Ein Prequel mit hohem Tempo
Resonance: A Plague Tale Legacy wurde durch einen Bericht von Dot Esports bekannt, der auf eine interne Projektliste verweist. Das Spiel erweitert das Universum von A Plague Tale, ohne dass bisher ein Entwickler oder ein Veröffentlichungstermin bestätigt wurden.
Die bisherigen Titel der Reihe stammen vom französischen Studio Asobo Studio. Das Team aus Bordeaux erlangte durch die Zusammenarbeit mit Microsoft bei der Flight Simulator-Serie globale Bekanntheit, bevor es mit der Geschichte um Amicia und Hugo eigene Akzente setzte.
Story: Vor dem bekannten Anfang
Die Handlung von A Plague Tale: Innocence (2019) und A Plague Tale: Requiem (2022) dreht sich um die Inquisition im Frankreich des 14. Jahrhunderts. Ein Prequel muss zwangsläufig die Ursprünge der Macula, der geheimnisvollen Krankheit, oder das Wirken des Ordens in einer früheren Epoche thematisieren.
- Die Macula ist eine Blutkrankheit, die Träger mit den Rattenhorden verbindet.
- Der Orden versucht seit Jahrhunderten, diese Macht zu kontrollieren.
- Zeitliche Anhaltspunkte könnten die Pestausbrüche des 13. Jahrhunderts oder noch frühere Konflikte sein.
Die erzählerische Klammer der Serie basiert auf dem Überlebenskampf zweier Geschwister gegen eine übermächtige, von Ratten getriebene Naturgewalt. Ein neues Spiel muss diese Dynamik bewahren, um die Fangemeinde nicht zu entfremden.
Einordnung in die Reihe
Asobo Studio hat mit den beiden Hauptteilen eine der erfolgreichsten europäischen Produktionen der letzten Jahre geschaffen. Requiem verkaufte sich laut Publisher Focus Entertainment bereits kurz nach Release über eine Million Mal.
- A Plague Tale: Innocence verkaufte sich bis heute über drei Millionen Mal.
- Der Erfolg basierte auf der Verbindung von narrativer Tiefe und linearem Leveldesign.
- Ein Ableger muss den hohen Erwartungen an Inszenierung und emotionale Bindung standhalten.
Vergleichbare Titel wie The Last of Us haben das Genre der narrativen Action-Adventures geprägt. Resonance tritt in ein Segment ein, in dem Spieler eine hohe Dichte an Story-Momenten und eine präzise Steuerung erwarten.
Gameplay: Action statt Heimlichkeit
Die Bezeichnung "action-packed" deutet auf eine Abkehr vom bisherigen Fokus auf Stealth-Mechaniken hin. In den Vorgängern waren Kämpfe selten und meist als Rätsel gestaltet, die den Einsatz von Alchemie oder Lichtquellen erforderten.
- Amicia nutzte eine Steinschleuder zur Ablenkung oder Verteidigung.
- Stealth-Passagen dienten dazu, der zahlenmäßigen Überlegenheit der Soldaten zu entgehen.
- Offene Kämpfe könnten auf ein geändertes Kampfsystem oder neue Fähigkeiten der Spielfigur hindeuten.
Die Umstellung auf Action könnte bedeuten, dass der Protagonist über militärische Ausbildung verfügt. Ein Wechsel vom verletzlichen Kind hin zu einem kampferprobten Charakter würde das Spielgefühl der Serie grundlegend verändern.
Was jetzt noch fehlt
Die Quellenlage zu Resonance beschränkt sich auf den Leak von Dot Esports. Weder Focus Entertainment noch Asobo Studio haben das Projekt offiziell in ihr Portfolio aufgenommen.
- Es existiert kein Trailer, der Rückschlüsse auf die Engine zulässt.
- Offizielle Stellen vermeiden bisher jeden Kommentar zur Marke.
- Die Entwicklung könnte sich in einem frühen Stadium befinden, was die Abwesenheit von Material erklärt.
Ein solcher Leak tritt in der Branche oft auf, wenn Publisher Verträge für externe Dienstleister ausschreiben. Die finale Ankündigung hängt meist von der Produktionsreife ab, die bei vergleichbaren Projekten dieser Größe oft erst 12 bis 18 Monate vor Release stattfindet.