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Millionen-Strafe für Samsung: Galaxy-Handys zu langsam
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Millionen-Strafe für Samsung: Galaxy-Handys zu langsam

Südkoreas Wettbewerbsbehörde verhängt rund 15,1 Millionen US-Dollar Strafe gegen Samsung, weil der Game Optimizing Service die Gaming-Leistung von Galaxy S21, S22 und Tab S8 ausgebremst hat.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Samsung muss zahlen

Die südkoreanische Wettbewerbsbehörde hat Samsung wegen irreführender Werbung zu einer Strafe von umgerechnet rund 15,1 Millionen US-Dollar verurteilt. Das entspricht 20,11 Milliarden Won. Der Vorwurf: Der Konzern hat die Gaming-Leistung mehrerer Galaxy-Geräte künstlich gedrosselt, während die Werbung volle Performance versprach. Das Versprechen kommt Samsung jetzt teuer zu stehen und trifft einen der sichtbarsten Punkte der Galaxy-Vermarktung.

Diese Geräte sind betroffen

  • Galaxy S21: Das Flaggschiff von 2021 gehörte zu den Geräten, bei denen die Software eingriff.
  • Galaxy S22: Auch das Nachfolgemodell von 2022 war betroffen.
  • Galaxy Tab S8: Selbst das Tablet der Oberklasse blieb nicht verschont.
  • Betroffen waren damit sowohl Smartphones als auch Tablets der Galaxy-Reihe.

Der Game Optimizing Service als Bremsklotz

Ursache ist die vorinstallierte Software Game Optimizing Service, kurz GOS. Sie griff automatisch in CPU und GPU ein, sobald bestimmte Spiele gestartet wurden, und begrenzte deren Leistung. Für Nutzer äußerte sich das in Rucklern, geringerer Grafikqualität, Lag und teilweise stark reduzierter Leistung. Wer ein teures Flaggschiff kaufte, bekam bei Spielen also nicht die Leistung, die auf dem Datenblatt stand. Der Eingriff lief im Hintergrund und war für die meisten Spieler nicht ohne Weiteres erkennbar.

Erst im März 2022 kam das Update

Samsung reagierte erst mit Verzögerung auf die Beschwerden. Ein Software-Update, das die Limits lockerte beziehungsweise entfernte, wurde im März 2022 ausgerollt. Bis dahin mussten sich Besitzer eines Galaxy S21, S22 oder Tab S8 mit der gedrosselten Spieleleistung herumschlagen. Der Zeitraum zwischen Bekanntwerden des Problems und dem Update ist ein zentraler Punkt der Entscheidung: Die Drosselung war kein einmaliger Fehler, sondern eine bewusst gesetzte Voreinstellung.

Die Galaxy-Reihe als Zugpferd

Samsung ist seit Jahren der größte Smartphone-Hersteller der Welt, und die Galaxy-S-Reihe ist das Aushängeschild des Konzerns. Jede Generation wird mit Leistungsversprechen beworben, besonders gegenüber Spielern, die auf hohe Bildraten und stabile Frametimes achten. Beim Galaxy S22 rückte Samsung die Gaming-Fähigkeiten ausdrücklich in den Vordergrund der Marketingkommunikation. Dass ausgerechnet dort gebremst wurde, machte den Fall für die Behörde so brisant. Der Galaxy Tab S8 wiederum positioniert sich als Tablet für anspruchsvolle Anwendungen, Spiele eingeschlossen.

Leistungsdrosselung als offenes Geheimnis

Künstliche Limits sind im Mobilmarkt kein Einzelfall. Hersteller regulieren Takt und Spannung, um Temperaturen zu senken, Akkulaufzeit zu verlängern oder Bauteile zu schonen. Das ist technisch legitim und wird in der Regel offen kommuniziert. Der Unterschied im Samsung-Fall liegt in der Irreführung: Die Drosselung lief automatisch und unsichtbar, während die Werbung mit voller Leistung argumentierte. Genau diese Lücke zwischen Marketing und tatsächlichem Verhalten greift die Wettbewerbsbehörde an. Die Strafe setzt damit ein Zeichen für die gesamte Branche, dass Leistungsversprechen überprüfbar sein müssen.

Was Spieler davon haben

  • Die Drosselung ist seit März 2022 über ein Update behoben beziehungsweise gelockert.
  • Besitzer betroffener Geräte können bei Spielen wieder die volle Hardware-Leistung abrufen.
  • Die Strafe von 20,11 Milliarden Won geht an den Hersteller, nicht an die Käufer.
  • Eine direkte Entschädigung für Nutzer ist mit der Entscheidung nicht verbunden.

Einordnung und Ausblick

Für Samsung ist der Betrag gemessen am Konzernumsatz verkraftbar, der Imageschaden wiegt schwerer. Die Entscheidung dokumentiert, dass Regulierer bei Hardware-Versprechen inzwischen genau hinschauen, besonders wenn Gaming als Verkaufsargument dient. Für Spieler bleibt die Lehre, dass Datenblattwerte nicht automatisch die Leistung im Spielbetrieb widerspiegeln. Wer heute ein Galaxy-Gerät kauft, erhält die volle Leistung, der Fall bleibt aber Teil der Produkthistorie von S21, S22 und Tab S8.

Quelle: Gaming - GIGA

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