Die vage Hoffnung auf 2028
Der neue Business-Chef von Saber Interactive äußerte sich kürzlich zur Zukunft des Star Wars: Knights of the Old Republic Remake. Er nannte das Jahr 2028 als Zeitraum für eine mögliche Veröffentlichung.
Diese Aussage bleibt eine allgemeine Einschätzung ohne offizielle Bestätigung durch den Lizenzgeber Disney oder den Publisher Embracer Group. Es existieren bisher keine verbindlichen Etappenpläne oder gesicherte Meilensteine für das Projekt.
Studio-Historie und Kompetenzen
Saber Interactive agierte lange Zeit primär als Support-Studio für große Produktionen. Das Unternehmen entwickelte unter anderem Portierungen für The Witcher 3: Wild Hunt auf der Nintendo Switch und unterstützte bei Halo: The Master Chief Collection.
- Das Studio zeichnet für Eigenentwicklungen wie World War Z und SnowRunner verantwortlich.
- Im März 2024 löste sich Saber Interactive durch einen Management-Buyout aus der Embracer Group.
- Das Unternehmen beschäftigt heute über 2.000 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten weltweit.
Das Erbe der Marke
Das ursprüngliche Star Wars: Knights of the Old Republic erschien 2003 für die Xbox und den PC. BioWare entwickelte den Titel, der als einer der ersten Rollenspiel-Umsetzungen im Star Wars-Universum Maßstäbe hinsichtlich der moralischen Entscheidungsfreiheit setzte.
- Der Nachfolger Star Wars Knights of the Old Republic II: The Sith Lords folgte 2004 durch Obsidian Entertainment.
- LucasArts fungierte damals als Publisher, bevor die Marke später unter Electronic Arts mit Star Wars: The Old Republic als MMORPG weitergeführt wurde.
- Die Fangemeinde verknüpft mit dem Remake die Erwartung einer grafischen Modernisierung auf Basis der Unreal Engine 5.
Fakten zur aktuellen Lage
- Das KOTOR Remake durchlief seit der ersten Ankündigung im Jahr 2021 turbulente Phasen.
- Zunächst lag die Entwicklung bei Aspyr Media, einem Studio, das sich auf Portierungen älterer Titel spezialisiert hat.
- Nach einer internen Demo-Präsentation stoppte die Embracer Group das Projekt zunächst, bevor die Zuständigkeit zu Saber Interactive wechselte.
- Die öffentliche Kommunikation zu dem Titel beschränkt sich auf vage Vermutungen der Unternehmensführung.
- Offizielle Ankündigungen zu einem festen Release-Datum fehlen bisher komplett.
Branchenkontext und Vergleichswerte
Die Entwicklung auf Basis einer fremden Lizenz unterliegt strengen Auflagen durch Lucasfilm Games. Vergleichbare Großprojekte wie das Final Fantasy VII Remake von Square Enix benötigten etwa fünf Jahre reine Produktionszeit.
- Square Enix teilte die Veröffentlichung von Final Fantasy VII in mehrere Episoden auf, um den Entwicklungsaufwand zu bewältigen.
- Saber Interactive muss bei einem Remake dieses Umfangs den Spagat zwischen technischer Erneuerung und der Erhaltung der ursprünglichen Skript-Struktur meistern.
- Die aktuelle Phase bei Saber Interactive deutet auf eine Neuordnung der internen Ressourcen nach der Loslösung von Embracer hin.
Einschätzung zu den Aussagen
Die Angabe des Jahres 2028 ist als vorsichtige Prognose einzustufen. Da keine vertraglich bindenden Zeitpläne öffentlich vorliegen, bleibt Raum für weitere Verzögerungen.
- Der Begriff „hoffentlich“ verdeutlicht das Fehlen eines finalisierten Produktionsplans.
- Der Prozess vom Konzept zur spielbaren Version verschlingt bei Titeln dieser Größenordnung oft mehr Zeit als ursprünglich kalkuliert.
- Zwischen dem 16. Juli 2026 und dem genannten Jahr 2028 liegen zwei Jahre, in denen das Projekt weiterhin auf seine finale Validierung durch die Rechteinhaber warten muss.
Derzeit arbeitet Saber Interactive parallel an Projekten wie Warhammer 40.000: Space Marine 2. Die Kapazitäten für ein Star Wars-Projekt dieser Komplexität konkurrieren intern mit diesen laufenden Produktionszyklen.