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Enshrouded: Version 1.0 soll die Balancing-Welt noch einmal ordentlich durchrütteln
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Enshrouded: Version 1.0 soll die Balancing-Welt noch einmal ordentlich durchrütteln

Die finale Fassung von Enshrouded bringt umfangreiche Balancing-Änderungen und Verbesserungen. Wir ordnen ein, was das für Spieler bedeutet.

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Tommes Parzl
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Überraschung zum Release: Enshrouded wird nochmal umgekrempelt

Kurz vor dem Sprung in die Vollversion wird Enshrouded noch einmal kräftig aufgemischt. Die Entwickler von Keen Games haben angekündigt, vor dem 1.0-Release in wenigen Wochen noch einmal intensiv an der Balancing-Stellschraube zu drehen. Das betrifft nicht nur Zahlenwerte, sondern offenbar auch grundlegende Mechaniken, die das Spielgefühl verändern dürften.

Die finale Fassung soll zudem diverse Verbesserungen enthalten, die über reine Fehlerkorrekturen hinausgehen. Konkrete Patch-Notizen gibt es noch nicht, doch die Ankündigung allein hat in der Community für Aufsehen gesorgt. Denn ein so spätes Eingreifen ins Balancing ist ungewöhnlich, gerade bei einem Titel, der schon seit Jahren im Early Access steckt.

Was die Version 1.0 konkret ändern könnte

  • Balancing-Überarbeitung der Waffen-, Rüstungs- und Skillbäume, um mehr Spielstile tragfähig zu machen
  • Verbesserungen an der Performance und Optimierung für schwächere Systeme, ein Dauerthema seit Early-Access-Tagen
  • Überarbeitung der Gegner-KI und der Spawn-Raten, damit Erkundung weniger frustriert
  • Feinschliff am Crafting-System, etwa bei Inventar-Logik und Herstellungszeiten
  • Angepasste Schwierigkeitskurve, sowohl im Solo- als auch im Koop-Modus

Warum gerade jetzt? Der Zeitpunkt der Ankündigung

Die Ankündigung wirkt wie eine Kurskorrektur auf der Zielgeraden. Offenbar haben die letzten Early-Access-Updates gezeigt, dass einige Systeme in der Breite nicht rund laufen. Das Feedback der Spieler während der langen Testphase hat die Entwickler dazu bewogen, noch einmal grundlegend einzugreifen.

Ein solcher Schritt ist riskant: Wer ein Spiel wenige Wochen vor dem Release umbaut, muss sichergehen, dass nichts aus dem Ruder läuft. Keen Games scheint jedoch zu wissen, dass eine enttäuschende 1.0 viele Early-Access-Fans langfristig verlieren würde. Besser spät als nie, mag sich das Studio denken.

Keen Games: Die Macher hinter Enshrouded

Keen Games ist kein unbeschriebenes Blatt in der Branche. Das 2010 in Frankfurt am Main gegründete Studio machte sich vor allem mit Portal Knights einen Namen, einem kooperativen Sandbox-Abenteuer, das 2017 erschien und sich über eine Million Mal verkaufte. Der Titel kombinierte bereits Elemente aus Survival, Crafting und Action-RPG, also genau die Zutaten, die auch in Enshrouded stecken.

Nach Portal Knights versuchte sich das Team an Portal Knights: Dragons, einer Erweiterung, bevor man sich vollständig auf das ehrgeizigere Enshrouded konzentrierte. Enshrouded startete im Januar 2024 in den Early Access und erreichte schnell eine hohe Spielerzahl. Keen Games hat also Erfahrung mit langen Entwicklungszyklen, aber selten so nah an einem Release noch so stark umgebaut.

Der Weg von Enshrouded: Vom Early Access zur Vollversion

  • Januar 2024: Start des Early Access auf Steam, Verkauf von über einer Million Kopien in wenigen Wochen
  • 2024/2025: Regelmäßige Updates mit neuen Gebieten, Bossen und Bauelementen, Ausbau der Siedlungs-Mechanik
  • Oktober 2025: Großes „Frost-Update” mit einem komplett neuen Biom, das den Umfang deutlich erweiterte
  • Anfang 2026: Ankündigung der Version 1.0 für den Herbst, mit Beta-Phasen für ausgewählte Spieler

Einordnung in den Markt: Survivals im Reifeprozess

Enshrouded tritt in die Fußstapfen von Titeln wie Valheim oder Grounded, die ebenfalls lange im Early Access verbrachten und erst spät mit großen Balancing-Paketen zur 1.0 fanden. Das frühe Ende der Early-Access-Phase ist bei vielen Genres ein Wendepunkt, an dem sich zeigt, ob eine Langzeitbindung gelingt.

Die Ankündigung, vor Release noch einmal das Balancing umzukrempeln, erinnert an Palworld, das nach seinem Erfolg ebenfalls noch einmal stark an den Spielmechaniken feilte. Branchenweit ist ein solcher Schritt riskant, weil er die Erwartungen der Spieler komplett auf den Kopf stellen kann. Keen Games scheint die Wette einzugehen, dass nachhaltige Freude wichtiger ist als eine konservative 1.0.

Was Spieler von der 1.0 realistisch erwarten können

  • Ein frisches Gefühl: Wer die letzten Monate gespielt hat, wird die Änderungen deutlich spüren, gerade im Kampfsystem
  • Keine komplette Verwerfung: Die Grundmechaniken wie Bauen und Erkunden werden sicherlich unangetastet bleiben
  • Hoffentlich bessere Performance: Das war schon im Early Access ein Kritikpunkt, nun soll der Feinschliff kommen
  • Keine neuen Inhalte: Die Ankündigung fokussiert auf Balancing und Verbesserungen, nicht auf zusätzliche Gebiete oder Bosse

Ein Neustart mit Verspätung? Unsere Beobachtung

Die Ankündigung von Keen Games ist ehrlicher, als es viele Entwickler vor einem Release sind. Statt einfach die Vollversion zu präsentieren, gibt das Studio zu, dass die letzten Wochen noch einmal an Stellschrauben gedreht werden müssen. Das zeigt Selbstkritik, aber auch Unsicherheit darüber, ob das aktuelle Balancing dem Anspruch eines 1.0-Release genügt.

Bis zum Release bleiben nur wenige Wochen, das Zeitfenster für umfangreiche Tests ist also knapp. Ob die Änderungen am Ende wirklich einschneidend sind, lässt sich erst nach dem Launch beurteilen, wenn die Spielerbasis von Enshrouded die neuen Zahlen bis ins Detail testet. Bis dahin heißt es Daumen drücken, dass der Umbau nicht in einem Desaster endet.

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