der dritten. ‚Sid tut dies, Sid fühlt jenes.’” Diese Verschmelzung der Perspektiven erzeugt genau jene Reibung, die das Punk-Element des Spiels ausmacht: Autorität, Revolution, Kontrolle, ein Parasit kann all das gleichzeitig repräsentieren.

Entwicklungsstand und Ausblick

Das Spiel befindet sich etwa in der Mitte der Entwicklung. Einen Releasetermin für 2026 gibt es nicht. Bisher liegt nur ein Ankündigungs-Trailer vor. Martin will mit Signet City Themen wie Ökologie, Macht und Zerstörung verhandeln, und die Frage, ob du als Parasit die Stadt lenken oder auslöschen willst.

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