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GOG will Boxen zurück: Physische Spiele bleiben ein Traum
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GOG will Boxen zurück: Physische Spiele bleiben ein Traum

GOG-Manager Marcin Paczynski beschreibt physische Spielversionen per Bibliotheks-Klick als Wunschbild, doch Logistik und Lagerung machen die Sache kompliziert.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Der Klick auf die Box

Bei GOG gibt es eine Idee, die seit Jahren in der Schublade liegt: Wer ein Spiel in seiner Bibliothek sieht, könnte direkt eine physische Version davon ordern. Marcin Paczynski, Senior Business Development and Partnerships Manager beim polnischen Store, hat dieses Szenario jetzt als „Dream“ beschrieben. Der Ablauf klingt denkbar einfach: Spiel auswählen, Bestellung auslösen, Box kommt per Versand nach Hause. Eine Ankündigung ist das ausdrücklich nicht.

So sieht das Wunschbild aus

  • Man klickt in der eigenen GOG-Bibliothek auf den Titel, von dem man eine Schachtel im Regal möchte.
  • Die Bestellung wird ausgelöst, ohne dass man den Store wechseln oder einen anderen Händler suchen muss.
  • Die physische Kopie landet per Versand beim Kunden.
  • Genau dieses Szenario nennt Paczynski ein „perfect scenario“.

Warum es beim Wunschbild bleibt

GOG selbst dämpft die Erwartungen deutlich und spricht von einem „very, very complicated thing“. Der Grund liegt nicht im Digitalgeschäft, sondern in der Logistik: Boxen müssen produziert, eingelagert und verschickt werden. Ein Datum, einen Starttermin oder auch nur eine Testphase nennt die Meldung nicht. Auch über Preise in Euro gibt es keine Angaben, ebenso wenig über ein konkretes Spiel, das für eine solche Aktion infrage käme.

Was GOG eigentlich ist

GOG ist ein digitaler PC-Store und damit ein Geschäft, das ohne Lagerhalle und Versandkette auskommt. Der Dienst entstand als Plattform für ältere PC-Titel, hat sein Sortiment aber längst auf aktuelle Spiele ausgeweitet. Ein Einstieg in den Versandhandel würde das Geschäftsmodell um einen Bereich erweitern, der komplett anders funktioniert als der Verkauf von Downloadcodes. Genau in dieser Differenz liegt der Kern der Diskussion, die GOG nach eigener Darstellung seit Jahren intern führt.

Was physische Auflagen heute leisten

  • Sammlereditionen mit Artbook, Soundtrack oder Figur bleiben für viele Käufer der einzige Grund, überhaupt noch eine Box zu kaufen.
  • Kleine Auflagen und Nachdrucke haben sich als Nische etabliert, weil sie Restbestände ohne großes Lagerrisiko abverkaufen.
  • Der Handel mit gebrauchten Datenträgern ist im PC-Bereich praktisch verschwunden, weil Installationsdaten längst aus dem Netz kommen.
  • Für digitale Stores bedeutet jede Box zusätzliche Kosten, die sich nicht über den Downloadpreis abbilden lassen.

Der Unterschied zwischen Disc und Download

Eine physische PC-Version ist heute selten mehr als eine Verpackung mit einem Schlüsselcode darin. Wer eine Box kauft, bekommt oft keinen Datenträger mit vollständigem Spiel, sondern eine Hülle plus Aktivierung im Store. Für GOG wäre eine eigene Box deshalb vor allem ein Sammlerprodukt, kein Vertriebsweg für Spieldaten. Das erklärt, warum die Idee reizvoll klingt und trotzdem an Produktion, Lagerung und Versand hängt. Ein Store, der ohne Lager arbeitet, müsste diese Kette komplett neu aufbauen.

Was bislang nicht bestätigt ist

  • Ein Starttermin für physische GOG-Versionen existiert nicht.
  • Es gibt kein genanntes Spiel, für das eine Box geplant wäre.
  • Preise, Auflagenhöhen und Lieferwege sind unbekannt.
  • Eine offizielle Produktankündigung liegt nicht vor, nur die Beschreibung eines Wunschszenarios.

Ein Wunsch mit langer Akte

Die Idee ist bei GOG nach eigener Darstellung „for years now“ im Gespräch, was den Abstand zwischen Wunsch und Umsetzung gut zeigt. Paczynskis Formulierung vom „perfect scenario“ beschreibt einen Ablauf, der für Kunden bequem wäre und für den Store eine völlig neue Kostenstruktur bedeutet. Ob und wann daraus mehr als ein internes Gedankenspiel wird, bleibt offen. Bis dahin steht die Box im Regal weiter nur als Vorstellung im Raum, während der Store selbst weiter auf Downloads setzt.

Quelle: PCGamer latest

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