Naruto-Live-Action-Film: Casting für Team 7 offiziell eröffnet
Lionsgate treibt die Realverfilmung voran: Der Regisseur startet weltweite Suche nach Darstellern für Naruto, Sasuke und Sakura.
Endlich Bewegung beim Naruto-Live-Action-Film
Nach Jahren der Stille gibt es konkrete Neuigkeiten: Lionsgates Realverfilmung des Kult-Manga Naruto nimmt Fahrt auf. Der Regisseur hat offiziell das weltweite Casting für die drei Hauptrollen gestartet.
Gesucht werden Darsteller für Naruto Uzumaki, Sasuke Uchiha und Sakura Haruno. Damit stehen die ersten guten Nachrichten seit der Ankündigung im Raum.
Worauf müssen sich Bewerber einstellen?
Die Produktion sucht nach talentierten Schauspielern für das ikonische Team 7. Es gibt noch keine Angaben, ob bekannte Gesichter oder völlig unbekannte Newcomer zum Zug kommen.
- Naruto: Der hyperaktive Ninja mit dem neunschwänzigen Fuchsgeist
- Sasuke: Der letzte Überlebende des Uchiha-Clans, getrieben von Rache
- Sakura: Die willensstarke Kunoichi mit verstecktem Potenzial
Die Herausforderung: Die Figuren sind weltweit bekannt. Die Besetzung wird von der Fangemeinde genau unter die Lupe genommen.
Was bisher geschah
Lionsgate hält die Rechte an einer Naruto-Realverfilmung bereits seit Längerem. Nach diversen Gerüchten um Regisseure und Drehbücher kommt nun endlich Bewegung in das Projekt.
Der Fokus liegt erst einmal auf der Besetzung des Haupttrios. Weitere Rollen wie Kakashi Sensei oder die Gegner dürften später folgen.
Wie realistisch ist das Projekt?
Anime-Live-Action-Adaptionen haben einen gemischten Ruf. Naruto mit seiner over-the-top Action und den Chakra-Fähigkeiten stellt eine besondere Herausforderung dar.
Dass man jetzt weltweit nach Schauspielern sucht, zeigt den Willen, die Rollen authentisch zu besetzen. Ob der Film den Geist des Originals einfängt, bleibt abzuwarten. Der Casting-Start ist aber ein deutliches Signal: Es geht voran.
Regie und Drehbuch
Lionsgate setzt auf einen erfahrenen Regisseur: Destin Daniel Cretton, bekannt für Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings (2021) und Short Term 12 (2013). Cretton bewies bei Marvel, dass er actionreiche Kampfchoreografien mit emotionalen Charaktermomenten verbinden kann. Das Drehbuch verantwortet Tasha Huo, die zuvor an The Witcher: Blood Origin und der Animationsserie Tomb Raider arbeitete. Ob Huo den Ton des Originals trifft, bleibt offen.
Franchise-Grundlage in Zahlen
Naruto ist eines der erfolgreichsten Manga-Franchises weltweit. Der Manga von Masashi Kishimoto verkaufte sich über 250 Millionen Mal (Stand 2023). Die Anime-Serie lief 15 Jahre und umfasst 720 Episoden. Dazu kommen elf Kinofilme und über 80 Videospiele, darunter die Ultimate Ninja Storm-Reihe von Bandai Namco mit mehr als 20 Millionen verkauften Einheiten. Ein Live-Action-Film müsste diese große Fangemeinde bedienen.
Anime-Realverfilmungen: Ein schwieriges Feld
Die Erfolgsbilanz von Live-Action-Adaptionen japanischer Anime ist durchwachsen. Netflix‘ One Piece (2023) überzeugte Kritiker und Zuschauer, erreichte hohe Abrufzahlen und bestätigte eine zweite Staffel. Auf der anderen Seite stehen Flops wie Dragon Ball Evolution (2009) oder Death Note (2017) von Netflix. Ghost in the Shell (2017) mit Scarlett Johansson entfachte eine Debatte über Whitewashing. Für Naruto, dessen Figuren asiatisch kodiert sind, wird Authentizität gefordert.
Bisherige Entwicklungen des Projekts
Lionsgate sicherte sich die Filmrechte an Naruto bereits 2015. Lange Zeit passierte wenig. 2023 wurde Cretton als Regisseur bestätigt, 2024 folgte die Ankündigung des Drehbuchs durch Tasha Huo. Parallel dazu produzierte das japanische Studio Pierrot (verantwortlich für den Anime) eine Naruto-Live-Bühnenaufführung 2015, die in Japan auf Tournee ging. Diese wurde positiv aufgenommen, erreichte aber kein internationales Publikum. Ein Kinofilm mit Hollywood-Budget wäre der bislang ambitionierteste Versuch, das Franchise real umzusetzen.