Grün wie ein unreifer Apfel
Lenovo schickt seinen LOQ-Gaming-Laptop in einer frischen Optik ins Rennen. Die Farbe? Knallgrün. Der inoffizielle Spitzname: „Brat“, eine Mischung aus Frechheit und jugendlichem Übermut. Mitte Juni soll das Teil in den Regalen stehen.
Was steckt im Rucksack?
- Das LOQ ist Lenovos Antwort auf preiswerte Gaming-Hardware mit ordentlich Dampf.
- Die grüne Variante hebt sich von der üblichen schwarzen Masse ab, perfekt für alle, die beim Zocken auffallen wollen.
- Ein genaues Datenblatt liegt noch nicht vor, aber wir rechnen mit den typischen LOQ-Spezifikationen: Intel Core i5/i7 oder AMD Ryzen, dazu eine NVIDIA GeForce RTX 40er.
- Der Bildschirm dürfte mindestens 144 Hz bieten, was will man mehr für unterwegs?
Die LOQ-Serie: Herkunft und Entwicklung
Lenovo brachte die erste LOQ-Generation im März 2023 auf den Markt, als Ersatz für die IdeaPad Gaming 3-Reihe, die bis dahin die Budget-Nische bediente. Die Serie startete mit zwei Modellen: LOQ 15IRH8 und LOQ 16IRH8, beide mit Intel Core i5-13420H oder i7-13620H, optional bis zur RTX 4060. Der Einstiegspreis lag bei 799 Euro.
Das Team hinter der LOQ-Linie ist Lenovos Consumer-Gaming-Abteilung in Singapur und Peking, die auch die teurere Legion-Serie entwickelt. Legion gilt als High-End mit Alu-Gehäusen und 240-Hz-Panels, LOQ als „volle Leistung zum Sparpreis“ mit Kunststoff-Chassis. Die grüne Farbe ist ein erster Ausflug in knallige Töne, die Vorgänger kamen nur in Storm Grey und Shadow Black.
2024 folgte ein Refresh mit AMD Ryzen 7 7840HS und RTX 4070 im LOQ 16, der Preis stieg auf bis zu 1399 Euro für die Top-Konfiguration. Laut Marktforschern von IDC verkaufte Lenovo im ersten Halbjahr 2024 rund 1,2 Millionen Gaming-Notebooks weltweit, LOQ machte davon etwa 30 Prozent aus.
Retro-Touch für den Sommer
Warum grün? Vielleicht ein Tribut an die grünen Gehäuse der 90er-Jahre-PCs. Oder einfach ein Signal: Dieses Notebook will gesehen werden. Die „Brat“-Bezeichnung stammt übrigens aus einem Leak bei GamesRadar+. Dort hieß es, Lenovo bringe „Brat to your backpack“, ein kleiner Gag, der hängen bleibt.
Preis und Verfügbarkeit
- Marktstart: Mitte Juni 2025.
- Preis: Voraussichtlich zwischen 800 und 1200 Euro, je nach Konfiguration.
- Verfügbar über Lenovos eigenen Shop und große Elektronikhändler.
Konkurrenz und Marktumfeld
In der 800- bis 1200-Euro-Klasse tummeln sich Acer Nitro 16, HP Victus 16 und Dell G15. Der Nitro 16 bietet ein 165-Hz-Display und Ryzen 7 7735HS ab 899 Euro, der Victus 16 setzt auf Intel i5-13500H und RTX 3050 ab 849 Euro. Lenovos LOQ sticht durch die kräftige TDP-Auslegung hervor: Die RTX 4060 im LOQ arbeitet mit 115 Watt, während Acer und HP oft auf 95 Watt drosseln.
Die grüne Farbe ist ein Alleinstellungsmerkmal, keiner der direkten Konkurrenten liefert ein ähnlich auffälliges Gehäuse. ASUS bietet mit der TUF Gaming A15 zwar Militärgrün, aber in mattem Oliv. Das knallige „Brat“-Grün erinnert an die iMac G3-Farben von 1998 oder an den Nintendo Switch Lite in „Türkis“. Ein Risiko: Wer das Notebook in der Bibliothek aufklappt, fällt auf, aber genau das wollen die Käufer.