Friedhof der Kuscheltiere: Ein Horrorklassiker wird kostenlos
Pluto TV hat den Kultfilm Pet Sematary von Stephen King ins Programm aufgenommen. Das Besondere: King selbst verfasste das Drehbuch zu dieser Verfilmung seines eigenen Romans.
Der Streifen aus dem Jahr 1989 verbindet echten Horror mit herrlich überzogenen Momenten. Eine perfekte Mischung aus Gänsehaut und Schmunzeln, ideal für einen gemütlichen Gruselabend.
Produktion und Hintergrund
Regisseurin Mary Lambert hatte vor Pet Sematary vor allem Musikvideos gedreht, unter anderem für Madonna („Like a Prayer“) und Sting. Paramount Pictures gab dem Projekt ein Budget von 11,5 Millionen US-Dollar.
Der Roman war Kings literarischer Durchbruch in Sachen okkulter Horror, erschienen 1983. King selbst schrieb das Drehbuch, weil er mit früheren Verfilmungen seiner Werke unzufrieden war. Er wollte die Themen Trauer, Verlust und die Grenzen der Liebe genauer fassen.
- Drehort: Bangor, Maine, Kings Heimatstadt
- Premiere: April 1989 in den USA
- Deutsche Synchronfassung mit Joachim Kerzel als Dr. Louis Creed
Was macht den Film so besonders?
- Stephen Kings Handschrift: Er adaptierte persönlich seinen Bestseller, was dem Film eine authentische, düstere Note verleiht.
- Zombies mit Stil: Pet Sematary ist mehr als nur ein typischer Zombiefilm, er fragt, wie weit man für die Wiederbelebung geliebter Wesen gehen würde.
- 90er-Jahre-Flair: Der Look und die Effekte sind herrlich retro, genau wie alte Horror-Games aus derselben Ära.
Wer Resident Evil oder The Last of Us mag, wird hier die filmische Urversion des „totes Tier kommt zurück“-Tropes finden. Nur ohne Kräuter und Munition.
Franchise und frühere Releases
Der Film startete 1989 mit einem Einspielergebnis von 57,5 Millionen US-Dollar weltweit, das Fünffache des Budgets. Ein Kritiker-Konsens auf Rotten Tomatoes: 47 Prozent, beim Publikum immerhin 66 Prozent. Die Fortsetzung Pet Sematary II (1992) kam ohne King-Beteiligung und floppte: nur 17 Prozent bei Rotten Tomatoes, Einspiel 17 Millionen Dollar.
2019 brachte Paramount ein Remake unter der Regie von Kevin Kölsch und Dennis Widmyer heraus. Mit Jason Clarke und John Lithgow. Budget: 21 Millionen Dollar, Einspiel: 113 Millionen. Die Kritiken waren gemischt (57 Prozent), aber das Publikum bewertete ähnlich wie beim Original (68 Prozent).
- 2023 erschien die Prequel-Adaption Pet Sematary: Bloodlines direkt auf Paramount+
- Kein Kinostart, keine King-Beteiligung am Drehbuch
- Rotten Tomatoes: 24 Prozent Kritiker, 34 Prozent Publikum
Branchenkontext: Pluto TV im Streaming-Markt
Pluto TV ist ein werbefinanzierter Free-TV-Streaming-Dienst (FAST). Seit 2014 aktiv und seit 2019 Teil von Paramount Global. Der Dienst hat über 80 Millionen monatliche Nutzer weltweit (Stand 2023).
Im Vergleich zu Netflix oder Amazon Prime setzt Pluto TV auf lineare Kanäle und On-Demand-Inhalte ohne Abo. Der Katalog besteht aus Lizenzfilmen älterer Studios und Paramount-eigenem Material. Pet Sematary ist dort ein Dauerbrenner im Horror-Kanal.
- Keine Konkurrenz zu aktuellen Blockbustern, aber Nische für Klassiker
- Werbeunterbrechungen: etwa 8 Minuten pro Stunde
- Verfügbarkeit: Deutschland, Österreich, Schweiz, USA, UK, Frankreich, Spanien, Italien
Wo und wie kann ich den Film sehen?
Pluto TV ist ein werbefinanzierter Streaming-Dienst. Du brauchst kein Abo, nur einen kostenlosen Account und Internet. Der Film steht auf Abruf bereit, such einfach nach „Pet Sematary“ im Katalog.
Keine versteckten Kosten, keine Testphase. Einfach einschalten und die Schrecken von Ludlow, Maine genießen.
Fazit: Kostenloser King für Zwischendurch
Pet Sematary ist ein Stück Filmgeschichte, das man gesehen haben sollte. Dass es jetzt gratis verfügbar ist, macht die Sache noch besser.
Ob als Einstieg in Kings Werk oder als nostalgischer Trip, der Film bietet genau das, was der Titel verspricht: einen Friedhof für Kuscheltiere und die Fragen, die daran hängen.
2019 nahm das American Film Institute den Film nicht auf, doch das Original bleibt ein Referenzpunkt für jede Debatte über die beste Stephen-King-Verfilmung.