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EA drückt aufs Tempo: Neues Werbeprogramm „EA Advertising“ integriert Anzeigen direkt ins Gameplay
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EA drückt aufs Tempo: Neues Werbeprogramm „EA Advertising“ integriert Anzeigen direkt ins Gameplay

Electronic Arts kündigt ein neues Werbesystem an, das dynamische Anzeigen in laufende Spiele einbaut, und das ausgerechnet im Schatten des milliardenschweren Buyouts durch Saudi-Arabien.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Anzeigen auf dem Platz: Das ist „EA Advertising“

Electronic Arts hat ein neues Werbeprogramm namens EA Advertising vorgestellt. Es soll Werbetreibenden erlauben, Anzeigen „direkt ins Gameplay“ zu integrieren, in Echtzeit, etwa auf Stadionbanden oder Scoreboards. EA verspricht, dass diese Platzierungen das Spielerlebnis nicht stören sollen.

Das System erreicht laut EA ein Netzwerk von 120 Millionen monatlichen Spielern. Eine gigantische Reichweite, die Investoren jubeln lässt, doch Spieler reagieren traditionell allergisch auf Werbung in Vollpreistiteln.

Nicht der erste Anlauf: EAs lange Liebe zur Ingame-Werbung

EA versucht sich an Ingame-Anzeigen seit Jahrzehnten. Beispiele aus der Vergangenheit:

  • Battlefield 2142, Need for Speed Carbon, Madden 08 und Skate enthielten bereits frühe Ad-Platzierungen.
  • 2020 empörte sich die Community über Pausenbildschirm-Werbung in EA Sports UFC 4, EA strich das Feature nach heftigen Protesten.
  • Jetzt soll der neue Anlauf unter dem Label EA Advertising gebündelt und ausgeweitet werden.

Die Methoden reichen von dynamischen Anzeigen in Sportspielen bis zu Custom-Integrationen wie Ingame-Challenges oder kosmetischen Items.

Partner stehen bereit, und der Zeitpunkt ist kein Zufall

Erste Partner für EA Advertising sind Visa, Lowe’s, Red Bull, Xfinity, Peacock und Mountain Dew. Sie schalten bereits Anzeigen in EAs Sportspiel-Katalog.

Der Zeitpunkt ist brisant: EA befindet sich in Verhandlungen über einen Leveraged Buyout durch ein Investorenkonsortium unter Führung Saudi-Arabiens, mit einem Volumen von 55 Milliarden US-Dollar, der größten Übernahme dieser Art in der Geschichte. Die damit verbundenen Schulden machen neue Einnahmequellen wie Werbung quasi zur Pflicht.

Experten warnen: Werbung allein wird die Preise nicht bremsen

Fachleute wie Xbox-Chefstratege Matthew Ball argumentieren, dass Werbung helfen könne, steigende Entwicklungskosten abzufedern und Preissteigerungen zu vermeiden. Doch es gibt keinen Grund zur Annahme, dass EA nicht beides machen wird: Ingame-Anzeigen und höhere Preise auf 80 Dollar oder mehr, plus Battle-Pässe und Mikrotransaktionen.

Take-Two-Chef Strauss Zelnick hat Ingame-Werbung in Vollpreisspielen als “nicht fair für den Kunden” bezeichnet. EA setzt dennoch voll auf diese Schiene, und die Community darf gespannt sein, wie lange die versprochene „Nicht-Störung“ hält.

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