EndeNews Logo EndeNews
Grafikkarten-Preise: RTX 5090 kostet 8.250 Dollar statt 1.999
KI-generierte Illustration von EndeNews
News

Grafikkarten-Preise: RTX 5090 kostet 8.250 Dollar statt 1.999

Ein Preisindex zeigt, was Grafikkarten Ende Oktober 2026 in den USA wirklich kosten: RTX 5090 bei 8.250 Dollar, RTX 5080 bei 2.199, Radeon RX 9070 XT bei 900. Warum Speicher knapp bleibt.

T
Tommes Parzl
TEILEN: Twitter Reddit

Wer Ende Oktober 2026 eine aktuelle Grafikkarte kaufen will, zahlt in den USA teils ein Vielfaches des Startpreises. Das zeigt der laufend aktualisierte Preisindex von Tom’s Hardware, Stand 30. Oktober. Die Seite listet für jede Karte den niedrigsten Preis eines verfügbaren Modells, egal von welchem Hersteller.

Die Preise im Überblick

Alle Angaben sind der niedrigste aktuell gelistete US-Preis laut Index, jeweils verglichen mit dem Startpreis (MSRP) der Karte:

KarteBester US-PreisStartpreis
GeForce RTX 50908.250 $1.999 $
GeForce RTX 50802.199 $999 $
GeForce RTX 5070 Ti1.249 $749 $
GeForce RTX 5070899 $549 $
GeForce RTX 5060 Ti 16 GB799 $429 $
GeForce RTX 5060449 $299 $
Radeon RX 9070 XT900 $599 $
Radeon RX 9070749 $549 $
Radeon RX 9060 XT 16 GB619 $349 $

Die Preise sind Momentaufnahmen aus den USA und können sich täglich ändern. Deutsche Preise haben wir nicht ausgewertet, sie können abweichen. Auffällig ist: Je schneller die Karte, desto größer der Aufschlag. Bei der RTX 5090 ist es mehr als das Vierfache des Startpreises, bei der RTX 5080 mehr als das Doppelte, bei der Radeon RX 9070 XT rund die Hälfte mehr.

Warum die Preise steigen

Tom’s Hardware führt die Lage auf den Speichermarkt zurück: Riesige Bestellungen für KI-Rechenzentren und KI-Beschleuniger verknappen den Speicher, was Grafikkarten für Spieler verteuert. Nvidia soll Speicher nach Medienberichten danach verteilen, wie viel Geld sich pro Gigabyte VRAM verdienen lässt, was Spielerkarten benachteiligt. Das ist die Darstellung von Tom’s Hardware („purportedly”), eine Bestätigung von Nvidia liegt uns nicht vor.

Die Hersteller selbst sehen keine schnelle Entspannung: Micron-Chef Sanjay Mehrotra sagte bei den Quartalszahlen am 30. September, Angebot und Nachfrage bei Speicher würden 2027 und 2028 deutlich enger ausfallen als 2026, mehr als 75 Prozent der Micron-Produktion für 2027 seien schon an Kunden vergeben. Einen Zeitpunkt für ein Gleichgewicht könne das Unternehmen nicht nennen. Das hatten wir bereits in unserem Beitrag zur RAM-Flut aus China beschrieben.

Was das für Spieler heißt

Wer eine funktionierende Karte hat, fährt aktuell am besten damit, sie zu behalten. Tom’s Hardware weist außerdem darauf hin, dass bei älteren Generationen Neuware kaum zu bekommen ist und viele Angebote von Drittanbietern stammen: Verkäufer und Zustand sollte man genau prüfen. Wer unbedingt kaufen muss, sollte Preise über längere Zeit vergleichen, statt dem ersten Angebot zu folgen.

Quellen

VERWANDTE ARTIKEL