Ein Fehler mit 64 Gigabyte
Die Angabe von 64 GB RAM als Mindestvoraussetzung für den anstehenden Playtest sorgte für heftige Reaktionen in Foren wie Reddit oder ResetEra. Solche Werte übersteigen selbst die Anforderungen von hochgradig ineffizienten Simulationen oder professionellen Render-Workstations.
Der Entwickler korrigierte den Wert kurze Zeit später auf 16 GB RAM, was dem aktuellen Standard für aktuelle AAA-Titel entspricht. Dennoch bleibt die Frage, wie ein solcher Fehler die Qualitätssicherung der PR-Abteilung passieren konnte.
Studio-Historie und Erfahrungswerte
Hinter dem Projekt steht ein Team, das bisher vor allem durch Singleplayer-Erfahrungen bekannt wurde. Ihr letzter Titel erschien vor drei Jahren und litt zum Release unter massiven Memory-Leaks, die den Arbeitsspeicher innerhalb weniger Stunden komplett auslasteten.
Die technische Expertise des Studios steht unter Beobachtung, da der Übergang von linearen Abläufen zu einer Open-World-Umgebung eine neue Herausforderung darstellt. Frühere Projekte nutzten eine stark modifizierte Version der Unreal Engine 4, die für ihre RAM-Affinität bekannt war.
Die aktuelle Lage der Anforderungen
Die korrigierte Liste der Hardware-Vorgaben wirkt weiterhin unlogisch und inkonsistent. Bei vielen aktuellen Titeln skalieren die Anforderungen linear, während hier die Sprünge zwischen den Qualitätsstufen kaum nachvollziehbar sind.
- Die Anforderungen für die GPU klaffen weit auseinander, ohne dass die grafische Differenz im Spielmaterial ersichtlich ist.
- Der Sprung zwischen Minimum und Empfohlen deutet auf eine mangelhafte Optimierung der Assets hin.
- Viele Tester berichten, dass das Spiel bei identischen Einstellungen auf unterschiedlichen Systemen eine variierende Auslastung zeigt.
Branchenkontext und Hardware-Realität
Vergleichbare Titel wie Returnal oder The Last of Us Part I benötigten bei ihrem PC-Release ebenfalls ungewöhnlich viel Speicher, da die Shader-Kompilierung fehlerhaft implementiert war. Diese Spiele zeigten, dass eine hohe RAM-Anforderung meist auf eine schlechte Portierung hindeutet, statt auf komplexe Spielmechaniken.
In der heutigen Zeit ist ein System mit 32 GB RAM zwar für moderne Arbeitsabläufe sinnvoll, für reines Gaming jedoch selten notwendig. Die Branche erlebt aktuell eine Phase, in der VRAM-Engpässe bei Grafikkarten oft durch eine übermäßige Auslagerung in den normalen Arbeitsspeicher kaschiert werden.
Technik-Check für Gamer
Spieler sollten vor dem Start des Tests die Auslastung mittels MSI Afterburner oder dem Windows Task-Manager im Auge behalten. Die offiziellen Zahlen dienen aktuell eher als grobe Schätzung denn als belastbare technische Vorgabe.
- Deaktiviert unnötige Hintergrundprozesse wie Browser-Tabs oder Overlay-Software, um den Overhead zu minimieren.
- Überprüft die Auslagerungsdatei in den Windows-Systemeinstellungen, falls das Spiel trotz ausreichender Hardware abstürzt.
- Achtet auf die CPU-Auslastung, da diese bei diesem speziellen Titel oft eine höhere Fehlerquote provoziert als die Grafikkarte.
Die Entwickler hüllen sich bezüglich der technischen Architektur des Netcodes für den Playtest in Schweigen. Ein Großteil der Performance-Probleme resultiert bei derartigen Shootern oft aus einer fehlerhaften Synchronisation der Datenpakete, die den RAM zusätzlich belastet. Das Studio hat bisher keine Stellungnahme zur genauen Engine-Version veröffentlicht, die für den Test zum Einsatz kommt. Der aktuelle Build des Spiels belegt auf der Festplatte bereits über 120 GB.