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Halo: Ex-Direktor rät Activision zu Bungie-Veteranen
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Halo: Ex-Direktor rät Activision zu Bungie-Veteranen

Frank O'Connor hat nach über 20 Jahren bei Halo klare Ratschläge für das nächste Hauptspiel der Reihe unter Activision formuliert.

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Tommes Parzl
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Was ein Halo-Veteran Activision jetzt rät

Frank O’Connor hat mehr als 20 Jahre an der Halo-Reihe gearbeitet, zunächst als Writer und Community Manager, von 2003 bis 2023 dann als Franchise Creative Director. In einem öffentlichen Post vom 25. September reagierte er auf einen Beitrag der ehemaligen Xbox-Social-Media-Managerin Genevieve Harrison, die sich über die Entwicklungsstrategie von Activision Blizzard geäußert hatte. O’Connors Kernbotschaft an den neuen Verantwortlichen der Marke lässt sich in drei Punkten zusammenfassen: das nächste Halo nicht an Hardware- oder Service-Launchzyklen koppeln, es nicht in eine Form oder alternde Plattform pressen, die nicht passt, und den Sandbox-Ansatz nicht aufgeben. Dazu kommt eine konkrete Personalempfehlung, die in der Branche für Gesprächsstoff sorgt.

Die drei denkbaren Wege für ein neues Halo

  • Ein klassisches Halo mit Fokus auf Sandbox, Bewegung und Shooter-Gefühl, zugeschnitten auf die Kernzielgruppe, aber skalierbar für ein breiteres Publikum und damit wachstumsfähig.
  • Eine moderne Neuinterpretation, laut O’Connor etwa als Action-Sandbox mit neuem Ansatz für den Ego-Shooter oder als Action-RPG, das sich grundlegend anders spielt, aber über eine starke Geschichte und die Marke Halo trägt.
  • Ein an Call of Duty angelehntes Modell mit Progressions- und Geschäftsmodellen, für die Activision Blizzard bekannt ist, möglicherweise als jährlich oder halbjährlich erscheinendes Spektakel mit laufenden Inhalten.
  • O’Connor selbst ordnet alle drei Ideen als weder einfach noch garantiert noch zwingend machbar ein, hält eine davon aber grundsätzlich für erfolgversprechend.

Wer da eigentlich spricht

O’Connor ist keine Randfigur der Reihe. Er begleitete Halo als Schreiber und Community-Manager, bevor er zwei Jahrzehnte lang die kreative Richtung des Franchise mitbestimmte. Seine Empfehlungen sind eine öffentliche Stellungnahme, kein Entwicklerplan und keine Ankündigung von Activision. Dass der Publisher tatsächlich ehemalige Halo- oder Bungie-Entwickler in genau dieser Form anheuert, ist bislang nicht bestätigt. Die drei skizzierten Richtungen bleiben Vorschläge aus dem Blickwinkel eines Insiders, der die Serie in- und auswendig kennt.

Marcus Lehto und der Hintergrund des Deals

O’Connor ist nicht der einzige ehemalige Entwickler, der sich zum Wechsel an der Spitze der Marke äußert. Marcus Lehto, Mitentwickler der ursprünglichen Halo-Spiele, sagte am 23. September, er sei “schockiert, aber nicht völlig überrascht” von der Entscheidung. Die Reaktionen zeigen, wie ungewöhnlich der Schritt in der Wahrnehmung der alten Garde ankommt. Laut den vorliegenden Berichten soll Activision das nächste Halo entwickeln, während Halo Studios in einer unterstützenden Rolle bleibt. Damit wandert eine Marke, die über zwei Jahrzehnte eng mit der Xbox-Identität verbunden war, in die Hände des Call-of-Duty-Publishers.

Was bislang über das nächste Halo bekannt ist

  • Entwickler: laut Berichten Activision, Halo Studios unterstützend.
  • Einordnung: neuer Mainline-Teil der Reihe, kein Spin-off, Reihe bleibt Sci-Fi-Ego-Shooter.
  • Vorgänger: als letzter Hauptteil wird Halo Infinite genannt, der neue Teil wäre dessen Nachfolger im Hauptstrang.
  • Release: ein Veröffentlichungsdatum ist nicht bekannt, eine Bestätigung dazu liegt nicht vor.
  • Plattformen und Preis: dazu gibt es keine belegten Angaben, entsprechende Informationen sind unbestätigt.

Von Bungie über 343 Industries zu Halo Studios

Die Reihe wurde ursprünglich von Bungie geschaffen und über mehrere Hauptteile hinweg geprägt. Später übernahm 343 Industries die Verantwortung, das Studio wurde inzwischen in Halo Studios umbenannt. Der letzte große Hauptteil der Serie ist Halo Infinite, an dem O’Connor noch in seiner Rolle als Franchise Creative Director beteiligt war. Sein Rat, ehemalige Bungie- und Halo-Studios-Entwickler einzustellen, zielt direkt auf die Erfahrung, die in den vergangenen Jahren durch Umstrukturierungen und Entlassungen aus dem Franchise verschwunden ist. Er beschreibt diese Leute als voller Talent und Ideen, die zuvor innerhalb der Organisation gebremst oder abgewickelt wurden.

Warum der Call-of-Duty-Vergleich naheliegt

Activision Blizzard hat über Jahre hinweg ein Modell perfektioniert, bei dem ein Shooter im Jahresrhythmus erscheint und dazwischen mit saisonalen Inhalten bespielt wird. Ein Halo nach diesem Muster wäre ein Bruch mit der bisherigen Erzählstruktur, die auf große Einzelspiele mit mehrjähriger Entwicklungszeit setzte. Ob eine solche Taktung zur Marke passt, ist offen: Halo lebt von Kampagnen, Lore und einem Sandbox-Multiplayer, der nicht zwingend einen jährlichen Neustart braucht. O’Connors Warnung vor der Kopplung an Hardware- und Servicezyklen richtet sich genau gegen diese Logik, weil die Serie dadurch in der Vergangenheit mehrfach unter Zeitdruck geriet. Das letzte große Beispiel war der holprige Start von Halo Infinite, dessen Live-Service-Pläne mehrfach angepasst werden mussten.

Was am Ende feststeht

Klar ist bislang nur, dass der nächste Halo-Teil als vollwertiger Mainline-Eintrag der Reihe erscheinen soll, entwickelt von Activision mit Halo Studios an der Seite. Ein Termin, Plattformen oder ein Preis sind nicht bestätigt. O’Connors Vorschläge sind ein Diskussionsbeitrag aus dem Inneren des Franchise, keine angekündigte Strategie. Wer wissen will, wohin die Marke unter neuer Führung steuert, muss auf die erste offizielle Vorstellung warten.

Quelle: GameSpot - All Content

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