Polyarc beendet seine Arbeit
Das Entwicklerstudio Polyarc hat angekündigt, nach zwölf Jahren den Betrieb einzustellen. Das Studio wurde vor allem durch die Moss-Reihe bekannt, eine der beliebtesten VR-Platforming-Serien überhaupt. In einer kurzen Mitteilung heißt es: “Our work is now finished.” Die Schließung markiert das Ende eines der bekanntesten unabhängigen VR-Studios. Für Fans der Reihe ist es ein bitterer Moment.
Was Polyarc hinterlässt
- Moss erschien ursprünglich für PlayStation VR und wurde später auf weitere Plattformen portiert
- Die Reihe dreht sich um den kleinen Mäuserich Quill, der Abenteuer in einer großen Welt erlebt
- Spieler begleiteten Quill als unsichtbarer Begleiter durch dioramaartige Level
- Moss: Book II setzte die Geschichte fort und vertiefte die Beziehung zwischen Spieler und Figur
- Die Serie galt als eine der besten VR-Platformer überhaupt und wurde mehrfach ausgezeichnet
Warum Moss besonders war
Moss war kein typisches VR-Spiel. Statt den Spieler in eine Egoperspektive zu zwingen, setzte Polyarc auf eine Third-Person-Ansicht. Der Spieler steuerte Quill durch kleine, detailreiche Welten. Gleichzeitig konnte er mit der eigenen Hand in das Geschehen eingreifen. Diese Mischung aus klassischem Platforming und VR-Interaktion war zum Release 2018 neu. Viele Kritiker lobten die enge Bindung zwischen Spieler und Spielfigur. Moss bewies, dass VR auch ohne Schrecken funktioniert.
Ein Studio mit klarem Fokus
- Polyarc wurde 2013 gegründet
- Der Fokus lag von Anfang an auf VR
- Das Studio veröffentlichte mit Moss und Moss: Book II zwei große Titel
- Beide Teile erschienen für PlayStation VR, später auch für PC und Quest
- Polyarc blieb unabhängig und arbeitete mit verschiedenen Plattformhaltern zusammen
Die VR-Branche verliert einen Pionier
Polyarc gehörte zu den Studios, die früh an VR glaubten. Während viele Entwickler nach dem ersten Hype wieder ab sprangen, blieb Polyarc dem Medium treu. Die Moss-Reihe bewies, dass VR nicht nur für Horror oder Simulationen taugt. Plattforming funktioniert in VR, wenn das Design stimmt. Andere Studios griffen diese Idee später auf, doch Moss blieb der Maßstab. Die Schließung reiht sich in eine Reihe von Studios ein, die sich aus der VR-Entwicklung zurückziehen.
Was aus dem Team wird
- Die Mitteilung spricht von einem gemeinsamen Abschied
- “We are saying our farewells to each other”, heißt es in der Ankündigung
- Konkrete Pläne für die Zukunft der einzelnen Teammitglieder sind nicht bekannt
- Das Studio hinterlässt keine offenen Projekte
- Auch zur Zukunft der Marke Moss gibt es keine Angaben
Ein Abschied mit offenen Fragen
Die Ankündigung ist knapp. Polyarc nennt keine Gründe für die Schließung. Auch zur Zukunft der Marke Moss gibt es keine Angaben. Ob die Reihe bei einem anderen Studio weiterlebt, bleibt unklar. Fans müssen sich vorerst mit den zwei erschienenen Teilen begnügen. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Die Marke bleibt in der Schwebe.
Zwölf Jahre reichen für ein Vermächtnis
Zwölf Jahre sind für ein unabhängiges Studio keine kurze Zeit. Polyarc hat in dieser Zeit zwei Spiele veröffentlicht, die in der VR-Szene bis heute genannt werden. Quill wurde zu einer kleinen Ikone. Wer eine PlayStation VR besitzt, kommt an Moss kaum vorbei. Die Schließung ist kein lautes Ende, sondern ein leiser Abschied. Was bleibt, sind zwei Spiele, die VR-Geschichte geschrieben haben.