HUNGER ist ein Extraction-RPG des Studios GOOD FUN CORPORATION, das laut Ankündigung auf erzwungene Gear- oder Charakter-Wipes verzichten will. Stattdessen sollen Spielerinnen und Spieler ihre Fortschritte dauerhaft behalten. Das Spiel kombiniert PvPvE-Gefechte mit Rollenspiel-Systemen wie Quests, Crafting und langfristigen Skillbäumen. Es ist für PC/Windows auf Steam und im Epic Games Store gelistet.
Die Systeme im Überblick
- Sechs Heldencharaktere stehen zur Auswahl, jeder mit drei eigenen Fähigkeiten, die bis Level 9 freigeschaltet werden.
- Ab Level 10 bis 100 sammeln Spieler Mastery-Punkte für passive Skilltree-Verbesserungen.
- Zwei Berufe pro Charakter sind wählbar, die sich mit Ressourcen aus Expeditionen leveln lassen.
- Permanenter Besitz von Waffen, Rüstung und Währung soll auch nach Pausen oder Pechsträhnen erhalten bleiben.
Mastery statt roher Kraft
Die Mastery-Punkte bringen keine direkten Werte-Boni wie mehr Schaden oder Lebenspunkte, sondern passive Vorteile. Dazu zählen schnellere Wiederbelebungen, mehr Munition in Containern oder das Nachladen im Sprint. Spieler können ihre Punkte in Richtungen wie Nahkampf, Fernkampf, Handwerk oder Überleben verteilen. Die Kombination erlaubt unterschiedliche Spielstile, ohne dass ein Build den anderen dominiert. Da die Freischaltungen dauerhaft bleiben, bekommt jeder investierte Punkt spürbares Gewicht.
Berufe als langfristige Investition
Das Berufssystem erinnert an klassische MMORPGs. Zwei Berufe pro Charakter sind das Maximum, was die Wahl zu einer echten Entscheidung macht. Über Expeditionen gesammelte Ressourcen fließen in Verbrauchsgüter, Rüstung oder Waffen. Wer sich auf Handwerk spezialisiert, kann seinen Charakter unabhängiger von Loot-Glück machen. Die leveled Berufe bleiben ebenfalls bestehen, was den Aufbau über Monate oder Jahre belohnt.
Wer hinter Hunger steckt
GOOD FUN CORPORATION wurde von Max Rea gegründet, dem ehemaligen CEO von Black Matter, dem ursprünglichen Entwickler von Hell Let Loose. Hunger ist ein eigenständiges Projekt und kein Teil einer bestehenden Reihe, der Bezug zu Hell Let Loose ergibt sich nur aus der Studio-Historie. Entwickler und Publisher sind identisch, das Studio vermarktet das Spiel also in eigener Regie. Ein direkter Vorgänger ist nicht bestätigt.
Branchenkontext: Wipes als Streitpunkt
Extraction-Shooter wie Dark and Darker oder Marathon setzen häufig auf saisonale Wipes, die alle paar Monate den Fortschritt zurücksetzen. Das hält die Wirtschaft im Spiel im Fluss, stößt aber bei Spielern auf Widerstand, die langsamer vorankommen. Hunger positioniert sich bewusst gegen dieses Modell. Wie das Studio langfristig mit zu reichen oder zu mächtigen Charakteren umgehen will, ist noch offen. Eine konkrete Antwort darauf steht aus.
Setting und Release-Planung
Hunger spielt in einem von der Pest verwüsteten Europa zur Zeit der Napoleonischen Kriege. Die Gefechte kombinieren Musketen mit Nahkampfwaffen, dazu kommt eine soziale Hub-Welt mit Questgebern und Händlern. Der Early-Access-Start ist für 2026 geplant, ein genaues Datum nennt das Studio bislang nicht. Der Preis ist ebenfalls nicht bestätigt. Eine Konsolenfassung nach dem Early Access wird in einzelnen Berichten erwähnt, ist aber offiziell nicht bestätigt.
Spieler-Erwartungen und offene Fragen
Der Reiz liegt für RPG-Fans im Versprechen, dass jede Expedition etwas Bleibendes hinterlässt. Wer nach einer Pause zurückkehrt, soll auf ein gefülltes Lager und ausgebaute Charaktere zugreifen können. Ob Hunger dieses Versprechen zum Start einlöst, hängt auch davon ab, wie gut die Wirtschaft ohne regelmäßige Resets funktioniert. Dass Good Fun Corporation das System vor dem Early Access so prominent bewirbt, setzt die Messlatte hoch.