Logitech G HUB Replay ist da
Logitech hat mit G HUB Replay eine neue Software für Spielaufnahmen veröffentlicht. Die Anwendung zeichnet Gameplay automatisch auf, schlägt per KI passende Szenen als Clips vor und lässt diese anschließend von Hand nachbearbeiten. Laut Hersteller ist Replay seit dem 23. und 24. September 2026 verfügbar, das Tool befindet sich allerdings noch in der Beta-Phase. Der Download ist kostenlos.
Was die Software können soll
- Automatische Aufzeichnung von Gameplay auf dem Windows-Desktop
- KI-gestützte Vorschläge für sehenswerte Szenen
- Manuelle Nachbearbeitung der erzeugten Clips
- Einbindung in die bestehende Logitech-G-HUB-Umgebung
- Betrieb für kompatible PC-Spiele, keine Konsolen-Version angekündigt
Counter-Strike 2 als erster Praxistest
In Counter-Strike 2 zeigt sich das Tool bislang von zwei Seiten. Die automatische Auswahl der Highlights wirkte in ersten Tests noch schwach, viele der vorgeschlagenen Szenen dürften erfahrene Spieler kaum als clipwürdig einstufen. Die manuelle Bearbeitung dagegen funktioniert brauchbar und erinnert an einen kleinen Recorder mit Schnittfunktion. Genau dort liegt der aktuelle Nutzen: Wer selbst weiß, was er aufnehmen will, bekommt ein ordentliches Werkzeug. Wer auf die KI wartet, muss sich gedulden.
Logitech G: Vom Peripherie-Riesen zur Software-Schmiede
Logitech G ist die Gaming-Marke des schweizerisch-amerikanischen Peripherie-Herstellers Logitech. Bekannt wurde die Sparte vor allem mit Mäusen, Tastaturen und Headsets, die seit Jahren in E-Sport und Streaming zum Standardinventar gehören. Mit dem G HUB betreibt Logitech bereits eine zentrale Software-Plattform, über die sich Geräte konfigurieren und Profile verwalten lassen. Replay ist der Versuch, dieses Ökosystem um eine eigene Medienfunktion zu erweitern. Statt sich auf Hardware zu beschränken, will Logitech damit auch nach dem Kauf einer Maus oder Tastatur im Alltag der Spieler präsent bleiben.
- Plattform: Windows-Desktop im Umfeld von Logitech G HUB
- Zielgruppe: PC-Spieler mit kompatiblen Spielen
- Preis: kostenloser Download und Test
- Status: Beta, laufende Einführung seit Ende September 2026
- Einordnung: Aufnahme- und Bearbeitungstool, kein Spiel und keine Spielereihe
Branchenkontext: Aufnahmen sind längst Standard
Gameplay-Aufnahmen gehören heute zum festen Repertoire der großen Plattformen. Sowohl Grafikkarten-Hersteller als auch Betriebssystem-Anbieter liefern eigene Lösungen, die im Hintergrund mitlaufen und auf Tastendruck eine Szene festhalten. Der Reiz von G HUB Replay liegt weniger in der Grundfunktion als im KI-Versprechen: Statt selbst zu entscheiden, wann etwas Spektakuläres passiert, soll die Software das übernehmen. Genau dieser Teil gilt bislang als die größte Baustelle. Konkurrenzprodukte setzen teils auf ähnliche Ansätze, teils auf reine Handarbeit.
Was Spieler davon haben
Für Spieler, die ohnehin den G HUB installiert haben, ist Replay ein zusätzliches Werkzeug ohne Mehrkosten. Die Beta-Phase bedeutet allerdings auch, dass mit Fehlern und Änderungen zu rechnen ist. Ein geplanter Verkaufspreis ist nicht bekannt, eine Konsolen-Version ebenfalls nicht bestätigt. Wer auf ein fertiges Produkt mit zuverlässiger KI-Auswahl wartet, dürfte bis zum Ende der Beta noch Geduld brauchen. Für alle anderen bleibt es ein praktischer kleiner Recorder mit Schnittfunktion, nicht mehr und nicht weniger.
Ein ehrlicher Zwischenstand
Die Software macht das, was sie verspricht, bislang nur teilweise. In Counter-Strike 2 liefert die KI-Auswahl eher durchwachsene Ergebnisse, während das manuelle Aufnehmen und Schneiden solide funktioniert. Logitech selbst spricht von einer Beta und deutet damit an, dass hier noch nachgebessert wird. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, bekommt ein kostenloses Extra für den G HUB. Wer auf die volle KI-Erfahrung hofft, sollte die nächsten Updates abwarten.