Klepacki meldet sich zur Lage des RTS-Genres
Frank Klepacki, einer der bekanntesten Komponisten der Strategie-Geschichte, hat sich in der aktuellen Ausgabe des britischen Magazins Edge zum Zustand der Echtzeitstrategie geäußert. Seine Kernaussage: Das Genre sei keineswegs tot, es fehle aber an Mut und neuen Ideen. Konkrete Spielankündigungen oder Produktdetails enthält die Meldung nicht. Der zugehörige Beitrag wurde am 14. Oktober 2026 veröffentlicht.
Was Klepacki konkret sagt
- Das RTS-Genre sei nicht tot, betont Klepacki.
- Er wünscht sich von Entwicklern mehr Kreativität bei neuen Echtzeitstrategie-Titeln.
- Sein Appell richtet sich an Studios, die seiner Meinung nach zu sehr auf bewährte Formeln setzen.
- Eine Ankündigung neuer Spiele oder Details zu Plattformen und Preisen nennt er in dem Beitrag nicht.
Wer ist Frank Klepacki?
Klepacki ist vor allem durch seine Arbeit an der Command-&-Conquer-Reihe bekannt geworden. Seine Musik prägte den Sound der Serie ab Mitte der 1990er Jahre und wurde für viele Spieler zum festen Bestandteil der RTS-Erfahrung. Bereits 1992 steuerte er laut seiner Biografie Musik zu Dune II bei, einem frühen Meilenstein des Genres. Damit gehört Klepacki zu den wenigen Kreativen, die die Echtzeitstrategie von ihren Anfängen an begleitet haben.
Dune II und Command & Conquer als Wegmarken
Dune II von Westwood Studios gilt als eines der Spiele, das die Grundformel der modernen Echtzeitstrategie etablierte: Basisbau, Ressourcen sammeln, Einheiten produzieren, Gegner ausschalten. Command & Conquer führte diese Ideen 1995 in eine eigene, einprägsame Welt mit FMV-Zwischensequenzen und ikonischem Soundtrack. Klepackis Stücke wie der berühmte “Hell March” sind aus dem Genre kaum wegzudenken. Wer heute über den Zustand von RTS spricht, kommt an dieser Schule nicht vorbei.
Warum das Genre zuletzt leiser wurde
- Große Klassiker wie StarCraft, Age of Empires und Command & Conquer haben unterschiedlich lange Pausen hinter sich.
- Viele Studios verlagerten sich in den 2010er Jahren auf MOBAs und Tower-Defense als populärere Varianten.
- Strategie-Ableger auf Konsolen und Mobile haben die klassische PC-Formel teilweise verdrängt.
- Indie-Studios halten das Genre seit einigen Jahren mit kleineren Produktionen am Leben, ohne dass daraus ein Massenphänomen wurde.
Einordnung: RTS zwischen Nische und Nostalgie
Die Aussagen Klepackis treffen einen Nerv, der in der Community seit Jahren diskutiert wird. Remaster alter Klassiker und Neuauflagen bekannter Serien haben gezeigt, dass nostalgische Marken weiterhin Zugkraft haben. Gleichzeitig gilt der Aufbau eines neuen RTS von Grund auf als teuer und riskant, weil die Zielgruppe zwar treu, aber überschaubar ist. Genau in dieser Spannung zwischen Tradition und Experiment liegt der Punkt, den Klepacki anspricht.
Kein konkretes Produkt, aber ein klarer Ton
Wer nach einer Ankündigung sucht, wird in der Meldung nicht fündig. Es gibt kein bestätigtes neues Spiel, keinen Release-Termin, keine Plattformangabe und keinen Preis. Die Aussagen sind als Kommentar zum Zustand des Genres zu verstehen, nicht als Vorbote eines bestimmten Titels. Klepacki spricht als Beobachter mit jahrzehntelanger Erfahrung, nicht als Vertreter eines konkreten Studios.
Was von dem Beitrag bleibt
Klepackis Statement kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Echtzeitstrategie vor allem durch Remaster und Wiederbelebungen alter Marken präsent ist. Seine Forderung nach mehr Kreativität ist damit auch eine selbstkritische Erinnerung an eine Ära, in der RTS-Spiele durch frische Ideen groß wurden. Ob Studios den Appell aufgreifen, ist offen. Sicher ist: Die Formulierung “RTS ist tot” wird nach seinen Worten zumindest von einem Mann widersprochen, der seit Dune II und Command & Conquer dabei war.