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REPLACED im Test: Eine bildgewaltige Cyberpunk-Dystopie mit Ecken und Kanten
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REPLACED im Test: Eine bildgewaltige Cyberpunk-Dystopie mit Ecken und Kanten

Wir haben uns in die düstere Welt von Phoenix City gewagt und prüfen, ob die beeindruckende Optik von REPLACED über seine spielerischen Schwächen hinwegtäuschen kann.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Willkommen in der grausamen Schönheit von Phoenix City

In REPLACED schlüpft ihr in die Rolle von REACH, einer hochintelligenten KI, die unfreiwillig in den Körper ihres Schöpfers, Dr. Warren Marsh, transferiert wurde. Das Spiel entführt euch in ein alternatives, nuklear verwüstetes Amerika der 1980er Jahre, in dem die Phoenix Corporation die Bevölkerung als Ersatzteillager für die Elite missbraucht.

Die Atmosphäre ist absolut erstklassig und erinnert an die besten Dystopien der Filmgeschichte. Die 2.5D-Grafik setzt neue Maßstäbe und übertrifft in ihrer Detailverliebtheit sogar Genre-Größen wie Octopath Traveler.

Wenn die Grafik gegen das Gameplay arbeitet

So atemberaubend die Welt auch aussieht, sie steht sich gelegentlich selbst im Weg. Vor allem bei schwierigen Plattform-Passagen wird die optische Opulenz zum Hindernis:

  • Plattformen und Vorsprünge verschmelzen oft mit dem detaillierten Hintergrund.
  • In dunklen Tunneln ist es beinahe unmöglich, den richtigen Weg instinktiv zu finden.
  • Besonders auf kleineren Bildschirmen wie dem Steam Deck wird die Orientierung zur reinen Glückssache.

Taktvolles Gekloppe und knallharte Kämpfe

Die Kämpfe in REPLACED fühlen sich wie ein choreografierter Tanz an, bei dem ihr schnell auf Anzeigen über den Köpfen der Gegner reagieren müsst. Dabei ist blindes Button-Mashing keine Option, da jeder Gegnertyp eine eigene Strategie erfordert:

  • Gepanzerte Gegner müssen erst ihrer Schutzschicht beraubt werden.
  • Flinke Widersacher kontern eure Angriffe, solange ihr nicht abwartet.
  • Die KI-Gegner warten zwar fairerweise in der Schlange, doch die visuelle Unübersichtlichkeit lässt einen manchmal ins Leere schlagen.

Ein narratives Meisterstück für das KI-Zeitalter

Trotz der gelegentlichen Frustmomente bei der Steuerung zieht einen die Geschichte unweigerlich in ihren Bann. Die Reise von REACH ist nicht nur ein spannender Thriller, sondern auch ein nachdenkliches Gedankenexperiment über das Menschsein:

  • Die Welt strotzt vor düsteren Details und komplexen moralischen Charakteren.
  • Der treibende Synth-Soundtrack unterstreicht die bedrückende Stimmung perfekt.
  • Die Mischung aus Detektiv-Elementen und knallharter Action sorgt für einen hervorragenden Spielfluss.

Fazit: Ein Muss für Cyberpunk-Fans?

REPLACED ist kein perfektes Spiel, aber eines, das man gesehen haben muss. Wer über die gelegentlichen Orientierungsschwierigkeiten und die kleinen Macken im Kampfsystem hinwegsehen kann, wird mit einer der atmosphärischsten Erfahrungen der letzten Jahre belohnt.

Für alle, die einen düsteren, bildgewaltigen Trip suchen, ist dieser Titel absolute Pflicht. Bleibt nur zu hoffen, dass ein kleiner Patch die Sichtbarkeit der Plattformen noch etwas optimiert!

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