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Kojima-Aus und Wolverine-Kritik: PlayStations Zukunft war nie düsterer
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Kojima-Aus und Wolverine-Kritik: PlayStations Zukunft war nie düsterer

Sony verliert mit Kojima Productions einen seiner profiliertesten Partner, während Marvel's Wolverine die Erwartungen nicht erfüllt. Eine Bestandsaufnahme der schwächsten PlayStation-Generation.

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Dennis Adam
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PlayStations Zukunft steht unter Druck

Die laufende Konsolengeneration verläuft für Sony schlechter als jede vorherige. Zwei Meldungen der vergangenen Wochen bringen das auf den Punkt: die Trennung von Hideo Kojima und die schwachen Kritiken für Marvel’s Wolverine. Beide Themen treffen dieselbe Baustelle, nämlich das Vertrauen in die Exklusivtitel. Über Jahre hatte sich die Marke PlayStation genau darüber definiert. Jetzt bröselt dieses Fundament an mehreren Stellen gleichzeitig.

Die Trennung von Kojima Productions

  • Kojima Productions und Sony gehen laut den vorliegenden Informationen getrennte Wege.
  • Damit verliert die Plattform einen Partner, dessen Name allein Kaufargumente geliefert hat.
  • Die Zusammenarbeit reicht bis zur PS4-Ära zurück und umfasste mehrere exklusive Projekte.
  • Eine offizielle Begründung für das Ende der Partnerschaft liegt bislang nicht vor.
  • Für Spieler bedeutet das vor allem eines: Der nächste Kojima-Titel erscheint nicht zwingend auf PlayStation.

Marvel’s Wolverine und die Rezensionen

Marvel’s Wolverine sollte das Zugpferd einer ganzen Konsolengeneration werden. Stattdessen fällt das Spiel bei der Kritik durch, und zwar deutlich. Das wiegt schwerer als bei einem beliebigen anderen Titel, weil Wolverine über Jahre als Systemseller kommuniziert wurde. Wer sich eine PS5 vor allem wegen dieses Spiels gekauft hat, schaut jetzt in die Röhre. Für Sony ist das ein doppeltes Problem: finanziell und beim Ruf.

Insomniac Games: Vom Spyro-Studio zur Blockbuster-Schmiede

  • Gegründet wurde Insomniac Games von Ted Price, lange bevor Sony das Studio übernahm.
  • Mit Spyro the Dragon begann Ende der Neunziger der Aufstieg im Plattform-Genre.
  • Ratchet & Clank etablierte das Studio ab 2002 als feste PlayStation-Größe.
  • Mit Resistance versuchte man sich später an einem eigenen Shooter-Franchise.
  • Der Durchbruch in neue Dimensionen kam mit Marvel’s Spider-Man, das zum erfolgreichsten Superheldenspiel seiner Zeit wurde.

Genau diese Erfolgsgeschichte macht die Wolverine-Kritiken so brisant. Insomniac galt über Jahre als verlässlichster Lieferant von Qualität im Sony-Kosmos. Wenn selbst dieses Studio ins Straucheln gerät, fehlt der letzte sichere Anker.

Kojima Productions und die Vorgeschichte

Hideo Kojima prägte bei Konami über Jahrzehnte die Metal Gear Solid-Reihe, bevor er das Unternehmen 2015 verließ. Aus dem Bruch entstand Kojima Productions, das mit Death Stranding ein ungewöhnliches, polarisierendes Erstlingswerk ablieferte. Später folgte der zweite Teil, der die eigenwillige Spielidee weiterführte. Der Name Kojima steht bis heute für Autorenspiele mit Wiedererkennungswert. Ein solcher Partner ist für eine Plattform schwer zu ersetzen, weil er nicht durch ein beliebiges Studio kopiert werden kann.

Weitere Baustellen der Generation

  • Die PS5 startete in eine Phase, in der Konsolen monatelang kaum verfügbar waren.
  • Mehrere angekündigte Live-Service-Projekte wurden eingestellt oder nie veröffentlicht.
  • Preiserhöhungen bei Hardware, Abo und Spielen sorgten wiederholt für Unmut.
  • Der Output an großen Singleplayer-Exklusivtiteln blieb hinter früheren Generationen zurück.
  • Remaster und Ports füllten Lücken, die eigentlich neue Spiele hätten schließen sollen.

Wie sich das im Vergleich zu früheren Generationen einordnet

Die PS3 startete teuer und holprig, holte aber mit einer starken Spätphase auf. Die PS4 lieferte dagegen von Beginn an eine dichte Folge großer Exklusivtitel. An dieser Messlatte wird die aktuelle Generation gemessen, und sie verliert. Zwar laufen Multititel auf der PS5 technisch ordentlich, doch das Alleinstellungsmerkmal bröckelt. Genau das war über Jahre das Verkaufsargument Nummer eins.

Was das für Spieler bedeutet

  • Die Wartezeit auf den nächsten großen Systemseller wird länger.
  • Ein Kojima-Spiel könnte künftig auf mehreren Plattformen oder ganz woanders erscheinen.
  • Wer eine Konsole wegen eines einzelnen angekündigten Titels kauft, geht ein höheres Risiko ein.
  • Der Druck auf Sony wächst, angekündigte Projekte auch tatsächlich abzuliefern.
  • Die Marke verliert an Strahlkraft, die sie sich über zwei Generationen aufgebaut hat.

Sony hat in dieser Generation mehr angekündigt als gehalten. Die Trennung von Kojima und der Fehlschlag von Marvel’s Wolverine sind keine Ausrutscher, sondern zwei sichtbare Symptome desselben Problems. Wer heute eine PlayStation kauft, kauft sie seltener für ein bestimmtes Spiel und häufiger für die Hoffnung auf eines.

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