Ein Albtraum für schwache Nerven
Der neue Gameplay-Trailer zu Hellraiser: Revival bestätigt die Ausrichtung des verantwortlichen Entwicklerstudios Necrotic Arts. Nach den eher durchwachsenen Kritiken zu ihrem letzten Titel Sanguine Echoes (2021) setzt das Team nun auf eine engere Lizenzbindung an die Vorlage von Clive Barker.
Die visuelle Gestaltung orientiert sich an der Ästhetik des 1987er Originals von Regisseur Barker, statt die glatte CGI-Optik der späteren Direct-to-Video-Nachfolger zu kopieren. Die Entwickler nutzen die Unreal Engine 5, um den Kontrast zwischen steriler Architektur und organischem Horror zu verschärfen.
Was der Trailer offenbart
Die gezeigten Szenen konzentrieren sich auf das Kerngeschäft des Survival-Horrors. Spieler müssen sich durch klaustrophobische Umgebungen bewegen, in denen die Cenobiten als unbesiegbare Jäger fungieren.
- Die Texturen der Fleisch- und Metalloberflächen basieren auf photogrammetrischen Scans von echtem Tierkadaver-Material und Industriegussformen.
- Lichteffekte nutzen Lumen, um die grotesken Details der Kostüme von Pinhead und seiner Gefolgschaft präzise in Szene zu setzen.
- Das Sounddesign entstand in Zusammenarbeit mit dem Tonstudio Dark Ambient Soundscapes, das bereits für die atmosphärische Untermalung in Amnesia: The Bunker verantwortlich war.
Das Franchise hat eine lange Durststrecke hinter sich, nachdem Titel wie Hellraiser: Hellseeker (2002) oder das 2022 erschienene Hellraiser-Reboot von David Bruckner gemischte Reaktionen hervorriefen. Als Videospiel trat die Marke zuletzt 1990 mit Hellraiser auf dem Commodore 64 in Erscheinung, ein Projekt, das spielerisch kaum Relevanz besaß.
Fokus auf das Überleben
In Hellraiser: Revival ist direkte Konfrontation meist das Todesurteil. Die Mechaniken erzwingen ein langsames Tempo, da die Steuerung des Protagonisten durch eine physische Erschöpfungsanzeige limitiert wird.
- Ressourcen wie Heilmittel oder Ablenkungsgegenstände sind in der Spielwelt streng limitiert.
- Rätsel basieren auf den ikonischen Lament Configuration Würfeln, die komplexe mathematische Sequenzen erfordern, um Tore in andere Dimensionen kurzzeitig zu schließen.
- Jeder Fehler führt zu einer blutigen Animation, die sich stark an den praktischen Effekten von Stan Winston orientiert.
Der Vergleich zu aktuellen Titeln wie Alien: Isolation oder Resident Evil 7 liegt nahe, da das Spiel den Fokus auf die Wehrlosigkeit legt. Während Dead by Daylight die Cenobiten als spielbare Killer integrierte, wählt Necrotic Arts einen solitären Horror-Ansatz, der den Spieler isoliert.
Technische Beobachtungen
Die Engine fängt den dreckigen Look der Filmreihe ein. Besonders die Interaktion zwischen den scharfen Haken und der Umgebung hinterlässt einen Eindruck, der über bloße Schockeffekte hinausgeht.
- Die Kameraführung bleibt eng am Charakter, was das Sichtfeld auf 85 Grad begrenzt und die Orientierung in dunklen Räumen erschwert.
- Das Spiel unterstützt Raytracing für die Reflexionen in den spiegelnden Oberflächen der Cenobiten-Werkzeuge.
- Die Ladezeiten wurden durch das DirectStorage-Verfahren für PC und Konsolen optimiert, um keine Unterbrechungen in den Sequenzen zu provozieren.
Das Spiel erscheint für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X. Aktuell befindet sich Hellraiser: Revival im sogenannten Beta-Status, wobei das Studio das Ziel eines Veröffentlichungstermins im vierten Quartal 2025 verfolgt. Die Finanzierung des Projekts stemmt der Publisher Horror Interactive, der seit 2019 verstärkt in Lizenzen aus den 80er-Jahren investiert.