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Modesty Blaise: Ein Spionage-Comic verdient eine zweite Chance
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Modesty Blaise: Ein Spionage-Comic verdient eine zweite Chance

Der britische Zeitungsstrip Modesty Blaise lief von 1963 bis 2001 und blieb in den USA fast unbekannt, 63 Jahre nach dem Start lohnt ein zweiter Blick.

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Tommes Parzl
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Ein Spionage-Comic aus britischen Zeitungen wird 63

Im Mai 1963 startete in britischen Zeitungen ein Strip, der über Jahrzehnte laufen sollte: Modesty Blaise aus der Feder von Peter O’Donnell. Die Serie blieb bis Februar 2001 im Druck und umfasst damit knapp 38 Jahre Zeitungsgeschichte. In den USA war der Stoff lange kaum bekannt. Genau darin liegt der Grund, warum der Comic heute wieder interessant ist: Ein Klassiker, der nie die Reichweite bekam, die seine Laufzeit vermuten lässt.

Was hinter Modesty Blaise steckt

  • Schöpfer: Peter O’Donnell, der als einziger klar belegter Urheber der Reihe gilt.
  • Genre: britischer Abenteuer- und Spionage-Comic mit Agentenstoff.
  • Format: Zeitungs-Comicstrip, kein Heft, kein Album als Originalplattform.
  • Reihe: Modesty Blaise als eigenständiges Werk ohne belegten Vorgänger.
  • Einordnung: Ein Spy-Caper, der seine Heimat im britischen Pressewesen hatte.

Vier Jahrzehnte zwischen zwei festen Daten

Die Zahl klingt nach einem Tippfehler, ist aber belegt: Der Strip lief von Mai 1963 bis Februar 2001 in Zeitungen. Das sind fast vier Jahrzehnte täglicher Produktion, ein Zeitraum, in dem ganze Comic-Generationen kamen und gingen. Wer heute von “lang laufenden Serien” spricht, meint meist Spiele-Franchises mit fünf oder sechs Ablegern. Modesty Blaise hat diese Marke in Zeitungsseiten abgearbeitet, ohne dass der Name außerhalb Großbritanniens groß geworden wäre.

Wie man die Strips heute lesen kann

  • Über Online-Preservation und Archivprojekte sind Teile des Materials digital zugänglich.
  • Eine Gesamtausgabe in Buchform bündelt die Strips für Sammler.
  • Die ursprüngliche Plattform bleibt der Zeitungs-Comicstrip, nicht das Buch.
  • Konkrete Preisangaben zu den Ausgaben sind nicht belegt und tauchen deshalb hier nicht auf.
  • Ein klar benannter Publisher für das ursprüngliche Werk ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

Kein Spiel, keine Ankündigung, kein Release

Hier muss die Erwartung gebremst werden: Es gibt keinen belastbaren Hinweis auf ein Videospiel zu Modesty Blaise. Weder eine Konsolen- noch eine PC-Version ist belegt, ebenso wenig eine Spiel-Entwicklung oder ein Studio, das daran arbeiten würde. Wer nach dieser Meldung eine Ankündigung erwartet, findet in den Fakten keine Grundlage dafür. Der Anlass ist der Comic selbst, nicht eine Adaption. Alles andere wäre Spekulation, und die hat in einer solchen Meldung nichts zu suchen.

Warum Zeitungsstrips für die Spielebranche interessant bleiben

Zeitungsstrips sind ein Lizenzfeld, das lange brachlag und in den letzten Jahren wieder öfter auf dem Radar auftaucht. Der Vorteil für Studios liegt auf der Hand: fertige Figuren, erprobte Erzählmuster, eine eingespielte Fanbasis. Der Nachteil ist genauso deutlich: Was in Großbritannien ein Klassiker war, muss in anderen Märkten erst erklärt werden. Bei Modesty Blaise kommt beides zusammen. Der Stoff hat Substanz, aber kaum jemand außerhalb der Zeitungsleserschaft von damals kennt ihn.

Was Retro-Fans daraus mitnehmen können

  • Datum merken: Mai 1963 als Startpunkt, Februar 2001 als Ende. Zwei Zahlen, die die Dimension der Reihe zeigen.
  • Format beachten: Es geht um Zeitungsstrips, nicht um Hefte oder digitale Releases.
  • Urheber prüfen: Peter O’Donnell ist der Name, der bei jeder Beschäftigung mit dem Stoff fällt.
  • Archiv nutzen: Online-Preservation und Buchausgaben sind die belegten Wege zum Material.

Eine Reihe, die ihre eigene Laufzeit schlägt

63 Jahre nach dem Start ist Modesty Blaise vor allem eines: ein Beispiel dafür, wie sehr Reichweite und Qualität auseinanderfallen können. Der Strip lief bis Februar 2001 in britischen Zeitungen, während der Name in den USA ein Nischenphänomen blieb. Wer heute über vergessene Stoffe spricht, landet meist bei Spielen mit schlechtem Marketing. Hier war es ein Vertriebsweg, der die Geschichte auf eine Insel beschränkte. Der Comic existiert, er ist archiviert, und er wartet nicht auf eine Ankündigung, sondern auf Leser.

Quelle: Polygon.com

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