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Fable: 15-20 Stunden Story, aber endlose Lebenssysteme, Game Director bestätigt
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Fable: 15-20 Stunden Story, aber endlose Lebenssysteme, Game Director bestätigt

Der neue Fable-Teil bietet eine kompakte Hauptstory von 15 bis 20 Stunden, doch die Lebenssysteme sollen grenzenlos sein. Wir ordnen die Aussagen des Game Directors ein.

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Dennis Adam
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Die Kernaussage: Kompakte Story, unendliche Spielwelt

Der neue Fable-Ableger wird seine Hauptgeschichte in 15 bis 20 Stunden durchspielbar sein, wie der Game Director gegenüber PC Gamer bestätigte. Gleichzeitig betonte er, dass die Lebenssysteme des Spiels ‘grenzenlos’ seien: „Du kannst buchstäblich für immer spielen, wenn du das willst.“ Diese Kombination aus überschaubarer Kampagne und offenen Systemen spricht zwei sehr unterschiedliche Spielertypen an. Wer auf eine dichte Erzählung setzt, bekommt sie, wer sich in der Welt verlieren will, kann das ebenso tun. Die Aussage ist bemerkenswert, weil viele Open-World-Spiele oft beides vermischen und dabei entweder die Story oder die Freiheit vernachlässigen.

Die Fakten aus dem Interview im Überblick

  • Storylänge: 15 bis 20 Stunden für die Hauptkampagne, ohne Nebenquests.
  • Lebenssysteme: Laut Game Director „endlos“ oder „grenzenlos“ spielbar, bezogen auf Aktivitäten, Weltinteraktionen und Charakterentwicklung.
  • Wörtliches Zitat: „You can literally play it forever if that’s what you want to do.“
  • Keine Angaben: Konkrete Details zu Multiplayer, Seasons oder DLC-Plänen wurden nicht genannt.
  • Kontext: Die Aussage stammt aus einem Interview, das nach der Veröffentlichung des Spiels geführt wurde, also aus erster Hand.

Was bedeutet „grenzenlose Lebenssysteme“ konkret?

Fable war schon immer für seine simulierten Systeme bekannt, etwa für Berufe, Beziehungen oder das Kaufen von Häusern. Neu ist, dass diese Systeme offenbar nicht auf eine bestimmte Spielzeit ausgelegt sind, sondern nach Abschluss der Story weiterlaufen. Das könnte bedeuten, dass Händler, Quests und NPC-Reaktionen prozedural nachgeneriert werden, ähnlich wie in Skyrim mit seinen Radiant-Quests. Es bleibt aber Spekulation, ob es sich um echte Endlosgenerierung oder nur um eine sehr große Zahl handgefertigter Inhalte handelt. Die Aussage des Directors deutet eher auf eine Mischung hin, bei der die Welt nach der Kampagne weiterlebt, ohne dass ein Endpunkt erreicht wird. Das wäre ein klarer Unterschied zu vielen linearen RPGs, die nach dem Abspann einfach enden.

Die Studio-Historie: Von Forza Horizon zu Albion

Entwickelt wird das neue Fable von Playground Games, einem Studio, das bislang vor allem für die Forza Horizon-Reihe bekannt war. Das britische Unternehmen wurde 2010 gegründet und hat mit den Rennspielen eine Serie geprägt, die für ihre offene Welt und ihre dynamischen Events gelobt wird. Die Übernahme der Fable-Lizenz durch Playground wurde 2018 offiziell bestätigt, nachdem das ursprüngliche Entwicklerteam Lionhead Studios 2016 von Microsoft geschlossen worden war. Für Playground ist Fable das erste Rollenspiel, aber die Erfahrung mit lebendigen Spielwelten aus Forza Horizon dürfte den Entwicklern zugutekommen. Die Fans waren gespannt, ob das Studio den humorvollen Ton der Serie trifft, und die ersten Reaktionen nach dem Release fielen überwiegend positiv aus.

Ein Blick zurück: Die Fable-Reihe im Wandel

  • Fable (2004): Das Originalspiel von Lionhead setzte Maßstäbe mit seinem Moral- und Ruhm-System, war aber von Peter Molyneux mit überzogenen Versprechungen beworben worden.
  • Fable II (2008): Weitete die Welt aus und führte einen Hund als Begleiter ein, blieb aber in der Spielzeit mit etwa 12 bis 15 Stunden noch relativ kurz.
  • Fable III (2010): Versuchte eine Königs-Simulation mit Entscheidungen auf dem Thron, wurde gemischt aufgenommen.
  • Fable Anniversary (2014): Remaster des ersten Teils für Xbox 360, das die Technik modernisierte, aber die alten Schwächen behielt.
  • Fable Heroes (2012) und Fable: The Journey (2012): Ableger mit Koop-Action beziehungsweise Kinect-Steuerung, die als Nebenexperimente galten.

Branchenkontext: Wie passt das in die aktuelle RPG-Landschaft?

Die 15-20 Stunden für die Hauptstory sind im Vergleich zu aktuellen Genre-Schwergewichten wie Baldur’s Gate 3 (über 50 Stunden) oder Elden Ring (über 60 Stunden) bewusst kompakt gewählt. Das erinnert an ältere Action-RPGs wie Fable II oder The Outer Worlds, die ebenfalls auf eine straffe Erzählung setzten, ohne die Welt leer wirken zu lassen. Die Betonung des Game Directors auf die unendlichen Lebenssysteme könnte als Reaktion auf die Kritik an überladenen Open Worlds verstanden werden, die zwar riesig sind, aber oft mit repetitiven Aufgaben gefüllt werden. Fable scheint den Spagat zu wagen: eine kurze, fokussierte Geschichte, aber eine Welt, die danach weiterläuft. Das ist ein mutiger Ansatz, denn viele Spieler erwarten heute von einem RPG mindestens 40 Stunden Inhalt. Die Frage ist, ob die qualitativen Aktivitäten das unbegrenzte Spielen tragen oder ob es sich nur um inhaltsleere Wiederholungen handelt.

Was bedeutet das für dich als Spieler?

Wenn du dich auf die Story konzentrierst, kannst du Fable an einem langen Wochenende durchspielen, was für Berufstätige oder Eltern ein klarer Vorteil ist. Danach bleibt dir überlassen, ob du in die Nebenaktivitäten eintauchst, etwa Handel, Hausbau oder die Beziehung zu NPCs. Das „für immer spielen“ bedeutet nicht zwangsläufig, dass es unendlich viel zu tun gibt, sondern dass sich die Systeme selbst am Laufen halten. Du könntest theoretisch hundert Stunden in ein Häuschen investieren oder einfach die Welt erkunden. Diese Freiheit erinnert an Minecraft oder Stardew Valley, wo der Sandbox-Gedanke vorherrscht. Fable verbindet also klassisches Storytelling mit einer Hintergrundsimulation, die dich nicht zwingt, weiterzuspielen, aber es dir erlaubt. Das ist ein cleverer Schachzug, um sowohl Erzählfans als auch Entdecker zufriedenzustellen.

Ein letzter Fakt, der hängen bleibt

Der Game Director nannte keine konkreten Zahlen, aber die Aussage „buchstäblich für immer“ ist ein starkes Versprechen. Es wird spannend sein zu beobachten, ob die Community das tatsächlich ausnutzt oder ob sie nach der 20-Stunden-Story doch zu einem anderen Spiel wechselt. Ein Vergleich mit The Elder Scrolls V: Skyrim, das nach 10 Jahren immer noch gespielt wird, zeigt, dass endlose Systeme ein Verkaufsargument sein können. Fable hat mit seiner charmanten Welt und den humorvollen Charakteren jedenfalls das Potenzial, sich ähnlich zu etablieren. Ob das Spiel den Test der Zeit besteht, wird sich in den nächsten Monaten zeigen, wenn die ersten Langzeiterfahrungen auftauchen.

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