Preisverleihung auf der gamescom
Der Gaming ohne Grenzen Award wurde am 26. August 2026 im Rahmen der gamescom vergeben. Die offizielle gamescom-Seite bestätigt die Veranstaltung, die gemeinsam mit congstar ausgerichtet wurde. Es ist eine Auszeichnung, die sich auf Barrierefreiheit und inklusives Game Design konzentriert, ein Thema, das in der Branche zunehmend an Bedeutung gewinnt.
- Zwei Sieger in zwei Kategorien: National und International
- Tiny Bookshop gewinnt die nationale Kategorie
- Forza Horizon 6 wird bestes internationales Spiel
- Die Preisverleihung fand mitten im gamescom-Trubel statt
Tiny Bookshop: Der nationale Sieger
Tiny Bookshop konnte die Jury in der Kategorie National überzeugen. Der Titel, ein Indie-Spiel rund um den Betrieb eines kleinen Buchladens, punktete offenbar mit durchdachter Zugänglichkeit und einem entspannten Spielprinzip, das ohne Hektik auskommt. Details zur konkreten Umsetzung der Barrierefreiheit nannte die gamescom nicht, aber der Sieg zeigt, dass auch ruhige, unaufgeregte Spiele große Bühnen gewinnen können.
- Kategorie: National (deutschsprachige Produktion)
- Genre: Indie-Simulation mit Bookshop-Thematik
- Sieg basiert auf Barrierefreiheit und inklusivem Design
- Keine weiteren Platzierungen oder Nominierte wurden bekannt gegeben
Forza Horizon 6: Internationale Klasse
Forza Horizon 6 sicherte sich den Award für das beste internationale Spiel. Die Rennspiel-Serie von Playground Games ist seit Jahren ein Aushängeschild des Genres, bekannt für offene Welten, dynamisches Wetter und eine große Modellvielfalt. Der sechste Teil setzt diese Tradition fort und erhielt nun die Auszeichnung für besonders gelungene Zugänglichkeitsoptionen.
- Kategorie: International (weltweite Produktion)
- Teil der langjährigen Forza-Horizon-Reihe auf Xbox und PC
- Vorgänger wie Forza Horizon 5 waren bereits kommerziell sehr erfolgreich
- Der Sieg unterstreicht die Bemühungen des Studios um inklusives Spielen
Der Gaming ohne Grenzen Award selbst
Der Gaming ohne Grenzen Award ist eine relativ junge Auszeichnung, die von der gamescom zusammen mit congstar ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, Spiele zu würdigen, die besondere Anstrengungen bei Barrierefreiheit unternehmen, etwa durch subtitles, alternative Steuerungsoptionen oder farbenblinde Modi. Die Verleihung am 26. August 2026 war bereits die zweite Ausgabe der Preisvergabe.
- Veranstaltet von der gamescom und dem Telekommunikationsanbieter congstar
- Fokus auf Barrierefreiheit und inklusives Game Design
- Eigene Kategorien für nationale und internationale Produktionen
- Die Preisverleihung fand während der laufenden Messe statt
Was bedeutet der Sieg für beide Spiele?
Für Tiny Bookshop ist der Award ein Sprungbrett, denn kleinere Indie-Titel erhalten durch solche Auszeichnungen oft deutlich mehr Sichtbarkeit. Spieler, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, bekommen eine klare Empfehlung. Für Forza Horizon 6 ist es eine Bestätigung der langjährigen Arbeit des Studios, das schon in früheren Teilen Wert auf zugängliche Menüs, anpassbare Schwierigkeitsgrade und optionale Hilfen legte.
- Indie-Titel profitieren von der öffentlichen Anerkennung
- Rennspiel-Fans sehen ihre Serie auf einem guten Weg
- Barrierefreiheit wird als Verkaufsargument sichtbar
- Die Auszeichnung ist ein Signal an andere Entwickler
Branchenkontext: Barrierefreiheit im Aufwind
Die Vergabe dieses Awards passt in einen größeren Trend der Branche. Immer mehr Studios erkennen, dass inklusives Design keine Nische ist, sondern eine Notwendigkeit für eine wachsende Spielerbasis. Verglichen mit anderen Preisen wie den Games Awards oder dem Deutschen Computerspielpreis legt der Gaming ohne Grenzen Award den Fokus bewusst eng auf dieses Thema.
- Andere Preise wie der DCP haben erst seit kurzem eine ähnliche Kategorie
- Forza Horizon 6 setzt Maßstäbe für große AAA-Titel
- Tiny Bookshop zeigt, dass auch kleine Teams es richtig machen können
- Spieler profitieren direkt von mehr Optionen und Einstellungen
Fazit mit Substanz
Mit Tiny Bookshop und Forza Horizon 6 haben zwei sehr unterschiedliche Spiele gewonnen, die zeigen, dass Barrierefreiheit kein Genre-Konzept ist. Die gamescom und congstar setzen mit dieser Auszeichnung ein deutliches Zeichen für die gesamte Spieleindustrie. Es bleibt zu hoffen, dass sich immer mehr Entwickler an diesen Beispielen orientieren, auch wenn nicht jede Auszeichnung automatisch etwas am Gameplay ändert. Gemessen an der diesjährigen Vergabe steckt dahinter aber mehr als nur ein Symbolpreis: Die Jury hat zwei Titel gewählt, die in ihrer jeweiligen Klasse tatsächlich überzeugen.