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Onslaught im Test: Der übelste Action-Thriller 2026 ist auch der wichtigste
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Onslaught im Test: Der übelste Action-Thriller 2026 ist auch der wichtigste

Unser Review zu Onslaught, dem Grindhouse-Slasher von Adam Wingard, der Terminator mit Kill Bill kreuzt und 2026 für Furore sorgt.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Der Angriff beginnt

Onslaught ist da. Das Action-Spektakel von Adam Wingard mischt die DNA von Terminator mit der Rache-Ästhetik von Kill Bill und verpackt das Ganze in einen dreckigen Grindhouse-Look. Wer das Spiel im September 2026 startet, bekommt keine zahnlose Mainstream-Kost, sondern einen Slasher, der sowohl genreerfahrenes Publikum als auch Neueinsteiger gleichermaßen fordert. Der Titel gilt bereits jetzt als einer der härtesten Action-Thriller des Jahres.

Die Handlung folgt einer Protagonistin, die sich durch eine Horde gnadenloser Cyborg-Attentäter metzelt. Die Inszenierung setzt auf praktische Effekte, überzeichnete Gewalt und eine Prise schwarzen Humor. Wingard, bisher vor allem aus dem Filmgeschäft bekannt, zeigt hier, dass er das Medium Spiel versteht. Onslaught ist kein Werk für schwache Nerven, aber genau das macht seinen Reiz aus.

Was macht Onslaught besonders?

  • Terminator trifft Kill Bill: Protagonistin mit Rache-Motiv gegen eine Armee aus Maschinenmenschen.
  • Grindhouse-Ästhetik: Körnige Bilder, abgenutzte Filmspuren, aggressive Schnitte.
  • Nahkampf-Fokus: Statt Feuergefechten dominiert Klingenwerk, das an die besten Momente der Action-Klassiker erinnert.
  • Kein Held:innen-Epos: Die Hauptfigur ist selbst ein Monster, was moralische Grauzonen eröffnet.
  • Soundtrack aus analogen Synthesizern: Passend zum Retro-Look eine druckvolle, pulsierende Untermalung.

Das Spiel setzt komplett auf physische Präsenz: Gegner zerfallen in Einzelteile, Blut spritzt in hohen Bögen, und jede Bewegung fühlt sich schwer und wuchtig an. Wer schnelle, akrobatische Kämpfe erwartet, wird überrascht. Onslaught zwingt zu geduldigen Angriffen und harten Kontern.

Erster Eindruck aus halber Sicht

Die ersten zwei Stunden von Onslaught laufen wie ein einziger, langer Rachefeldzug ab, ohne Verschnaufpause. Schon nach wenigen Minuten steht die Heldin einem ersten Endgegner gegenüber, und die Steuerung belohnt präzises Timing. Es gibt keine Heilung aus dem Nichts, stattdessen müssen Medikits und Waffen improvisiert aus der Umgebung genutzt werden.

Die Level sind linear, aber clever verschachtelt: Hinter jedem Container lauern Fallen, in jeder dunklen Ecke wartet ein maskierter Killer. Wingard nutzt die Kameraführung wie in seinen Filmen, mit schnellen Zooms und unangenehmen Nahaufnahmen. Das verstärkt die Bedrohung, lässt aber trotzdem genug Raum, um taktisch vorzugehen.

Vom Filmregisseur zum Spieledesigner

Adam Wingard ist kein Unbekannter im Horror- und Actiongenre, doch Onslaught ist sein erster großer Ausflug in die interaktive Welt. Seine Handschrift ist unverkennbar: Die Liebe zum Detail in den Kostümen, die bewusst trashigen Dialoge und die kompromisslose Gewalt erinnern an seine erfolgreichen Streifen. Die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Entwicklerteam merkt man dennoch, denn die Spielmechanik sitzt, sie fühlt sich nicht nach Amateurwerk an.

Onslaught hat keinen Vorgänger, es ist ein komplett neues Franchise. Das birgt Risiko, denn ohne etablierte Fangemeinde muss das Spiel durch seine Qualität überzeugen. Dass es trotzdem als eines der wichtigsten Spiele des Jahres gehandelt wird, liegt an seiner kompromisslosen Art, in einer Zeit, in der viele Titel auf Sicherheit setzen.

Zwischen den Fronten

  • Referenzen aus den 80ern: Von klassischen Slasher-Filmen bis zu frühen Action-Games wird fleißig zitiert.
  • Düstere Zukunftsvision: Die Welt ist ein kalter Industriestandort, voller Schrott und Überwachung.
  • Harte Dialoge: Die Figuren sprechen wenig, aber was sie sagen, sitzt und treibt die Stimmung an.
  • Kapitel-Struktur: Das Spiel ist in Kapitel unterteilt, die jeweils einen eigenen Fokus setzen, etwa Verfolgungsjagden oder Bosskämpfe.
  • Wiederspielwert: Höhere Schwierigkeitsgrade schalten neue Waffen und alternative Routen frei, was zum erneuten Durchspielen einlädt.

Die Steuerung auf dem Controller ist präzise abgestimmt, auf Tastatur und Maus funktioniert sie ebenfalls ordentlich. Deadzone und Sensibilität lassen sich fein justieren, was gerade im hitzigen Nahkampf wichtig ist. Die Performance bleibt stabil, selbst in Massenszenen bricht die Framerate nicht ein.

Branchenkontext: Mut zur Härte

In einer Zeit, in der viele Publisher auf zugängliche Blockbuster schielen, ist Onslaught erfrischend unangepasst. Es gibt keine Mikrotransaktionen, keine Online-Zwänge, nur ein abgeschlossenes Singleplayer-Erlebnis. Das erinnert an Zeiten, in denen Spiele wie „Mortal Kombat“ oder „Manhunt“ für Kontroversen sorgten, aber aus genau dieser Provokation ihren Kultstatus gewannen.

Für Spieler bedeutet das: Onslaught ist nichts für zarte Gemüter, aber ein Muss für alle, die sich nach kompromissloser Action sehnen. Es stellt die Frage, wie weit ein Spiel gehen darf, und liefert eine klare Antwort: sehr weit. Die Diskussion um Gewalt in Spielen wird durch diesen Titel sicherlich neu entfacht, und genau das macht ihn wichtig.

Fazit mit blutigen Händen

Onslaught ist kein Spiel für zwischendurch, sondern ein intensiver Trip, der nachwirkt. Die Mischung aus Retro-Ästhetik, harter Mechanik und filmischer Regie ergibt ein Gesamtpaket, das in diesem Jahr seinesgleichen sucht. Wer die erste Stunde übersteht, wird mit einem der unvergesslichsten Action-Erlebnisse der letzten Jahre belohnt. Die deutschen Spieler sollten sich auf einiges gefasst machen, denn selten war Blutvergießen in einem Videospiel so kunstvoll inszeniert.

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