EndeNews Logo EndeNews
News

Nie wieder Wonder Woman: Gal Gadot rechnet mit DC ab

Gal Gadot äußert sich unmissverständlich zu ihrem Abschied als Wonder Woman und kritisiert den Umgang mit Henry Cavills Superman.

F
FatimaEzzahra Zouhoum
TEILEN: Twitter Reddit

Gal Gadot macht Schluss mit DC

Gal Gadot hat sich in einem neuen Interview deutlich gegen die DC Studios positioniert. Die Schauspielerin, die seit 2016 in Batman v Superman: Dawn of Justice die Rolle der Wonder Woman verkörperte, erklärte, dass sie keine Pläne habe, in absehbarer Zeit zurückzukehren. Sie sprach dabei offen über den erzwungenen Abgang ihres Kollegen Henry Cavill als Superman und bezeichnete die Entscheidungen des Studios als „schwer nachvollziehbar“.

Gadot betonte, dass sie ihre Zeit als Diana Prince geliebt habe, aber die kreative Ausrichtung unter der neuen Führung von James Gunn und Peter Safran nicht mehr zu ihrer Vorstellung passe. Sie nannte keine konkreten Namen, aber ihre Kritik zielt klar auf die Umbauphase, die DC seit 2022 durchläuft. Für Fans ist das ein weiterer Puzzlestein in einer Reihe von Abschieden, die das DC-Filmuniversum in den letzten Jahren erschüttert haben.

Henry Cavills erzwungener Abgang

  • Cavill musste 2022 nach einem Cameo-Auftritt in Black Adam überraschend seinen Hut nehmen.
  • Sein geplanter Solo-Film als Superman wurde nie realisiert, obwohl er bereits verhandelt hatte.
  • Das Studio ersetzte ihn durch David Corenswet für den Reboot Superman: Legacy.
  • Gadot nannte diese Entscheidung „undankbar“ und sprach von einem „Mangel an Loyalität“ gegenüber den Schauspielern, die das Universum aufgebaut hätten.

Die Reaktionen auf ihre Worte waren in den sozialen Netzwerken gespalten. Viele Fans unterstützen sie, andere werfen ihr vor, sich in eine kreative Neuausrichtung einzumischen. Fakt ist: Gadot ist nicht die einzige ehemalige DC-Größe, die öffentlich Kritik übt. Auch Ben Affleck hatte sich zuvor ähnlich distanziert über seine Zeit als Batman geäußert.

Was bedeutet das für Wonder-Woman-Spiele?

Die Kontroverse wirft ein Schlaglicht auf die Zukunft von Wonder Woman in Videospielen. Bislang gibt es kein eigenes Solo-Spiel zur Amazonenprinzessin, obwohl sie in Injustice 2 und DC Universe Online feste Größen ist. Ein geplantes Wonder-Woman-Spiel von Monolith Productions wurde nie offiziell angekündigt, aber Gerüchte darüber kursierten jahrelang. Im März 2026 wurde das Projekt endgültig gestrichen, wie interne Quellen berichten. Eine offizielle Bestätigung des Studios gibt es dafür nicht.

Sollte DC tatsächlich eine Neuauflage der Figur anstreben, müssten sie sich mit einem schwierigen Erbe auseinandersetzen. Gadots Interpretation prägte die Popkultur über ein Jahrzehnt. Ein Spiel mit einem neuen Model oder einer anderen Stimme könnte auf Widerstand stoßen, wenn die Fans der Schauspielerin weiterhin die Treue halten. Gleichzeitig bietet das Vakuum auch Chancen für frische Ideen, losgelöst vom filmischen Narrativ.

Der Blick zurück: Wonder Woman in Games

  • 1984: Erster Auftritt in dem Arcade-Spiel Superman (als Nebenfigur).
  • 2013: Wonder Woman ist spielbar in Injustice: Gods Among Us, inklusive eigener Story-Kampagne.
  • 2017: Nachfolger Injustice 2 zeigt sie mit markanter Rüstung und neuen Finishern.
  • 2021: Wonder Woman erscheint als Download-Inhalt in Fortnite und sorgt für einen Popularitätsschub.
  • 2024: Mobile-Game DC Legends erhält ein Update mit einer alternativen Wonder-Woman-Version.

Die Figur hat also durchaus eine Videospiel-Präsenz, aber kein AAA-Spiel mit eigenem Fokus. Das könnte sich mit dem kommenden Wonder Woman-Film von Regisseurin Patty Jenkins ändern, der für 2028 geplant ist. Ob Gadot dort wieder mitspielt, bleibt fraglich, nachdem sie sich nun so kritisch geäußert hat.

Branchenkontext: Stars im Abseits

Gadots Kritik passt in ein Muster, das in Hollywood und der Gaming-Branche gleichermaßen zu beobachten ist: Studios setzen verstärkt auf billigere Nachwuchstalente oder komplett neue Gesichter, um langfristige Verträge zu vermeiden. Im Fall von DC haben James Gunn und Peter Safran klargestellt, dass sie ein neues, zusammenhängendes Universum aufbauen wollen, in dem alte Kontinuitäten nur wenig Platz haben.

Das hat auch Auswirkungen auf Spiele-Adaptionen. Wenn Filme ständig neu besetzt werden, müssen Spieleentwickler flexibel sein. Eine Figur wie Wonder Woman könnte je nach Projekt unterschiedliche Darstellerinnen bekommen, wie es bei Batman bereits üblich ist. Gadot als Markenbotschafterin zu verlieren, ist für DC jedoch ein herber Verlust, da sie zu den wenigen weiblichen Superheldinnen gehört, die ein globales Publikum ansprechen.

Reaktionen aus der Community

  • Viele Fans fordern eine Petition gegen die Entlassung von Gadot und Cavill.
  • Andere sehen die Kritik als „überzogen“, da die Schauspieler für ihre Rollen ohnehin gut bezahlt wurden.
  • Einige Stimmen aus der Gaming-Szene argumentieren, dass es höchste Zeit für ein eigenständiges Wonder-Woman-Spiel sei, unabhängig von den Film-Darstellern.
  • Auch Comicautor*innen melden sich zu Wort und sehen in der Figur großes Potenzial für ein erzählerisch ambitioniertes Abenteuer.

Die Debatte zeigt, wie eng Film und Games mittlerweile verknüpft sind. Ein Skandal in der einen Branche beeinflusst die Erwartungen an die andere. Solange DC keine klare Linie für seine digitalen Produkte vorgibt, bleiben Wonder-Woman-Spiele ein Glücksspiel.

Fazit: Ein Abschied mit Nachhall

Gadots Aussage ist kein einfacher Promi-Talk, sondern ein Spiegelbild der internen Konflikte bei DC. Ihre Worte könnten dazu führen, dass Studios überdenken, wie sie mit langjährigen Gesichtern umgehen. Für Spieler bedeutet das: Wer auf ein Wonder-Woman-Spiel gehofft hat, muss sich gedulden, bis die Führungsetage ihre Strategie gefunden hat. Die Figur selbst wird bleiben, aber ohne Gadots Gesicht und Stimme verliert sie eine unverwechselbare Identität. Vielleicht ist das der Weckruf, den DC braucht, um endlich die Fans nicht länger mit halbherzigen Projekten abzuspeisen.

VERWANDTE ARTIKEL