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Riecht ihr das? Warum „Smell-O-Vision“ in VR die letzte Grenze sein könnte
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Riecht ihr das? Warum „Smell-O-Vision“ in VR die letzte Grenze sein könnte

Wir untersuchen den neuen Trend zur Geruchsübertragung in VR, der uns vom digitalen Abenteuer direkt in den Brecheimer befördern könnte.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Die Nase im digitalen Abgrund

Die technische Entwicklung von Virtual Reality fokussiert sich bisher fast ausschließlich auf Optik und Akustik. Jetzt experimentieren Bastler mit Geruchssimulatoren, die Düfte direkt in das Headset pumpen.

Das Konzept klingt auf dem Papier nach einem weiteren Schritt Richtung totale Immersion. In der Praxis drohen jedoch Szenarien, bei denen der Mageninhalt schneller den Rückweg antritt als der Spieler „Pause“ drücken kann.

Wenn die Simulation zum Albtraum wird

Die Vorstellung, fremde Avatare oder digitale Welten mit olfaktorischen Signalen zu versehen, öffnet Tür und Tor für unangenehme Überraschungen. Ein Bericht von PCGamer bringt das Problem auf den Punkt.

  • Ein Nutzer könnte plötzlich den Gestank von verrottendem Fisch wahrnehmen.
  • Die Quelle des Geruchs wäre laut dem Szenario eine fiktive, schwangere Fuchs-Figur (OC) in einem sozialen VR-Chatroom.
  • Die Kombination aus visueller Überreizung und penetranter Geruchskulisse führt geradewegs zum Erbrechen.

Realitätscheck für Geruchs-Gadgets

Die Hardware für Duft-Übertragung ist bisher meist ein klobiger Aufsatz für bekannte Headsets wie die Meta Quest oder Valve Index. Diese Module nutzen häufig austauschbare Kartuschen mit chemischen Duftstoffen.

  • Die Dosierung ist technisch extrem schwierig zu kontrollieren.
  • Ein kurzer Windstoß im Spiel könnte eine Duftwolke auslösen, die den Raum für Stunden unbewohnbar macht.
  • Die Synchronisation zwischen Spielgeschehen und Geruchsausstoß weist oft eine Latenz von mehreren Sekunden auf.

Vorsicht bei der Programmierung

Entwickler müssen sich fragen, ob Spieler diesen Grad an Realismus überhaupt verlangen. Die Gefahr, dass ein gut gemeintes Feature innerhalb von Sekunden das Spielvergnügen zerstört, ist bei Gerüchen ungleich höher als bei einem Sound-Bug.

Die technische Hürde bleibt die chemische Zusammensetzung der Düfte. Aktuelle Systeme schaffen es bisher kaum, komplexe Gerüche ohne einen beißenden Unterton von verbranntem Plastik zu erzeugen. Wir bleiben bei Pixeln und Soundbars, bis jemand eine Geruchskartusche erfindet, die nicht nach chemischer Fehlfunktion riecht.

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