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PS5 Pro in Japan: 60 Spielstunden für ein Bestellrecht
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PS5 Pro in Japan: 60 Spielstunden für ein Bestellrecht

Sonys Lotterie für PS5-Pro-Bestellungen in Japan verlangt ein Konto mit mindestens 60 Spielstunden, ein Verfahren, das den Frust über knappe Hardware befeuert.

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Tommes Parzl
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Sony koppelt das Bestellrecht an die Spielzeit

Wer in Japan eine PS5 Pro direkt bei Sony kaufen will, braucht mehr als Geld. Der Konzern hat ein Lotterieverfahren eingerichtet, das Interessenten vor der Bestellung filtert. Bedingung ist ein in Japan registriertes Sony-Konto, das mindestens 60 Spielstunden auf PS4 oder PS5 vorweisen kann. Die Meldung ist vom 2. Oktober 2026. Die PS5 Pro gilt ohnehin als teures Gerät, ein konkreter Euro-Preis wird in diesem Zusammenhang nicht genannt.

Die Regeln im Detail

  • Es handelt sich um ein Lotteriesystem, nicht um einen normalen Verkaufsvorgang.
  • Voraussetzung ist ein in Japan registriertes Sony-Konto.
  • Auf diesem Konto müssen mindestens 60 Spielstunden auf PS4 oder PS5 nachweisbar sein.
  • Erst danach ist die Teilnahme an der Verlosung um ein Bestellrecht möglich.
  • Gezahlt wird anschließend der volle Preis, nicht ein Rabatt.

Der Gedanke dahinter

Sony will mit dem Verfahren Scalper ausbremsen. Wer Container-weise Konsolen aufkauft und sie mit Aufschlag weiterverkauft, hat in der Regel keine jahrelang gefütterte Spielhistorie auf einem japanischen Konto. Das Kriterium der Spielstunden ist ein Umweg über die Nutzungsdauer: Wer 60 Stunden auf PS4 oder PS5 verbracht hat, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich Spieler und nicht Zwischenhändler. Der Preis bleibt dabei voll, es gibt also keinen Bonus für Treue, nur eine Erlaubnis zum Kauf. Genau an diesem Punkt setzt die Kritik an: Man muss seine Markentreue beweisen, um überhaupt zum regulären Preis kaufen zu dürfen.

Was die PS5 Pro ist

Die PS5 Pro ist Sonys leistungsstärkere Variante der aktuellen Konsolengeneration. Sie tritt nicht als Nachfolger auf, sondern als Ergänzung neben der Standard-PS5 und der digitalen Variante. In der Berichterstattung wird sie als teuer beschrieben, was sie in eine ungewöhnliche Position bringt: Sie soll Enthusiasten ansprechen, gleichzeitig ist der Preis hoch genug, dass viele Interessenten abwinken. Ein Gerät, das von vornherein auf ein kleineres Publikum zielt, wird von Knappheit und Scalping besonders hart getroffen. Wenn ohnehin nur ein Teil der Käufer zugreift, fällt jeder verlorene Artikel stärker ins Gewicht.

Valve und Nvidia machen es ähnlich

  • Valve arbeitet beim Reservierungssystem für die Steam Frame mit einer Warteliste statt mit freiem Verkauf.
  • Nvidia hat für die RTX 5090 und RTX 5080 in der Founders Edition ebenfalls ein Reservierungsverfahren genutzt.
  • Gemeinsam ist allen Ansätzen der Versuch, den Weiterverkauf mit Aufschlag einzudämmen.
  • Gemeinsam ist ihnen auch, dass sie den Kaufakt selbst verkomplizieren.
  • Wer Pech hat, wartet Wochen, obwohl das Geld längst bereitliegt.

Die Branche und das Scalping-Problem

Knappe Hardware ist seit Jahren ein wiederkehrendes Thema. Grafikkarten, Konsolen und Handhelds wurden in den vergangenen Jahren regelmäßig kurz nach Verkaufsstart zu Vielfachen des Listenpreises weitergegeben. Händler und Hersteller haben darauf mit unterschiedlichen Mitteln reagiert: Wartelisten, Mengenbegrenzungen, Konto-Verifizierungen und eben Lotterien. Keine dieser Methoden löst das Grundproblem, dass Nachfrage und Angebot auseinanderliegen. Sie verschieben nur, wer den Zuschlag bekommt. Aus Sicht der Hersteller ist das ein Fortschritt, weil der Aufschlag dann nicht beim Zwischenhändler landet. Aus Sicht der Käufer entsteht eine neue Hürde, die nichts mit dem Produkt selbst zu tun hat.

Was das für Spieler bedeutet

Wer in Japan lebt und seit Jahren auf PlayStation spielt, hat gute Karten. Wer neu einsteigt, umsteigt oder einfach kein umfangreich geführtes Konto besitzt, schaut durch die Finger. Das trifft besonders Menschen, die bisher auf anderen Plattformen unterwegs waren und nun zur PS5 Pro wechseln wollen. Ihre Spielzeit verteilt sich auf Steam, Xbox oder Switch, nicht auf PS4 oder PS5. Der Nachweis der Markentreue ist damit nicht nur ein Anti-Scalper-Werkzeug, sondern auch eine Hürde für Neukunden. Sony bindet den Zugang zur Hardware an die Nutzung des eigenen Ökosystems.

Eine Beobachtung zum Schluss

Das Verfahren setzt voraus, dass Markentreue über Spielstunden messbar ist. Wer 60 Stunden auf einem japanischen Sony-Konto angesammelt hat, gilt als berechtigt, wer 59 hat, nicht. Die Schwelle ist eine Zahl, kein Urteil über Interesse. Und der Kauf zum vollen Preis ist am Ende keine Belohnung, sondern der Normalfall, den man sich erst verdienen muss.

Quelle: PCGamer latest

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