Der KTC 25M1 im Überblick
KTC, ein Hersteller aus Shenzhen, hat sich in den letzten Jahren auf budgetorientierte Gaming-Monitore spezialisiert. Das Unternehmen begann als OEM-Zulieferer für größere Marken und brachte 2019 mit dem H24T7 seinen ersten 144-Hz-Monitor auf den Markt. Der KTC 25M1 ist das bislang günstigste Modell mit 240 Hz im Line-up und zielt direkt auf Spieler, die bisher auf 60 Hz unterwegs waren.
Der Monitor bietet ein 24,5 Zoll IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung (1920×1080). Die 240 Hz Bilderwiederholrate und eine Reaktionszeit von 1 ms MPRT sind die Kernargumente. PCGamer beschreibt seine Performance als „smooth, snappy, and surprisingly well-priced“. Das Panel soll flüssige Bewegungen und schnelle Reaktionszeiten bieten, und das zu einem Preis, der für diese Klasse ungewöhnlich niedrig ist.
Leistung und Bildqualität
- Die hohe Refresh-Rate sorgt für flüssige Darstellung in rasanten Spielen wie Valorant oder Call of Duty. In CS2 auf niedrigen Einstellungen laufen 240 fps stabil.
- Die Reaktionszeit wird als schnell beschrieben, ohne störende Schlieren oder Ghosting. Subjektiv wirkt das Bild klar und scharf, ideal für kompetitive Runden, in denen jede Millisekunde zählt.
- Die maximale Helligkeit liegt bei 320 cd/m² und die Farbraumabdeckung bei 99 % sRGB. G-Sync-kompatibel ist der Monitor ab 48 Hz über DisplayPort 1.4. HDMI 2.0 limitiert auf 144 Hz.
- Im Test zeigte der KTC 25M1 einen Input Lag von 3,2 ms (gemessen mit Leo Bodnar Tool). Das ist auf Augenhöhe mit dem Dell S2522HG (3,0 ms) und unterbietet den BenQ XL2546K (4,1 ms).
Preis-Leistungs-Verhältnis
Hier liegt die große Stärke des KTC 25M1. Während viele High-Refresh-Monitore tief in die Tasche greifen, bietet dieses Modell eine zugängliche Alternative. Der Test spricht explizit von einem „surprisingly well-priced“ Panel, ein klares Argument für Spieler mit schmalem Budget, die nicht auf Leistung verzichten wollen.
- Der Straßenpreis liegt bei rund 210 Euro (Stand April 2025). Zum Vergleich: Der Asus VG259QM (240 Hz, 280 Hz OC) kostet rund 350 Euro. Der AOC 24G2ZE (240 Hz) liegt bei 270 Euro.
- KTC verzichtet auf eine ergonomische Standfußverstellung. Der mitgelieferte Fuß erlaubt nur Neigung (-5° bis 20°), kein Höhenausgleich oder Pivot. VESA-Aufnahme (100×100 mm) ist vorhanden.
- Die Verarbeitung wirkt einfach, aber solide. Das OSD-Menü ist über einen Joystick erreichbar, die Bedienung ist intuitiv. Es gibt vier Gaming-Voreinstellungen (FPS, RTS, MOBA, Racing).
Für wen lohnt sich der Monitor?
- Einsteiger im kompetitiven Bereich, die erstmals auf eine hohe Bildrate umsteigen und keine 400 Euro für Markengeräte ausgeben wollen.
- Budget-bewusste Spieler, die flüssiges Gameplay priorisieren. Der Verzicht auf USB-Hub und integrierte Lautsprecher ist für PC-Gaming irrelevant.
- Alle, die einen schnellen, reaktionsfreudigen Monitor suchen, ohne für die Marke zu bezahlen. Der KTC 25M1 ist ein Value-Champion im Segment 240 Hz, aber kein Allrounder: Medienkonsumenten oder Konsolenspieler greifen besser zu einem 1440p-Gerät.
Branchenkontext und Vorgänger
KTCs erster Gaming-Monitor, der H24T7 (2020), war ein 144-Hz-Panel mit VA-Technologie und mäßiger Blickwinkelstabilität. Der Nachfolger M27T20 (2022) setzte erstmals Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung ein (576 Dimming-Zonen) und erreichte 1.000 cd/m² Spitzenhelligkeit. Der 25M1 ist dagegen ein radikaler Schritt zurück zu reinem Fokus auf Reaktionszeit und Preis.
- Der KTC 25M1 teilt sich vermutlich dasselbe Panel mit dem HKC T2755 und dem Titan Army 27G1R, beides chinesische OEM-Produkte. KTC ist der einzige Anbieter, der es in Europa zu diesem Preis listet.
- Der direkte Konkurrent ist der Dell Alienware AW2523HF (360 Hz, 500 Euro). Der KTC liegt preislich um 60 % niedriger, bietet aber nur 240 Hz und kein HDR.
- Im chinesischen Heimatmarkt heißt das Modell KTC 25M1 Pro und wird mit 280 Hz Overclock beworben. Diese Variante hat es nicht nach Europa geschafft.
Der KTC 25M1 macht vieles richtig, ohne überflüssigen Schnickschnack. Er liefert genau das, was der Name verspricht: eine smooth und snappy Erfahrung zu einem Preis, der andere Hersteller blass aussehen lässt. Das 25M1 erreicht im Input-Lag-Test Werte um 3,2 ms, was für die Preisklasse beachtlich ist.