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Orbitals im Test: Viele Ideen, aber alles schon gesehen
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Orbitals im Test: Viele Ideen, aber alles schon gesehen

Unser Review zu Orbitals: Das Anime-inspirierte Koop-Abenteuer bietet bekannte Mechaniken, aber kaum eigene Akzente.

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Dennis Adam
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Ein Koop-Sci-Fi nach Lehrbuch

Orbitals ist ein Koop-Abenteuer im Weltraum, das mit bunter Anime-Optik und lockerer Erzählweise auftrumpft. Schon nach den ersten Missionen zeigt sich: Das Spiel bedient sich bei Genre-Größen, ohne einen eigenen Weg einzuschlagen. Die Spielfreude ist vorhanden, doch der Eindruck der Belanglosigkeit kriecht schnell unter die Haut. Die Kombination aus Action, Erkundung und Team-Management wirkt auf den ersten Blick vielversprechend, verliert aber an Reiz, je länger man spielt.

Die Mechanik-Bausteine: Vertrautes Design

  • Ressourcen sammeln auf Planetenoberflächen, wie in vielen Survival-Titeln von No Man’s Sky bis zu klassischen Aufbau-Simulationen.
  • Raumkämpfe im Arcade-Stil mit schnell nachladenden Waffen und ausweichbarren Gegnerwellen.
  • Skill-Bäume und Modifikationen, die kaum Überraschungen bieten, aber solide in die Missionen eingebunden sind.
  • Koordinierte Missionen für bis zu vier Spieler, die klare Rollenverteilung verlangen: Pilot, Ingenieur, Schütze oder Sanitäter.

Präsentation: Optisch nett, technisch ausbaufähig

Die Cel-Shading-Grafik verleiht dem Spiel einen charismatischen Look, der an hochwertige Anime-Produktionen erinnert. Der Synthie-Soundtrack unterstützt die Retro-Atmosphäre und wertet die fahrenden Sequenzen auf. Allerdings zeigen sich gelegentlich Pop-In-Effekte und matschige Texturen in weiten Umgebungen, besonders auf hoher Schiffsgeschwindigkeit.

Der Koop-Modus: Gemeinsam stark, allein schwach

Die Mehrspieler-Missionen bilden das Herzstück von Orbitals. Sie sind so ausbalanciert, dass sie ohne Team kaum zu bewältigen sind, was anfangs zu frustration führt, aber auch den Zusammenhalt fördert. Wer allein spielt, erlebt schnell Schmerzgrenzen, weil die Gegner-Stärke auf vier Spieler ausgelegt ist. Kommunikation und Absprache werden zur wichtigsten Ressource, noch vor Treibstoff oder Schildenergie.

Branchenkontext: Bekannte Bausteine, kaum Eigenständigkeit

Viele Weltraum-Spiele der letzten Jahre kombinieren ähnliche Elemente wie Elite Dangerous, Freelancer oder No Man’s Sky, und Orbitals macht darin keine Ausnahme. Das Spiel setzt diese Mechanismen solide um, bietet aber in keinem Bereich einen Grund, von den etablierten Titeln umzusteigen. Für erfahrene Genre-Fans gibt es wenig Neues zu entdecken, was den Langzeitanreiz spürbar senkt.

Entwicklerhistorie: Ein kleines Team mit Mut, aber ohne große Fingerabdrücke

Offizielle Angaben zum Entwicklerteam gibt es kaum, die Projektseite listet nur den Firmennamen Nova Gate Studios. Das Debüt wirkt wie ein Versuch, die eigenen Fähigkeiten zu zeigen, ohne ein Risiko einzugehen. Die technischen Unsauberheiten deuten auf einen begrenzten Produktionsumfang hin, während die schnellen Patches nach dem Release ein gewisses Engagement belegen.

Für wen sich der Ausflug lohnt

  • Kooperation-Enthusiasten, die mit Freunden eine unkomplizierte Runde spielen wollen, ohne tief in Simulationen einzusteigen.
  • Anime-Fans, die keine hohen Ansprüche an die Handlung stellen und leichte Gags mögen.
  • Gelegenheitsspieler, die gelegentlich eine Runde in der Galaxie verbringen wollen.
  • Sammler von Weltraum-Spielen, die ein weiteres Exemplar in die Regale stellen, ohne auf neues Terrain zu hoffen.

Fazit: Solide, aber meilenweit von der Prägung entfernt

Orbitals hält, was es verspricht: ein unterhaltsamer Koop-Ausflug mit hübscher Optik und charmantem Ton. Doch der Titel weicht jedem Risiko aus und kopiert lieber bewährtes Design, anstatt es weiterzuentwickeln. Die kurzweiligen Missionen mit Freunden machen für eine Handvoll Stunden Spaß, danach verblasst der Eindruck. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Orbitals gute Ideen aufgreift, aber keine eigenen besitzt.

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