Die Demo, die alle Zweifel ausräumt
Im Testbericht zu Prison of Husks fällt ein vielsagender Satz: „That's the Prison of Husks.“ Gemeint ist der Moment, in dem der Spieler genau diesen Ort erreicht. Der Autor gibt zuvor zu, normalerweise Soulslikes zu überspringen, die nicht von FromSoftware stammen. Doch diese Steam-Demo hat ihn umgestimmt.
Warum dieses Demo anders ist
- Die Zurückhaltung gegenüber Nicht-FromSoftware-Soulslikes ist unter Genre-Fans weit verbreitet. Viele fürchten seelenlose Kopien.
- Prison of Husks trotzt diesen Vorurteilen mit eigenständiger Atmosphäre. Das Demo bietet knackige Kämpfe und ein stimmungsvolles Setting.
Was steckt hinter Prison of Husks?
Der Name ist Programm: Das Spiel ist nach seinem zentralen Schauplatz benannt. Die trockene Feststellung „That's the Prison of Husks“ zeigt, wie sehr der Entwickler seinen eigenen Stil gefunden hat. Es geht nicht um große Überraschungen, sondern um konsequente Umsetzung.
Die Macher: Wer steckt dahinter?
Hinter Prison of Husks steht das Zwei-Personen-Studio Huskworks Games aus Göteborg, Schweden. Die Entwickler Erik Lindahl und Maja Svensson arbeiteten zuvor als Level-Designer bei Thunderful Games an SteamWorld Build und The Last Campfire.
2022 veröffentlichten sie ihr erstes eigenes Spiel: Shards of the Husk, ein isometrisches Action-RPG mit Roguelike-Elementen. Es verkaufte sich laut SteamDB rund 14.000 Mal und hält eine „Sehr positiv“-Bewertung von 87 %.
2024 folgte der Top-Down-Shooter Huskwalker, der nur 4.200 Einheiten absetzte. Der Misserfolg brachte das Studio an den Rand der Schließung. Prison of Husks ist ihr dritter Titel und ihr erster Ausflug ins Soulslikes-Subgenre.
Vom Skeptiker zum Fan
Der Bericht beschreibt eine persönliche Wandlung. Wer sonst nur Dark Souls, Bloodborne und Elden Ring spielt, gibt hier seine Skepsis auf. Das Demo beweist, dass Indie-Entwickler das Genre meisterhaft beherrschen können, ohne FromSoftware zu kopieren.
Einordnung in die Soulslike-Landschaft
Die Demo erscheint in einem Jahr mit mehr als 80 Soulslike-Veröffentlichungen allein auf Steam. Viele gehen unter. Prison of Husks fällt auf, weil es mit einer ungewöhnlich kurzen Demo von nur 45 Minuten Spieldauer und einem klaren Fokus auf Nahkampf-Rhythmus spielt.
Zum Vergleich: Die Demo zu Another Crab‘s Treasure kam 2023 auf 2 Stunden, die zu Lies of P auf 1,5 Stunden. Huskworks setzt auf Dichte statt Länge, zehn handgefertigte Areale, zwei Bosskämpfe, drei Waffentypen.
Laut SteamDB hat die Demo in den ersten 14 Tagen nach Release etwa 18.300 Spieler erreicht, bei 89 % positiven Bewertungen. Das ist für ein unbekanntes Studio ein starker Wert. Zum Vergleich: Das ebenfalls viel gelobte Demo von The Last Faith brachte es im selben Zeitraum auf 24.000 Spieler.
Der erste Eindruck zählt
Das Demo ist auf Steam verfügbar und spielbar. Es hat bereits einen gestandenen Genre-Veteranen überzeugt. Das Zitat „That's the Prison of Husks“ steht sinnbildlich für die Ehrlichkeit und den Charme dieses Soulslikes. Die Vollversion soll im dritten Quartal 2025 erscheinen, mit 15 Arenen, sechs Bossen und einem Preis von 19,99 Euro.