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Nach 25 % positiven Reviews: Soulslike-Studio gibt „fehlende Mühe“ zu
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Nach 25 % positiven Reviews: Soulslike-Studio gibt „fehlende Mühe“ zu

Ein Soulslike-Entwickler reagiert auf vernichtende Steam-Wertungen mit bemerkenswerter Selbstkritik: Die Vorwürfe zu KI-generierten Inhalten seien „eine faire Lesart“.

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Tommes Parzl
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Ein Debakel mit Ansage

Ein Soulslike-Spiel ist auf Steam gestartet und hat nur 25 Prozent positive Reviews erhalten. Der Entwickler hat darauf mit einer Offenheit reagiert, die man in der Branche selten sieht.

Die Aussage des Entwicklers

Gegenüber GamesRadar+ äußerte sich das Studio ungewöhnlich direkt. Sinngemäß sagte es: „Wenn es so aussieht, als wäre die Mühe nicht da, dann ist das eine faire Lesart von dem, was auf dem Bildschirm zu sehen ist.“

Diese Deutlichkeit ist selten. Der Entwickler erkennt an, dass die Kritik an seinem Spiel nicht aus der Luft gegriffen ist.

Die Lage auf Steam

  • Nur 25 Prozent der abgegebenen Steam-Reviews sind positiv.
  • Das ist ein Wert, der bei Soulslike-Spielen normalerweise nur auftritt, wenn Technik, Optik und Gameplay gleichermaßen enttäuschen.
  • Viele Nutzer sehen die sichtbaren KI-Artefakte als Hauptkritikpunkt.

Die Wertung ist besonders bitter, da das Genre eine treue, aber anspruchsvolle Community besitzt. Soulslike-Fans verzeihen vieles, aber keine Anzeichen von Nachlässigkeit.

Erwartungen an ein Soulslike

Soulslike-Spieler sind eine besondere Klientel. Sie akzeptieren hohe Hürden, fiese Fallen und unübersichtliche Level, solange dahinter handwerkliche Sorgfalt erkennbar bleibt.

Sichtbare KI-Artefakte oder lieblos wirkende Gegner sind dagegen ein K.O.-Kriterium. Gerade ein Genre, das von präziser Levelarchitektur und austarierten Bosskämpfen lebt, verträgt keinen sichtbaren Abkürzungsweg.

„AI Slop“ als Vorwurf

Der Begriff „AI Slop“ hat sich in den letzten Jahren für Inhalte etabliert, die mit generativen KI-Tools entstehen und sichtbar wenig Handarbeit verraten. Spieler erkennen solche Assets häufig sofort, besonders bei Texturen, Charaktermodellen oder UI-Elementen.

Im konkreten Fall wirft die Community dem Studio vor, genau darauf gesetzt zu haben. Die Aussage des Entwicklers liefert dafür die indirekte Bestätigung.

Die seltene Kunst der Selbstkritik

Es ist ungewöhnlich, dass ein Entwickler öffentlich zugibt, dass das eigene Werk nach fehlendem Einsatz aussieht. Meist folgen auf ein Review-Desaster lange Statements über Patch-Pläne oder der Verweis auf eine angeblich zu harte Community.

Hier klingt dagegen eine Einsicht durch, die man in dieser Form kaum je hört. Der Satz des Studios könnte der Beginn einer ehrlicheren Fehlerkultur sein.

Ein wachsendes Problem in der Indie-Szene

KI-generierte Assets sind längst kein Einzelfall mehr. Immer wieder erscheinen Spiele mit offensichtlich automatisch erzeugten Inhalten und werden von Spielern schnell abgestraft.

Die Kontroverse um diesen Soulslike-Titel zeigt, wie schnell eine komplette Review-Sektion in den Keller rauschen kann. Steam-Reviews bleiben dauerhaft sichtbar und wirken wie ein öffentliches Gedächtnis, das man so schnell nicht löscht.

Was jetzt passieren muss

  • Option eins: Das Studio überarbeitet die kritisierten Assets und liefert ein Update.
  • Option zwei: Es senkt den Preis und versucht einen Neustart.
  • Option drei: Der Entwickler bindet die Community in die Überarbeitung ein.

Eine Ankündigung zu den nächsten Schritten gibt es bisher nicht. Die ehrliche Aussage schafft aber eine Grundlage, auf der ein Dialog entstehen kann.

Ein schmaler Grat zurück

Es bleibt offen, ob dem Eingeständnis Taten folgen. Wer auf Steam nur ein Viertel positive Wertungen sammelt, steht vor einem langen Weg zurück in die Gunst der Spieler.

Die Reaktion ist ein erster Schritt. Der nächste wäre, die sichtbare Mühe tatsächlich wieder ins Spiel zu investieren.

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