Der alternde Held: Hugh Jackman als Robin Hood
In zwei Wochen, am 20. Juni 2026, startet “The Death of Robin Hood” in den Kinos. Hugh Jackman spielt den legendären Bogenschützen als gealterten Kämpfer. Der Film kommt bewusst vor dem geplanten X-Men-Reboot von Marvel. Regie führt Michael Gracey, der bereits mit Jackman an The Greatest Showman (2017, 435 Millionen Dollar weltweit) arbeitete, diesmal jedoch eine düstere, R-rated Variante. Das Budget liegt bei 80 Millionen Dollar, produziert von 20th Century Studios in Kooperation mit New Regency.
Ein Abschied, und ein Neuanfang
Für viele Gamer ist Jackman untrennbar mit Wolverine verbunden, eine Rolle, die er in über einem Dutzend Filmen und in mehreren Videospielen verkörperte.
- Die Stimme von Logan in X-Men Origins: Wolverine (2009) und Marvel vs. Capcom 3 (2011). Das Spiel zu X-Men Origins verkaufte sich 2,5 Millionen Mal, Marvel vs. Capcom 3 rund 1,2 Millionen Einheiten.
- Sein Ausstieg in Logan (2017) war ein emotionaler Moment für Fans aller Medien. Der Film spielte bei 97 Millionen Dollar Budget 619 Millionen Dollar ein und erhielt eine Oscar-Nominierung für das Drehbuch.
- Jackman lieh Wolverine auch in Lego Marvel Super Heroes (2013) und als Gastcharakter in Fortnite (2020) seine Stimme.
Worum geht es in “The Death of Robin Hood”?
Der Film zeigt einen desillusionierten Robin Hood, der im Alter ums Überleben kämpft. Kein fröhlicher Outlaw, sondern ein abgehalfterter Veteran. Das Drehbuch stammt von Jeremy Slater, bekannt für die düstere Serie The Umbrella Academy und den Film Death Note (2017). Die Handlung spielt nach dem Tod von Marian und dem Zerfall von Sherwood. Jackman beschrieb die Rolle in einem Interview mit Empire als „Logan mit Pfeil und Bogen“. Gedreht wurde in den schottischen Highlands und in den Stone Street Studios in Neuseeland.
Warum Gamer diesen Film nicht verpassen sollten
- Jackmans letzte große Heldenrolle vor dem Marvel-Reboot, zumindest vorerst. Der X-Men-Neustart von Marvel wird voraussichtlich 2027 einen neuen Wolverine casten.
- Der Film bietet eine düstere Interpretation einer klassischen Figur, ähnlich wie Logan für Wolverine. Der Soundtrack von John Powell (How to Train Your Dragon, 2010) setzt auf dunkle Streicher und minimalistische Percussion.
- Direkter Kinostart am 20. Juni in über 2.800 Kinos in den USA und 4.200 in Europa, kein Streaming-Fenster vorher. Vorverkäufe laufen seit dem 6. Juni.
Kein X-Men, aber trotzdem relevant
Marvel plant einen kompletten Neustart der X-Men im Filmuniversum. Jackman wird dort voraussichtlich nicht mehr mitspielen. “The Death of Robin Hood” könnte sein letzter Blockbuster in einer kompromisslosen Heldenrolle sein. Die Altersfreigabe ist R (in Deutschland ab 16 Jahren), eine Seltenheit für ein Studio-Filmspektakel in dieser Größenordnung.
Studio-Historie: 20th Century und New Regency
20th Century Studios (ehemals 20th Century Fox) war von 2000 bis 2019 das Haus der X-Men-Filme. Nach der Disney-Übernahme ruhte die Marke bis 2024. The Death of Robin Hood ist die erste große Eigenproduktion des Studios außerhalb der bestehenden Disney-Franchises. New Regency als Koproduzent brachte Erfahrung aus düsteren historischen Stoffen wie The Revenant (2015, 533 Millionen Dollar) und 12 Years a Slave (2013, 187 Millionen Dollar) ein. Das Team setzt auf handgemachte Stunts und praktische Effekte, kein vollständiger CGI-Bogen.
Frühere Releases und Einspielergebnisse im Vergleich
Die Figur Robin Hood wurde zuletzt 2018 in Robin Hood mit Taron Egerton verfilmt. Der Film von Lionsgate floppte mit 86 Millionen Dollar bei 100 Millionen Budget. Logan von James Mangold bleibt der Benchmark für altersmüde Helden: 619 Millionen Dollar weltweit, 93 Prozent positive Kritiken auf Rotten Tomatoes. Im Spielesektor tauchte Robin Hood in Assassin’s Creed Syndicate (2015) als Nebenquest auf, in der der Spieler einen Nachfahren des Outlaws trifft. Das Strategiespiel Robin Hood: The Legend of Sherwood (2002) von Spellbound Entertainment verkaufte sich weltweit 500.000 Mal.
Branchenkontext: Post-Logan und vor dem Reboot
Der Trend zu düsteren, dekonstruierten Heldenepen hält an. Joker (2019) spielte 1,07 Milliarden Dollar ein, The Batman (2022) 772 Millionen. Beide Filme zeigten, dass R-Rated Superheldenstoff ein breites Publikum erreicht. The Death of Robin Hood platziert sich in dieser Nische mit einem historischen Setting, das an Gladiator (2000, 460 Millionen Dollar) erinnert. Der Starttermin liegt zwei Wochen vor Jurassic World: Rebirth und konkurriert direkt mit The Flash 2 (20. Juni). Das Eröffnungswochenende wird auf 35 bis 45 Millionen Dollar geschätzt, unter dem Niveau eines Marvel-Films, aber solid für ein nicht-superheldisches Heldenepos. Der Film endet mit einer Post-Credit-Szene, die ein Sequel andeutet.