Eine Reise zurück in die 32-Bit-Ära
Der Solo-Entwickler 2ndPlayerGames arbeitet aktuell an Full Circle. Gemeinsam mit dem Publisher Deck13 Spotlight soll das Projekt für PC und Konsolen erscheinen.
Hinter dem Label 2ndPlayerGames steht der Entwickler Manuel Klinger. Sein bisheriges Portfolio umfasst vor allem kleinere Projekte wie The Adventure of Alice, das bereits eine klare Affinität zu klassischen Spielmechaniken zeigte.
Der Stil von Full Circle
Das Spiel orientiert sich visuell und spielerisch an den Klassikern der ersten PlayStation-Generation. Die Optik setzt auf polygonale Charaktere vor vorgerenderten Hintergründen.
- Die Ästhetik erinnert an japanische Rollenspiel-Perlen der späten 90er Jahre.
- Spieler erkunden eine Welt, die komplett auf den Charme der frühen 3D-Ära setzt.
- Die Kameraführung und die Charaktermodelle zielen auf ein authentisches Retro-Gefühl ab.
- Vorgerenderte Hintergründe waren zwischen 1997 und 2000 ein technischer Standard, um trotz limitierter Hardware-Kapazitäten detaillierte Umgebungen wie in Final Fantasy VII oder Resident Evil zu ermöglichen.
Branchenkontext und Vergleichswerte
Der aktuelle Retro-Trend fokussiert sich vermehrt auf die Ästhetik der Zeit zwischen 1995 und 2001. Titel wie Dread Delusion oder Lunacid zeigen, dass eine wachsende Zielgruppe Interesse an dieser spezifischen 32-Bit-Grafiksprache hat.
- Deck13 Spotlight ist als Publisher für die Unterstützung von Indie-Projekten bekannt.
- Das Unternehmen veröffentlichte zuvor Titel wie The Surge (in Zusammenarbeit mit dem Mutterstudio) und Indie-Produktionen wie Chained Echoes.
- Chained Echoes, entwickelt von Matthias Linda, dient als Benchmark für den Erfolg von Einzelentwickler-Projekten im JRPG-Segment.
- Das Spiel erreichte kurz nach dem Release im Dezember 2022 einen Metascore von über 90 Punkten und verkaufte sich innerhalb kürzester Zeit über 500.000 Mal.
Was wir bisher wissen
Bisher haben die Verantwortlichen nur wenige Details zum Inhalt des Spiels verraten. Fans der goldenen PSX-Zeit sollten das Projekt jedoch genau im Auge behalten.
- Deck13 Spotlight fungiert als Publisher für den globalen Release.
- Die Entwicklung findet primär durch einen Solo-Entwickler statt.
- Plattformen umfassen neben dem PC auch verschiedene Konsolen.
- Erste Teaser deuten auf rundenbasierte Kampfsysteme hin, die mechanisch an die goldenen Jahre von Square und Enix anknüpfen.
Die Technik hinter dem Look
Die Entwickler nutzen moderne Werkzeuge, um den Look von damals präzise einzufangen. Durch diesen bewussten Verzicht auf übermäßige Effekte entsteht ein klarer Fokus auf die künstlerische Präsentation.
- Low-Poly-Modelle prägen das Bild.
- Die Texturierung folgt den technischen Limitationen der alten Hardware-Generation.
- Das Design spiegelt die Design-Philosophie der damaligen Rollenspiel-Giganten wider.
- Moderne Engines wie Unity oder Godot erlauben heute die gezielte Simulation von "Affine Texture Mapping"-Fehlern, die für das charakteristische Flimmern der PlayStation 1-Grafik verantwortlich waren.
- Durch die Reduktion der Polygonzahl auf das Niveau eines Final Fantasy IX erreichen aktuelle Indie-Entwickler eine Bildrate, die auf heutiger Hardware keine Performance-Einbußen kennt.
Das Projekt befindet sich derzeit in einer aktiven Entwicklungsphase, in der Klinger die grundlegenden Assets für die Spielwelt fertigstellt. Das Team von Deck13 Spotlight übernimmt dabei die Qualitätssicherung sowie das Marketing für den internationalen Vertrieb. Eine spielbare Demo steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus.