Der nächste Einsatz steht bevor
Die Gerüchteküche um Modern Warfare 4 basiert auf internen Leaks, die eine Fortsetzung der 2019 neu gestarteten Reihe bestätigen. Entwickler Infinity Ward verantwortet seit 2003 regelmäßig die ungeraden Jahre der Serie.
- Infinity Ward hat mit Titeln wie Call of Duty 4: Modern Warfare (2007) und Modern Warfare 2 (2009) das moderne Shooter-Genre geprägt.
- Seit der Unternehmensumstrukturierung 2010 und dem Weggang der Gründer Jason West und Vince Zampella agiert das Studio als Teil von Activision Blizzard.
- Die aktuelle IW-Engine ist eine Vereinheitlichung der Technik, die seit Modern Warfare (2019) für alle Ableger, inklusive Warzone, genutzt wird.
Die Kampagne und der Multiplayer
Die Handlung knüpft an das Ende von Modern Warfare 3 an, in dem die Task Force 141 die Bedrohung durch Makarov erneut adressierte. Historisch betrachtet greift die Serie auf reale geopolitische Spannungen zurück, um ihre fiktiven Konflikte zu rahmen.
- Die Kampagne von Modern Warfare 3 (2023) erntete wegen ihrer kurzen Spielzeit und der Integration von Open-Combat-Missionen Kritik.
- Infinity Ward fokussiert sich bei diesem Ableger wieder auf lineare, skriptgesteuerte Abschnitte, um die dichte Atmosphäre der Original-Trilogie zu erreichen.
- Search and Destroy ist seit dem ersten Call of Duty Teil des kompetitiven Kerns und dient als Basis für den E-Sport-Modus der Call of Duty League.
Bewegung und Mechanik
Das Slide-Canceling kehrte nach einer kurzen Abwesenheit in Modern Warfare III (2023) zurück und soll nun verfeinert werden. Die mechanische Anpassung reagiert direkt auf den Wunsch der Community nach einem schnelleren Spielfluss.
- Die Bewegungsgeschwindigkeit wurde in den letzten Jahren durch Ausrüstungsgegenstände wie das "Lightweight Perk" oder Waffenaufsätze beeinflusst.
- Animationen für das Erklimmen von Hindernissen basieren auf dem Motion-Capturing, das Infinity Ward in ihrem Studio in Woodland Hills durchführt.
- Die Rückkehr des schnellen Movement-Systems hebt den Skill-Gap zwischen Gelegenheitsspielern und kompetitiven Nutzern an.
Fortschrittssystem und Belohnungen
Das Prestige-System, das über Jahre hinweg zugunsten eines saisonalen Battle-Pass-Modells in den Hintergrund rückte, steht vor einer Rückkehr. Spieler sollen durch Herausforderungen permanente Belohnungen erhalten, die über die saisonale Rotation hinaus Bestand haben.
- Das Waffen-Leveling bleibt an die Gunsmith-Plattform gebunden, die seit 2019 die Kompatibilität von Aufsätzen über verschiedene Waffen hinweg erlaubt.
- Tarnungen wie "Gold", "Platin" oder "Damaskus" dienen als langjährige Statussymbole innerhalb der Spielerschaft.
- Täglich wechselnde Missionen sollen die Spielerbindung erhöhen und die aktive Nutzerzahl in den umsatzschwachen Perioden zwischen den Seasons stabilisieren.
Erwartete Neuerungen
Die technische Basis bleibt die IW 9.0-Engine, die eine hohe Skalierbarkeit zwischen PlayStation 5, Xbox Series X und dem PC garantiert. Dank der SSD-Technik der aktuellen Konsolen entfallen die klassischen Ladebildschirme zwischen den Missionen.
- Call of Duty setzte 2023 über 25 Millionen Einheiten ab, was den kommerziellen Druck auf den jährlichen Veröffentlichungszyklus erklärt.
- Die Unterstützung für 120 FPS erfordert bei aktuellen Konsolen meist eine dynamische Auflösungsskalierung, um die Bildrate stabil zu halten.
- Audio-Engine-Verbesserungen zielen auf eine präzisere räumliche Darstellung von Schritten und Schüssen, die für den taktischen Spielmodus essenziell sind.
- Activision plant den Release für das vierte Quartal, um die Verkaufszahlen vor dem Ende des Geschäftsjahres zu maximieren.
Der Erfolg des Spiels hängt vor allem von der Integration in das Warzone-Ökosystem ab, da die Waffen-Balance und das Movement-System zwischen dem Hauptspiel und dem Free-to-Play-Ableger harmonieren müssen. Die Entwicklung von Modern Warfare 4 findet unter der Leitung von Infinity Ward statt, während Raven Software für die Warzone-Integration und Treyarch teils für technische Unterstützung der Engine hinzugezogen werden könnten. Letztere bereiten parallel den nächsten eigenen Serienteil vor, der dem üblichen Zwei- bis Drei-Jahres-Zyklus der Studios folgt.