Die nächste Stufe der Tierhaltung
Planet Zoo 2 erscheint noch in diesem Jahr und baut konsequent auf der Cobra Engine auf, die Frontier Developments seit Jahren für ihre Simulations-Titel nutzt. Nach dem ersten Teil von 2019, der weltweit über zwei Millionen Einheiten in den ersten Monaten absetzte, folgt nun die technische Evolution.
Die Entwickler aus Cambridge, bekannt für ihre Expertise in der Simulation von Managementsystemen, reagieren damit auf die häufigste Kritik der Community. Während der Vorgänger primär auf terrestrische Gehege begrenzt blieb, öffnet die Fortsetzung nun den Raum für die dritte Dimension.
Was erwartet die Zoodirektoren?
Die Spieler erhalten Zugriff auf dedizierte Bereiche für Tiere, die sich in der Luft oder unter Wasser bewegen. Das sorgt für eine veränderte Dynamik bei der Gestaltung der Anlagen, da die vertikale Komponente in die Bau-KI integriert wurde.
- Erstklassige Aquarien für bunte Fischschwärme und Meeresschildkröten.
- Detailreiche Volieren für exotische Vogelarten.
- Neue Baumöglichkeiten für Glasfronten und komplexe Wasserfiltersysteme.
Frontier Developments nutzt hierbei Erfahrungen aus Planet Coaster und Jurassic World Evolution 2. Besonders die Wasser-Mechaniken aus der Dinosaurier-Simulation dienten als technisches Fundament für die neuen Unterwasser-Umgebungen.
Fokus auf neue Arten
Die Entwickler versprechen eine Palette an Tieren, die sich direkt in den neuen Umgebungen beheimaten lassen. Der Fokus liegt auf der Interaktion zwischen den Spezies und ihrer Umgebung, wobei das System der sozialen Bedürfnisse aus dem Vorgänger weiterentwickelt wurde.
- Beobachtung von Fischschwärmen, die auf Hindernisse im Wasser reagieren.
- Fluganimationen, die das Verhalten von Vögeln in geschlossenen Räumen simulieren.
- Spezielle Fütterungsmechaniken für gepanzerte Turtles und fliegende Bewohner.
Die Implementierung von Flugverhalten stellt für die KI-Programmierung eine komplexe Hürde dar. Frühere Titel wie Zoo Tycoon 2 boten lediglich statische Animationen für Vögel, während die Cobra Engine nun eine echte Pfadfindung in drei Dimensionen berechnet.
Technische Neuerungen
Die Engine wurde für die Anforderungen optimiert, um flüssige Bewegungsabläufe unter Wasser und in der Luft zu gewährleisten. Spieler müssen nun zusätzlich die Wasserqualität und Luftströme in den Volieren überwachen.
- Überarbeitetes Interface für die Verwaltung von Aquarien-Parametern.
- Verbesserte Pfadfindungs-Algorithmen für fliegende Kreaturen.
- Neue Baumaterialien wie verstärktes Acrylglas für maximale Sichtbarkeit.
Die Optimierung der Cobra Engine war notwendig, da das Rendering von transparenten Flüssigkeiten und Partikeleffekten in Aquarien eine hohe Rechenlast erzeugt. Speicherauslastung und CPU-Performance wurden für die Verwaltung von hunderten Individuen innerhalb eines Fischschwarms neu gewichtet.
Studio-Historie und Branchenkontext
Frontier Developments, unter der Führung von David Braben, hat eine lange Tradition in der Entwicklung von Simulationen. Seit der Gründung 1994 spezialisierte sich das Studio auf komplexe Systeme, angefangen bei Elite Dangerous bis hin zu den Planet-Titeln.
Der Markt für Zoo-Simulationen ist seit dem Erfolg des ersten Planet Zoo gewachsen. Mit Titeln wie Prehistoric Kingdom gibt es direkte Konkurrenten, die sich auf ausgestorbene Arten spezialisieren und ähnliche Bau-Mechaniken nutzen. Durch den Fokus auf moderne Tierhaltung und Naturschutz-Aspekte distanziert sich Planet Zoo 2 jedoch von reinen Kreaturen-Baukästen.
Verfügbarkeit
Planet Zoo 2 erscheint für den PC. Das genaue Datum für den Verkaufsstart steht in den kommenden Wochen fest.
- Vertrieb ausschließlich über digitale Plattformen wie Steam oder den Epic Games Store.
- Hardware-Anforderungen übersteigen vermutlich den Vorgänger durch die Berechnung der Strömungssimulationen.
- Keine Konsolen-Version zum Start geplant, basierend auf der bisherigen Veröffentlichungspolitik des Studios.
Die Entwicklung dieses Titels erfolgt parallel zur laufenden Unterstützung von Jurassic World Evolution 2, wobei beide Teams Teile ihrer technischen Infrastruktur teilen. Spieler benötigen eine aktuelle Grafikkarte mit mindestens 8 GB VRAM, um die komplexen Wasser- und Luftsimulationen bei hohen Details flüssig darzustellen.