GOG Galaxy wird neu aufgelegt, Linux ist offiziell dabei
GOG hat am 5. November 2026 beim ersten GOG Showcase eine Überarbeitung seines hauseigenen Clients GOG Galaxy angekündigt. Der Launcher erscheint demnach neu für Windows, macOS und Linux. Während Windows und Mac eine überarbeitete Fassung des bestehenden Clients bekommen, ist Linux erstmals als offizielle Zielplattform genannt. Als Zeitfenster für die Veröffentlichung nennt GOG das Jahr 2027.
- Windows und macOS erhalten eine überarbeitete Version des bestehenden Clients.
- Linux kommt als eigenständige Plattform offiziell hinzu, nicht als Bastellösung am Rand.
- Ein Preis für die Neuauflage wird in der Ankündigung nicht genannt.
- GOG tritt selbst als Anbieter und Entwickler des Clients auf, ein separater Publisher ist nicht beteiligt.
- Es handelt sich um eine Neuversion des Launchers, nicht um ein Spiel oder eine neue Spielereihe.
Was bislang offen bleibt
Ein konkretes Datum innerhalb des Jahres 2027 ist nicht bestätigt. Die Annahme, die Linux-Version erscheine sofort oder noch 2026, trifft nicht zu. Auch zu Systemanforderungen, Versionsnummern und einer Feature-Liste macht GOG in der Ankündigung keine Angaben. Wer den Client heute unter Linux nutzt, tut das weiterhin auf eigenes Risiko, bis die offizielle Fassung erscheint.
GOG positioniert sich seit jeher gegen Kopierschutz
GOG ist ursprünglich als Plattform für klassische PC-Spiele angetreten und hat den DRM-freien Vertrieb von Anfang an zum Markenzeichen gemacht. Später kamen aktuelle Titel hinzu, das Prinzip blieb. GOG Galaxy ist der optionale Launcher dazu: Spiele lassen sich grundsätzlich auch ohne ihn herunterladen und starten. Genau diese Freiwilligkeit ist der Punkt, an dem sich GOG von größeren Storefronts unterscheidet, deren Clients oft Pflicht sind.
Die Nachricht fällt in eine bewegte Zeit für Linux
- Linux als Spielplattform hat in den vergangenen Jahren spürbar an Aufmerksamkeit gewonnen, nicht zuletzt durch Handheld-PCs mit Linux-Basis.
- Eine offizielle Client-Version eines großen Stores ist für Linux-Nutzer ein anderes Kaliber als eine Community-Lösung.
- GOGs Shop funktioniert im Browser, der Client ist Komfort, keine Voraussetzung.
- Für Distributionsnutzer zählt vor allem, ob der Launcher als Paket oder als herunterladbare Binärdatei kommt. Dazu gibt es noch keine Aussage.
openSUSE Tumbleweed als naheliegende Wahl
Wer für 2027 schon mal ein Linux zum Ausprobieren sucht, landet bei openSUSE Tumbleweed schnell richtig. Die Distribution fährt ein Rolling-Release-Modell und liefert neue Kernel- und Grafiktreiber-Versionen vergleichsweise früh aus. Das ist bei einem frisch veröffentlichten Client praktisch, weil Fehlerkorrekturen bei Grafikstack und Bibliotheken oft zuerst dort ankommen. Wichtig zur Einordnung: Diese Empfehlung stammt aus der Redaktion und ist keine Aussage von GOG.
2027 als Fenster, nicht als Termin
Die Ankündigung fiel auf das erste GOG Showcase am 5. November 2026, also zwei Tage vor dem heutigen Stand. Dass ein Plattformbetreiber ein Jahr im Voraus ein Fenster nennt, ist üblich, wenn ein Client mehrere Betriebssysteme gleichzeitig bedienen soll. Linux bringt dabei die meisten Variablen mit: verschiedene Distributionsfamilien, unterschiedliche Paketformate, unterschiedliche Treiberstände. Dass GOG das Jahr 2027 als Ganzes nennt, statt einen Monat zu fixieren, passt zu dieser Ausgangslage.
Was Spieler realistisch erwarten können
- Der bestehende Client unter Windows und macOS wird abgelöst, nicht nur aktualisiert.
- Linux bekommt eine offizielle Fassung, die ohne Fremdpakete auskommen soll. Wie genau, ist offen.
- Preise entstehen durch Spielekäufe, nicht durch den Launcher. Ein Preis für den Client ist nicht belegt.
- Ein Release am 5. November 2026 ist ausgeschlossen, die Ankündigung selbst spricht von 2027.
- Ob GOG den Client zum Start als Flatpak, AppImage oder distributionsspezifisches Paket ausliefert, bleibt bis zur Veröffentlichung unklar.
Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: GOG kündigt einen Client für ein Betriebssystem an, das der Shop bisher nur über den Browser bedient hat, und nennt dafür ein Jahr im Voraus. Bis 2027 bleibt damit reichlich Zeit, sich mit Distributionen zu beschäftigen, während der Launcher noch auf sich warten lässt.