EndeNews Logo EndeNews
Peninsula statt Zugabteil: Warum das Train-to-Busan-Sequel strauchelte
News

Peninsula statt Zugabteil: Warum das Train-to-Busan-Sequel strauchelte

Yeon Sang-hos Film Peninsula verlegt die Zombie-Action aus dem engen Zug in die offene Stadt, und verliert dabei den Score.

F
FatimaEzzahra Zouhoum
TEILEN: Twitter Reddit

Vom Express in die Einöde

Train to Busan war ein Kammerspiel auf Schienen. Peninsula wirft seine Figuren in die zerstörte Hafenstadt Busan. Die Prämisse klingt größer, doch genau hier beginnt das Problem.

  • Train to Busan: Ein Zugabteil, enge Flure, Überlebenskampf gegen eine Horde.
  • Peninsula: Eine leere Stadt, Autos, Scharfschützen und eine Mischung aus Mad Max und Escape-Room.

Mehr Action, weniger Horror

Regisseur Yeon Sang-ho tauschte den Survival-Horror gegen actionlastiges Kino. Wo der Vorgänger jeden Meter durch den Zug erkämpfte, gibt es in Peninsula Verfolgungsjagden und B-Movie-Charme. Das funktioniert über weite Strecken. Es fehlt jedoch die klaustrophobische Dichte des Originals.

Was schiefging

Die Rettungsmission um eine geladene Goldlieferung ist simpler gestrickt. Die Figuren bleiben blass. Die emotionale Wucht aus Train to Busan entsteht fast ausschließlich durch das Setting.

  • Der Zug war die perfekte Falle. Die Stadt ist nur eine Bühne.
  • Die Zombies wirken zweitrangig. Die Menschen sind die eigentlichen Bösewichte.

Ein anderes Werk

Peninsula ist kein schlechter Film. Er ist nur ein völlig anderer als sein Vorgänger. Fans des ersten Teils warten vergeblich auf ähnliche Dichte. Yeon Sang-ho zeigt sein Können mit Actionsetpieces. Der untote Charme der ersten Fahrt bleibt jedoch im Abteil zurück.

VERWANDTE ARTIKEL