EndeNews Logo EndeNews
Razer Basilisk V4 Pro: Ist Perfect 180 schon Cheating?
News

Razer Basilisk V4 Pro: Ist Perfect 180 schon Cheating?

Razer bringt mit Perfect 180 eine Maus-Funktion für exakte 180-Grad-Drehungen, und die Community diskutiert, ob das Cheating ist.

T
Tommes Parzl
TEILEN: Twitter Reddit

Was Razer mit Perfect 180 vorstellt

Razer hat am 8. Oktober 2026 die Basilisk-V4-Serie offiziell vorgestellt. Zur neuen Basilisk V4 Pro gehört eine Funktion namens Perfect 180. Sie löst per Tastendruck eine exakte 180-Grad-Drehung im Spiel aus. Laut Hersteller ist sie für FPS-Spieler mit niedriger Sensitivität gedacht. Konfiguriert wird das Feature über die Software Razer Synapse, die Razer ohnehin für seine Peripherie nutzt. Ein eigener Launcher oder ein zusätzliches Tool ist nicht nötig. Der Hersteller positioniert die Funktion als Eingabehilfe, nicht als Wettbewerbsvorteil.

So arbeitet die Funktion

  • Der Spieler belegt eine freie Maustaste mit Perfect 180.
  • Ein einziger Druck dreht die Spielfigur um exakt 180 Grad.
  • Die Konfiguration läuft ausschließlich über Razer Synapse.
  • Zielgruppe sind Nutzer mit besonders langsamer Mausempfindlichkeit.
  • Eine spielübergreifende Freigabe nennt Razer nicht.
  • Die Funktion gehört zur Basilisk V4 Pro und zur V4-Serie.
  • Ob die Drehung in jedem Spiel greift, bleibt offen.

Hardware, kein Spiel-Update

Bei Perfect 180 handelt es sich um eine Funktion der Maus, nicht um ein Spiel oder einen Patch. Publisher und Entwickler im klassischen Sinne gibt es hier nicht, weil Razer als Hersteller auftritt. Spieler richten das Feature selbst in der Synapse-Software ein. Wie einzelne Spiele auf die Drehung reagieren, ist nicht Teil der Ankündigung. Die gesamte Funktion bleibt außerhalb des Spiels, sie steuert lediglich die Eingabe. Damit ist sie grundsätzlich vergleichbar mit Makros oder Profilen, die Mäuse seit Jahren bieten. Ob die Drehung serverseitig als legitime Eingabe zählt, hängt von der Spiel-Engine ab.

Cheating oder Komfortfunktion?

Ob Perfect 180 als Cheating zählt, hat keine technische Antwort. Anti-Cheat-Systeme prüfen in der Regel Software-Eingriffe und nicht zusätzliche Maustasten. Eine 180-Grad-Drehung per Tastatur, Mausrad oder schneller Fingerbewegung ist seit Jahren normal. Razer bewirbt das Feature als Werkzeug für Low-Sens-Spieler, nicht als Vorteil gegenüber anderen. Die Einordnung bleibt damit eine Meinungsfrage und keine bestätigte Tatsache. Die Diskussion wird vor allem in der Community geführt, nicht von Anti-Cheat-Herstellern entschieden. Eine einheitliche Antwort auf die Cheating-Frage existiert derzeit nicht.

Die Basilisk-Reihe als Kontext

Razer führt die Basilisk-Serie als eigene Mausfamilie für anpassbare Steuerung. Ein direkter Vorgänger der V4 Pro wird in den verfügbaren Angaben nicht ausdrücklich genannt. Die Reihe positioniert sich im oberen Segment von Razers Produktportfolio. Mit der V4-Serie erweitert der Hersteller sein Angebot an Gaming-Mäusen für den PC. Weitere Modelle gehören zur selben Produktfamilie. Das gesamte Line-up ist für Spieler gedacht, die viele Tasten und Profile nutzen. Genaue Angaben zu früheren Modellen macht die aktuelle Ankündigung nicht.

Was das für Low-Sens-Spieler heißt

  • Taktik-Shooter-Profis arbeiten oft mit sehr niedriger Sensitivität.
  • Schnelle Drehungen um 180 Grad gehören dort zum Alltag.
  • Hardware-Hersteller bringen zunehmend Makro- und Profilfunktionen.
  • Die Grenze zwischen Komfort und Vorteil ist fließend.
  • Turniere regeln solche Fragen selbst, nicht der Hersteller.
  • Was in einem Liga-Regelwerk erlaubt ist, gilt nicht automatisch überall.
  • Wer nur solo oder mit Freunden spielt, merkt davon selten etwas.

Offene Punkte bei Preis und Reichweite

Ein konkreter Euro-Preis für die Basilisk V4 Pro wird in den verfügbaren Angaben nicht genannt. Ob Perfect 180 in allen Spielen funktioniert, ist ebenfalls nicht bestätigt. Spieler müssen die Funktion aktiv über Razer Synapse einrichten. Ob Turnierveranstalter sie zulassen, entscheidet jede Organisation in ihrem eigenen Regelwerk. Razer selbst trifft dazu in der Ankündigung keine Aussage. Zur Verfügbarkeit in Europa macht der Hersteller keine näheren Angaben. Damit bleiben zwei zentrale Punkte offen: Preis und spielübergreifende Unterstützung.

Streitpunkt mit Ansage

Die Cheating-Debatte um Perfect 180 lässt sich nicht pauschal auflösen. In der Praxis entscheiden Ligen und Veranstalter, was in ihrem Wettbewerb erlaubt ist. Razer liefert ein Werkzeug, dessen Bewertung bei den Spielern bleibt. Die Diskussion um Hardware-Vorteile im kompetitiven Gaming bekommt damit einen weiteren Punkt. Wer in einer privaten Runde mit Freunden spielt, sieht das ohnehin oft entspannter. Der eigentliche Streit dreht sich nicht um die Technik, sondern um die Regeln. Eine offizielle Stellungnahme von Anti-Cheat-Herstellern oder großen Ligen steht bislang aus.

Quelle: PCGamer latest

VERWANDTE ARTIKEL