Die Schatten von Gotham ziehen sich zusammen
Regisseur Matt Reeves hält die Details zum Drehbuch von The Batman 2 unter Verschluss. Seit dem Kinostart des ersten Teils im März 2022 arbeitet der Filmemacher gemeinsam mit Mattson Tomlin am Skript für das Sequel.
Warner Bros. Discovery hat das Projekt offiziell für den Oktober 2026 terminiert. Der Fokus liegt intern auf der Konsistenz der düsteren Welt, die Reeves als isoliertes "Elseworlds"-Universum außerhalb der Hauptkontinuität von James Gunn und Peter Safran etabliert hat.
Wer ist der nächste Schurke?
Die Fan-Community spekuliert über eine tragende Rolle für Barry Keoghan, der im ersten Film als namenloser Häftling in der Arkham Asylum-Sequenz auftrat. Diese Szene wurde nach der Kinopremiere offiziell als gelöschtes Material veröffentlicht und zeigt eine Interaktion zwischen Batman und einem bereits durch Narben gezeichneten Joker.
Indizien für seine Rückkehr stützen sich auf folgende Punkte:
- Das Masken- und Prothesen-Design stammte von Mike Marino, der für die Verwandlung von Colin Farrell in den Pinguin verantwortlich war.
- Keoghan erwähnte in Interviews für sein Projekt Saltburn, dass er "sehr gerne" in die Rolle zurückkehren würde, sofern das Studio ihn anfragt.
- Im Gegensatz zu anderen Schurken-Adaptionen verzichtete Reeves darauf, den Joker als zentralen Antagonisten des ersten Teils zu nutzen, um die Origin-Story des Pinguins und des Riddlers nicht zu überlagern.
Was wir bisher wissen
Warner Bros. verfolgt bei der Vermarktung von The Batman eine Strategie, die den Fokus auf die Krimi-Elemente und die Detektivarbeit legt. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von etwa 772 Millionen US-Dollar bei einem geschätzten Budget von 185 bis 200 Millionen US-Dollar gilt der Erstling als finanzieller Erfolg für das Studio.
Innerhalb des Produktionsumfelds existieren klare Leitplanken für die Besetzung:
- Die Serie The Penguin, die als Brücke zwischen den beiden Filmen fungiert, belegt die Absicht von Reeves, die Unterwelt von Gotham detailliert auszubauen.
- Robert Pattinson als Bruce Wayne bleibt das Zentrum der Produktion, wobei die Vertragslage eine Trilogie vorsieht.
- Das Studio prüft derzeit, ob Charaktere wie Hush oder Clayface narrativ in das realistische Setting passen, ohne die Bodenhaftung an die Comic-Wurzeln zu verlieren.
Eine düstere Prognose für Gotham
Die Historie von Warner Bros. zeigt, dass die Wahl des Antagonisten meist strategisch erfolgt. Während Christopher Nolan in seiner Dark Knight-Trilogie den Joker als anarchisches Gegengewicht zu seinem moralisch gefestigten Batman einsetzte, agiert der Batman von Pattinson in einer frühen, instabileren Phase seiner Laufbahn.
Vergleichbare Produktionen verdeutlichen die vorsichtige Planung des Studios:
- Joker (2019) von Todd Phillips operierte mit einem Budget von nur 55 Millionen US-Dollar und einem Fokus auf Charakterstudien, was einen starken Kontrast zu den bisherigen Blockbuster-Modellen darstellt.
- The Batman 2 muss sich gegen die Erwartungen an den klassischen "Comic-Look" wehren, da Reeves den Grundton eines Neo-Noir-Krimis beibehalten will.
Die Produktionsnotizen deuten darauf hin, dass die Dreharbeiten in den Warner Bros. Studios, Leavesden im Laufe des Jahres 2025 starten. Ob Barry Keoghan dabei vor der Kamera steht, bleibt eine offene Variable in der Budgetplanung des Studios.