KI-Kennzeichnung wird bei Nexus Mods Pflicht
Nexus Mods hat am 3. November 2026 eine neue Richtlinie für KI-Nutzung angekündigt. Ab sofort müssen neue Mod-Uploads angeben, ob und in welcher Form KI zum Einsatz kam. Für bereits veröffentlichte Mods gilt eine 60-tägige Nachfrist bis zum 2. Januar 2027. Die Plattform reagiert damit auf die wachsende Verbreitung generativer KI-Werkzeuge im Modding.
Die konkreten Fristen und Regeln
- Neue Uploads müssen ab sofort eine KI-Kennzeichnung tragen, wenn KI verwendet wurde.
- Bestehende Mods haben bis zum 2. Januar 2027 Zeit, die Angabe nachzuholen.
- Bei als „AI-assisted” markierten Mods verlangt Nexus Mods eine öffentliche Erklärung, wie und wo KI eingesetzt wurde.
- Ein vollständiges Verbot von KI-generierten Mods ist ausdrücklich nicht Teil der Regelung.
Warum Nexus Mods auf Kennzeichnung statt Verbot setzt
Die Plattform beschreibt sich in der Ankündigung als „pro-human creativity”. Damit positioniert sich Nexus Mods zwischen zwei Lagern: Moddern, die KI-Werkzeuge ablehnen, und solchen, die sie als Hilfsmittel nutzen. Statt eines Verbots setzt die Plattform auf Transparenz durch Kennzeichnung. Der neue Besitzer von Nexus Mods erklärte, man wolle die Community nicht spalten, sondern informierte Entscheidungen ermöglichen.
Was „AI-assisted” in der Praxis bedeutet
Die Kennzeichnung soll Moddern und Nutzern gleichermaßen dienen. Wer eine Mod herunterlädt, kann künftig erkennen, ob Texturen, Modelle oder Beschreibungen mit KI erstellt wurden. Die öffentliche Erklärung bei „AI-assisted”-Mods soll nicht nur ein Häkchen sein, sondern konkret benennen, welche Teile betroffen sind. Nexus Mods erhofft sich davon eine informierte Community, die selbst entscheiden kann, welche Mods sie unterstützt.
Nexus Mods im Branchenkontext
- itch.io hat bereits vergleichbare Änderungen an seinen Richtlinien vorgenommen.
- Die Diskussion um KI im Modding betrifft die gesamte Branche, nicht einzelne Spiele.
- Nexus Mods ist mit Abstand die größte Mod-Plattform weltweit.
- Die Regelung gilt plattformweit und ist nicht auf bestimmte Spiele beschränkt.
- Ein vollständiges Verbot lehnt Nexus Mods ab, um Modder nicht zu vertreiben.
Nexus Mods wurde 2001 gegründet und ist heute die zentrale Anlaufstelle für Mods zu Spielen wie Skyrim, Fallout und Cyberpunk 2077. Die Seite hostet Hunderttausende Mods und verzeichnet Millionen registrierter Nutzer. In den vergangenen Jahren hat die Plattform wiederholt Richtlinien zu Urheberrecht und Mod-Inhalten angepasst. Die neue KI-Regel ist die bislang weitreichendste Änderung dieser Art.
Was Modder jetzt wissen müssen
- Wer eine neue Mod hochlädt, muss die KI-Frage beantworten.
- Bestehende Mods ohne Angabe müssen bis 2. Januar 2027 nachziehen.
- Die Erklärung bei „AI-assisted” muss öffentlich einsehbar sein.
- Ein Verbot von KI-Mods gibt es nicht, die Nutzung bleibt erlaubt.
- Die Regelung betrifft alle Spiele auf der Plattform gleichermaßen.
Der 3. November 2026 als Stichtag
Mit der Ankündigung vom 3. November 2026 ist die Richtlinie offiziell in Kraft. Die 60-Tage-Frist für bestehende Mods läuft seit diesem Datum. Nexus Mods hat klargestellt, dass die Kennzeichnung nicht als Werturteil zu verstehen ist. Wer keine KI verwendet, muss auch nichts angeben. Die Plattform bleibt damit bei ihrem Kurs, Modder nicht zu bevormunden, aber Transparenz einzufordern.