Ein offenes Wort aus der Chefetage
Kevin Feige, der Präsident der Marvel Studios, übernahm jüngst die Verantwortung für den schleppenden Fortschritt von Blade. Er gab zu, dass die bisherigen Versuche, das Projekt auf Kurs zu bringen, hinter den Erwartungen blieben.
Feige verwies auf die Notwendigkeit einer längeren Phase der konzeptionellen Neuausrichtung. Der Prozess gleicht nach seiner Aussage einer internen Korrekturschleife, die für die Qualität des Endprodukts nötig ist.
Die Entwicklung untersteht den Marvel Studios, einer Tochtergesellschaft der Walt Disney Company. Das Studio zeichnet seit 2008 für alle Filme des Marvel Cinematic Universe (MCU) verantwortlich, beginnend mit Iron Man.
Die Hintergründe zum Projekt
Die Verzögerungen bei Blade resultieren aus mehrfachen Wechseln im Drehbuchteam und der Regie. Ursprünglich sollte Bassam Tariq die Regie übernehmen, verließ das Projekt jedoch im Jahr 2022.
Nachfolger Yann Demange stieg im Juni 2024 ebenfalls aus dem Projekt aus. Aktuell arbeitet Eric Pearson an einer neuen Fassung des Skripts, nachdem zuvor Autoren wie Michael Green involviert waren.
- Mahershala Ali behält seine Zusage für die Hauptrolle des Eric Brooks bei.
- Der ursprüngliche Starttermin für November 2023 wurde mehrfach verschoben.
- Disney entfernte den Film offiziell aus dem Kalender für kommende Kinostarts.
Die ursprüngliche Blade-Trilogie mit Wesley Snipes in der Hauptrolle startete 1998 mit einem Budget von 45 Millionen Dollar. Der erste Teil spielte weltweit etwa 131 Millionen Dollar ein und gilt als Vorläufer des heutigen Comic-Film-Booms.
Branchenkontext und Historie
Das Blade-Projekt steht unter einem hohen Druck, da das MCU nach den kommerziellen Einbußen von The Marvels und Ant-Man and the Wasp: Quantumania unter Beobachtung steht. Der Fokus des Studios liegt nun auf einer geringeren Anzahl an Veröffentlichungen pro Jahr.
Vergleiche lassen sich zur Produktion von Deadpool & Wolverine ziehen, die ebenfalls Jahre der Planung benötigte, um den richtigen Tonfall zu treffen. Die Integration einer Figur wie Blade, die ein R-Rating (in den USA) erfordert, stellt für das auf ein breites Publikum ausgerichtete MCU eine organisatorische Herausforderung dar.
- Blade (1998): Regie Stephen Norrington, Einspielergebnis 131 Mio. $.
- Blade II (2002): Regie Guillermo del Toro, Einspielergebnis 155 Mio. $.
- Blade: Trinity (2004): Regie David S. Goyer, Einspielergebnis 128 Mio. $.
Was bedeutet das für Fans?
Die offene Kommunikation von Feige signalisiert eine Abkehr vom bisherigen aggressiven Produktionsrhythmus des Studios. Die Verantwortlichen priorisieren nun die Entwicklung stabiler Drehbücher vor dem Einhalten fester Startdaten.
Bisher existiert kein neues Datum für den Drehbeginn oder den Kinostart. Die Produktion befindet sich in einer Phase der inhaltlichen Konsolidierung, bei der die düstere Tonalität der Vorlage mit der Struktur des MCU abgeglichen wird.
Mahershala Ali äußert sich seit Jahren geduldig über den Prozess und betont das Interesse an einer gerechten Umsetzung der Figur. Derzeit ist der Film aus dem offiziellen Zeitplan bis 2027 gestrichen.