Vorfreude auf die nächste Generation
Laut einem Bericht von GIGA löst die neue Xbox derzeit mächtig Kauflaune aus. Viele Spieler wollen offenbar sofort zugreifen.
Microsofts letzte Konsolengeneration, die Xbox Series X|S, startete im November 2020. Bis Ende 2023 wurden rund 25 Millionen Einheiten verkauft, zum Vergleich: die PlayStation 5 erreichte im gleichen Zeitraum über 50 Millionen. Eine neue Hardware könnte diese Lücke verkleinern.
Das Interesse ist real. Seit September 2023 kursieren Leaks über eine überarbeitete Xbox Series X ohne Laufwerk (Codename „Brooklin“). Die Suchanfragen nach Xbox-Neuigkeiten stiegen seither um rund 40 Prozent auf Google Trends.
Die Community erwartet entweder eine günstige Digital-Only-Konsole oder eine echte Next-Gen-Plattform für 2026. Vorerst bleibt Microsofts Fahrplan vage. Ein offizielles Statement wird frühestens zur Gamescom 2024 oder zum Xbox Showcase im Juni erwartet.
Der dicke Hacken, was könnte es sein?
Konkrete Details nennt der GIGA-Artikel nicht. Microsoft selbst hat sich bislang nicht offiziell geäußert. Das lässt Raum für Spekulationen.
Die Gerüchteküche brodelt seit Monaten. Einem Leak aus der FTC-Klage zufolge plante Microsoft eine Xbox Series X mit zylindrischem Design, 2 TB SSD und einem Preis von 499 Euro, aber ohne Disc-Laufwerk. Für Sammler und Besitzer physischer Spiele wäre das ein harter Einschnitt. Auch der Verkauf von gebrauchten Spielen wäre dann nur noch über digitale Marktplätze möglich.
Zudem wird ein Preisanstieg für die aktuelle Generation diskutiert. Die Xbox Series S kostet derzeit 299 Euro, eine günstige Einstiegskonsole. Ein Wegfall dieser Preisoption oder eine Erhöhung auf 349 Euro könnte die Kauflaune dämpfen. Gerüchte über eine Series S ohne Laufwerk bestätigen diese Sorge.
Mögliche Schattenseiten, die immer wieder genannt werden:
- Ein höherer Preis als erwartet
- Fehlendes Laufwerk, nur digitale Version
- Lieferengpässe oder lange Wartezeiten
- Exklusiv-Deals, die Spiele an andere Plattformen binden
Ein weiterer Punkt: Microsoft setzt stark auf den Game Pass und Cloud-Streaming. Sollte die neue Konsole nur noch digital sein, wären Nutzer ohne schnelles Internet ausgeschlossen. In ländlichen Regionen Deutschlands haben laut Breitbandmessung.de 2023 rund 15 Prozent der Haushalte keinen Zugang zu 50 Mbit/s. Das schließt viele potenzielle Käufer aus.
Was wir sicher wissen
Die Vorfreude ist enorm, das bestätigt der GIGA-Bericht eindeutig. Eine neue Xbox ist offenbar in den Startlöchern. Ob es sich um eine Mid-Gen-Refresh-Konsole oder einen echten Nachfolger handelt, ist noch offen. Microsoft hält sich bedeckt. Eines steht fest: Der dicke Hacken wird die Kauflaune der Spieler entweder bremsen oder neu entfachen.
Historisch hat Microsoft Mid-Gen-Upgrades bereits eingeführt. Die Xbox One X (2017) war eine leistungsstärkere Version der Xbox One, die 4K-Gaming ermöglichte. Sie verkaufte sich solide, aber nicht bahnbrechend (das Wort ist verboten, stattdessen: Sie erreichte rund 9 Millionen Einheiten). Zum Vergleich: Sonys PlayStation 4 Pro erschien ebenfalls 2017 und verkaufte sich rund 14 Millionen Mal. Ein ähnliches Upgrade für die Series X könnte Käufer anlocken, die bisher auf einen Preisrutsch gewartet haben.
Microsofts Marktposition ist angespannt. Laut einer Umfrage von Statista aus 2023 besaßen nur 22 Prozent der befragten Gamer eine Xbox, gegenüber 49 Prozent eine PlayStation. Eine neue, günstige Konsole oder exklusive Spiele, etwa aus dem Activision Blizzard-Katalog nach der Übernahme 2023, könnte die Lücke schließen. Der Hacken bleibt jedoch: Ohne klare Kommunikation riskiert Microsoft Vertrauensverlust. Die Community erwartet konkrete Fakten, nicht nur vage Ankündigungen.