Eine musikalische Ankündigung
Die Entwickler von Into The Unwell, das kleine Independent-Studio Neon Quill, bestätigten die Veröffentlichung der 1.0-Version für den 15. November. Statt einer formellen Pressemitteilung veröffentlichte das Team ein Video, in dem der Lead Designer die Abschiedsnoten aus der Early Access-Phase singt.
Dieses Vorgehen spiegelt den humorvollen Ton wider, den das Spiel seit seiner ersten Kampagne auf Kickstarter im Jahr 2022 pflegt. Damals sammelte das Team rund 85.000 Euro von 2.100 Unterstützern ein.
Was Spieler erwartet
Die finale Version von Into The Unwell enthält fünf neue Bosse sowie zwei zusätzliche Gebiete, die in der Beta-Version von Testern als „zu schwer“ eingestuft wurden. Der Schwierigkeitsgrad orientiert sich an Titeln wie Cuphead (2017) oder Hollow Knight, wobei der Fokus auf dem Auswendiglernen von Gegner-Mustern liegt.
- Release-Datum: 15. November für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S.
- Die Portierungen wurden von Bit-by-Bit Studios unterstützt, da Neon Quill selbst nur aus sechs Kernentwicklern besteht.
- Spieler, die bereits die Early Access-Fassung auf Steam besitzen, erhalten das Update automatisch und kostenfrei.
Design und Inspirationen
Das visuelle Design nutzt die „Rubber Hose“-Animationstechnik, welche durch Produktionen der Fleischer Studios (Popeye, Betty Boop) in den 1930er Jahren geprägt wurde. Während Cuphead den Fokus auf Run-and-Gun-Mechaniken legte, setzt Into The Unwell auf ein metroidvania-artiges Leveldesign mit verstärktem Fokus auf vertikales Plattform-Springen.
- Die Hintergründe bestehen aus digital kolorierten Aquarellzeichnungen, die die Textur von altem Zelluloid imitieren.
- Der Komponist Julian Vane integrierte für die Bosskämpfe Jazz-Arrangements, die ihr Tempo an die Angriffsfrequenz der Gegner anpassen.
- Die Engine wurde für die finale Version von Unity auf die neueste LTS-Version migriert, um Framerate-Einbrüche bei hoher Sprite-Dichte zu vermeiden.
Studio-Historie und Branchenkontext
Das Studio Neon Quill wurde 2020 von ehemaligen Mitarbeitern von Daedalic Entertainment gegründet, die nach der Umstrukturierung des Hamburger Studios neue Wege suchten. Ihr erstes Projekt war das Point-and-Click-Spiel The Whispering Ink, das 2021 zwar gute Kritiken erhielt, aber kommerziell unter den Erwartungen blieb.
- Mit Into The Unwell wechselte das Team das Genre komplett, um die technische Hürde der direkten Charaktersteuerung zu meistern.
- Das Budget für Into The Unwell beläuft sich auf geschätzte 300.000 Euro, inklusive öffentlicher Fördergelder des FilmFernsehFonds Bayern.
- Im Vergleich: Cuphead kostete in der Produktion knapp 2 Millionen US-Dollar und verkaufte sich über 10 Millionen Mal.
Kurioser Nebenschauplatz
Zeitgleich zum Release-Termin von Into The Unwell diskutieren Foren wie ResetEra über die Rolle von stummen Protagonisten in modernen Rollenspielen, angestoßen durch den aktuellen Status des KOTOR-Remakes. Die Spieler befürchten, dass eine Sprachausgabe für den Charakter Revan den Rollenspiel-Aspekt schwächen könnte.
- Die Debatte dreht sich um die Frage, ob eine Vertonung die Identifikation mit dem Charakter einschränkt.
- Aktuelle Daten aus dem Steam-Forum zeigen, dass 68 Prozent der aktiven Nutzer bei RPGs die Text-Option bevorzugen.
- Ein offizielles Statement zu den RPG-Systemen des KOTOR-Remakes fehlt weiterhin, obwohl der Titel seit 2021 in Entwicklung ist.
Die Konsolen-Versionen von Into The Unwell wurden bereits von der USK geprüft und erhielten eine Freigabe ab 12 Jahren. Der Soundtrack erscheint am Releasetag auf Spotify sowie Apple Music und umfasst 24 exklusive Titel.