Der beste Immersive Sim im Mehrspielermodus
Arkanes Prey gilt unter Fans des Genres als spiritueller Nachfolger von System Shock. Bisher handelte es sich dabei um ein reines Einzelspieler-Erlebnis.
Eine neue Fan-Modifikation ändert diesen Zustand grundlegend. Spieler stürzen sich ab sofort zusammen mit anderen in die verlassene Raumstation Talos I.
Studio-Historie und die Wurzeln von Arkane
Entwickler Arkane Studios wurde im Jahr 1999 von Raphael Colantonio und Nicolas Haumont in Lyon gegründet. Vor Prey erlangte das Studio vor allem durch die Dishonored-Reihe internationale Bekanntheit, die ebenfalls dem Genre der Immersive Sims zugeordnet wird.
Das Erstlingswerk des Studios war Arx Fatalis aus dem Jahr 2002, gefolgt von dem Action-Rollenspiel Dark Messiah of Might and Magic im Jahr 2006. Beide Titel etablierten den typischen Designansatz des Entwicklers mit komplexen physikalischen Systemen und nicht-linearem Leveldesign.
Das Franchise und die Namenswirrungen
Das ursprüngliche Prey erschien im Jahr 2006 und stammte von den Human Head Studios, veröffentlicht durch 2K Games. Dieser erste Teil war ein linearer Ego-Shooter mit Portalmechaniken, der jahrelang in der Entwicklungshölle feststeckte.
Bethesda Softworks erwarb die Markenrechte und beauftragte Arkane Studios mit einem vollständigen Neustart der Serie. Das Spiel von 2017 teilt sich mit dem 2006er Original lediglich den Namen, hat erzählerisch und spielerisch jedoch keine Verbindung dazu.
Das steckt hinter der Mod
- Die Modifikation trägt den Namen Prey Coop.
- Sie erlaubt Sitzungen mit bis zu 16 Spielern gleichzeitig.
- Die gesamte Kampagne lässt sich im Team bestreiten.
Branchenkontext und vergleichbare Projekte
Die nachträgliche Implementierung von Mehrspielermodi durch Modder hat bei klassischen Einzelspielerspielen eine lange Tradition. Bekannte Beispiele sind die Sky Coop-Mod für Skyrim oder die Multiplayer-Projekte für die Fallout-Reihe.
Immersive Sims gelten in der Spielebranche wirtschaftlich oft als schwierig, da komplexe Mechaniken hohe Entwicklungskosten verursachen. Titel wie Prey blieben trotz hervorragender Kritiken hinter den kommerziellen Erwartungen von Publisher Bethesda zurück.
Technische Umsetzung und Multiplayer
Das Projekt bringt den Ego-Shooter in eine völlig neue Dimension. Bisher war das Erkunden der Station eine einsame Angelegenheit.
Gemeinsam kämpfen Spieler nun gegen die Typhon-Bedrohung. Absprachen über Ressourcen und Fähigkeiten stehen dabei im Mittelpunkt.
Wirtschaftliche Eckdaten und Verkaufszahlen
Genaue Verkaufszahlen für Prey hat Bethesda offiziell nie veröffentlicht. Analysten schätzen die weltweite Auflage im ersten Jahr auf rund eine Million verkaufte Einheiten über alle Plattformen hinweg.
Das Spiel erschien am 5. Mai 2017 für PC, PlayStation 4 und Xbox One. Im selben Jahr folgte noch der DLC Prey: Mooncrash, der roguelike-artige Elemente in das Universum einbettete.
Installation und Verfügbarkeit
Interessierte Spieler finden die Modifikation im Internet. Die Basisversion von Prey wird für die Nutzung zwingend vorausgesetzt.
Das Spiel erschien ursprünglich im Mai 2017 von Arkane Studios.