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Frontier + Disney: Die Kooperation, auf die Park-Bauer die ganze Zeit gehofft haben
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Frontier + Disney: Die Kooperation, auf die Park-Bauer die ganze Zeit gehofft haben

Frontier Developments, die Macher von Planet Coaster und Planet Zoo, haben einen Vertrag mit Disney unterzeichnet. Ein Disney-Themenpark-Manager scheint nur eine Frage der Zeit.

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Dennis Adam
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Eine Ankündigung mit Zündstoff

Frontier Developments und Disney haben eine Partnerschaft offiziell bestätigt. Das britische Studio, bekannt für Planet Coaster, Planet Zoo und die Jurassic World Evolution-Reihe, darf sich an einer der vielen Unterhaltungswelten von Disney zu schaffen machen. Eine konkrete Projektbeschreibung fehlt noch, doch die Richtung ist klar: Frontier hat in den letzten Jahren fast ausschließlich Aufbau- und Managementspiele mit Themenpark-Schwerpunkt veröffentlicht. Disney besitzt bekanntlich diverse Themenparks und Resorts auf diesem Planeten.

Die Kombination aus beiden Welten liegt so nahe, dass Spekulationen um ein Disneyland-Park- oder Resort-Management-Spiel seit Stunden durch die Community geistern. Ein offizieller Titel wurde nicht genannt, das ist Teil des Deals: Frontier arbeitet an einem Spiel auf Basis einer lizenzierten Disney-Marke. Ob daraus ein klassischer Tycoon-Ableger wird, steht nicht fest. Aber die Indizienkette ist schwer zu ignorieren.

Was bislang bekannt ist

  • Der Vertrag zwischen Frontier Developments und Disney ist unterzeichnet, das bestätigten beide Parteien.
  • Der Auftrag umfasst ein Spiel, das auf einer von Disneys vielen Marken oder Welten basiert.
  • Ein Erscheinungstermin, eine Plattform oder ein Entwicklungsstadium wurden nicht genannt.
  • Frontiers eigene Ankündigung spricht von einem „neuen Kapitel“ in der Zusammenarbeit, ohne Details zu nennen.

Die Zurückhaltung ist typisch für frühe Lizenzverträge. Trotzdem lässt sich aus der Historie des Studios ableiten, welche Richtung das Projekt nehmen könnte. Frontier hat mit Planet Coaster (2016) den modernen Achterbahn-Bauer perfektioniert. Planet Zoo (2019) übertrug das Konzept auf Tierparks. Jurassic World Evolution (2018) verband Park-Management mit der Lizenz eines Film-Franchises. Ein Disney-Spiel fügt sich nahtlos in diese Reihe.

Das Studio Frontier Developments

Das in Cambridge ansässige Unternehmen existiert seit 1994 und begann mit externen Aufträgen für große Publisher. Erst mit RollerCoaster Tycoon 3 (2004) etablierte sich Frontier als Spezialist für Wirtschaftssimulationen mit dreidimensionaler Grafik. Seitdem hat das Studio den Genre-Anspruch kontinuierlich ausgebaut.

  • Planet Coaster gilt als inoffizieller Nachfolger der klassischen Themepark-Simulationen.
  • Planet Zoo verkaufte sich über eine Million Mal in den ersten Monaten.
  • Jurassic World Evolution 2 (2021) zeigte, dass Frontier lizenzierte Marken mit eigener Spielmechanik kombinieren kann.
  • Die Engine des Studios, die Cobra-Engine, unterstützt sowohl große Areale als auch viele gleichzeitige Besucher.

Frontier hat also Erfahrung mit Fan-Lizenzen. Jurassic World Evolution brachte Dinosaurier-Parks zurück, die schon in den 1990ern mit Jurassic Park: Operation Genesis beliebt waren. Doch Disney ist eine andere Hausnummer: Die Erwartungshaltung der Fangemeinde ist riesig.

Eine Historie voller Themenparks

Disney selbst hat Videospielen nie ganz fern gestanden. Frühere Titel wie Disneyland Adventures (2011) oder das mobile Disney Magic Kingdoms (2016) bedienten Park-Fans, aber mit einfacher Mechanik. Ein echtes Management-Spiel im Stil von Planet Coaster gab es bisher nicht. Die alten Disneyland-Simulationen für den PC in den 2000ern, etwa Disney’s Virtual Magic Kingdom, blieben ähnlich rudimentär.

Gleichzeitig existiert eine große Sehnsucht nach einem Spiel, das die Magie der Parks einfängt, ohne sie in ein starres Quest-System zu zwängen. Genau diese Lücke könnte Frontier schließen. Ein Park-Bauer, der es erlaubt, Attraktionen aus realen Disney-Parks nachzubauen, mit passender Musik und Animatronics, wäre ein Traum für viele Fans. Die technische Basis durch Planet Coaster ist bereits vorhanden.

Mögliche Szenarien

  • Ein Disneyland-Park-Creator, in dem man klassische Attraktionen wie Space Mountain oder Pirates of the Caribbean platziert.
  • Ein Resort-Manager, der nicht nur Achterbahnen verwaltet, sondern auch Hotels, Shows und Restaurants.
  • Ein Story-getriebenes Abenteuer, das einzelne Disney-Welten wie Fantasyland oder Tomorrowland nachbildet.
  • Eine Erweiterung bestehender Systeme, bei dem die Besucher als bekannte Figuren wie Mickey Maus oder Goofy auftreten.

Ob und wie viele dieser Ideen zutreffen, bleibt abzuwarten. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Frontier auf bewährte Mechaniken zurückgreift. Planet Coaster hat bereits ein ausgefeiltes Bau- und Management-System, das sich leicht für eine Lizenz anpassen lässt. Die Frage ist eher, wie viel Disney in die Simulation einfließt: Nur die Kulisse oder auch die Figuren.

Branchenkontext und Wettbewerb

Der Markt für Aufbauspiele ist seit Jahren stabil, aber Frontier dominiert im oberen Preissegment. Mit Planet Coaster 2 (2024) hat das Studio zuletzt gezeigt, dass es weiterhin in diesem Genre arbeitet. Ein paralleles Disney-Projekt würde das Portfolio erweitern, ohne die eigene Marke zu kannibalisieren. Vergleichbare Titel von anderen Entwicklern, etwa Park Beyond (2023) von Limbic Entertainment, zeigten, dass Publikum für kreative Park-Simulationen existiert.

Disney hat in der Vergangenheit oft mit verschiedenen Studios kooperiert, von Avalanche Software (Disney Infinity) bis zu Gameloft für mobile Titel. Frontier ist jedoch das erste Studio, das konsequent auf tiefe Simulation setzt. Die Partnerschaft ist daher ein Zeichen dafür, dass Disney auch auf dem PC-Markt ernsthafte Management-Spiele etablieren möchte.

Erste Reaktionen und Ausblicke

Die Fangemeinde reagiert überwiegend positiv, aber auch ungeduldig. Auf Foren wird diskutiert, ob der Titel auf Planet Coaster 2 aufbauen oder eine eigenständige Engine verwenden wird. Offiziell gibt es dazu keine Bestätigung. Das einzige greifbare Datum ist der heutige Zeitpunkt: Es liegt keine Version auf dem Markt, noch ist ein Veröffentlichungsfenster bekanntgegeben. Fans müssen sich wohl noch in Geduld üben.

Ein spekulatives Detail bleibt: Sollte das Projekt tatsächlich ein Disneyland-Tycoon werden, wäre es der erste große PC-Titel seit Jahren, der offiziell die Disney-Parks als zentrales Thema behandelt. Die Kombination aus Frontiers technischer Kompetenz und Disneys riesigem Archiv an Musik, Shows und Attraktionen hat das Potenzial, ein Meilenstein im Genre zu werden. Bis dahin gilt: Abwarten und Achterbahnen bauen.

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