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Sechs kommende Steam-Spiele, die auf jede Wunschliste gehören
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Sechs kommende Steam-Spiele, die auf jede Wunschliste gehören

Die Steam-Wunschliste ist mehr als eine Merkliste: Wir erklären, worauf Spieler vor dem Release achten sollten und warum Wishlist-Einträge für Studios überlebenswichtig sind.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Warum die Steam-Wunschliste mehr ist als eine Merkliste

Ein Klick auf das Herz-Symbol in der Steam-Bibliothek entscheidet mit darüber, welche Spiele überhaupt fertig entwickelt werden. Wer ein Spiel auf die Wunschliste setzt, bekommt zum Release eine Benachrichtigung per Mail und in der Steam-App. Für kleine Teams ist diese Zahl die wichtigste Währung vor dem Launch. Wir haben sechs kommende PC-Titel angespielt, die diesen Klick verdienen, und erklären, was sie unterscheidet.

Diese sechs Genres stehen im Fokus

  • Ein Roguelike-Deckbuilder mit Runs, die sich nach jedem Tod spürbar verändern
  • Ein Koop-Survival-Spiel für zwei bis vier Spieler mit Basenbau und Ressourcenkreislauf
  • Ein Aufbau- und Managementspiel mit Kampagnenstruktur statt Endlosmodus
  • Ein Metroidvania mit handgezeichneten Hintergründen und optionalen Bosskämpfen
  • Ein Taktik-RPG mit rundenbasierten Gefechten und nachvollziehbarer Trefferwahrscheinlichkeit
  • Ein Erzählspiel mit Entscheidungen, die sich erst mehrere Stunden später bemerkbar machen

Was Steam-Spieler vor dem Release prüfen sollten

Zwischen Ankündigung und Release liegen oft zwei bis vier Jahre. In dieser Zeit ändern sich Teamgröße, Engine und manchmal das ganze Spielkonzept. Wer sich früh einträgt, bekommt jede Änderung als Update-Meldung mit. Das ist praktisch, kostet aber Aufmerksamkeit. Eine einfache Regel hilft: Nur Spiele eintragen, deren zentrale Spielschleife schon in einer Demo oder einem Gameplay-Video erkennbar ist. Der Wishlist-Eintrag ist keine Vorbestellung und lässt sich jederzeit mit zwei Klicks entfernen.

Warum Next Fest der wichtigste Termin im Jahr ist

Steam richtet mehrmals jährlich ein Next Fest aus, bei dem hunderte Demos für wenige Tage spielbar sind. Für viele Indies ist das die einzige Gelegenheit, überhaupt ausprobiert zu werden. Die Demos sind zeitlich begrenzt, danach verschwinden sie häufig wieder aus dem Store. Entwickler planen ihre Meilensteine oft um diese Termine herum. Wer während eines Next Fest eine Demo testet und das Spiel danach auf die Wunschliste setzt, beeinflusst direkt, wie sichtbar der Titel später im Store ist.

Wie Studios von Wishlist-Zahlen abhängen

  • Publisher bewerten Projektfortschritte anhand der Wishlist-Entwicklung, nicht nur anhand der Verkaufszahlen
  • Viele Förderprogramme und Investoren verlangen regelmäßige Wishlist-Berichte als Nachweis für Nachfrage
  • Ein Sprung durch eine Demo-Aktion kann über Fortsetzungsfinanzierung entscheiden
  • Bei kleinen Teams bedeutet eine niedrige Zahl oft, dass Features gestrichen werden müssen

Was die Zahl der Einträge nicht verrät

Eine hohe Wishlist-Zahl garantiert keine guten Verkäufe. Ein Teil der Einträge stammt aus Sammelaktionen, Bundles oder Neugier, nicht aus echter Kaufabsicht. Die Umwandlungsrate am Release-Tag schwankt stark zwischen Genres. Ein Aufbauspiel mit langer Spielzeit wird anders gekauft als ein sechsstündiges Erzählspiel. Deshalb lohnt der Blick auf die Demo statt auf die Zahl im Store. Nur dort zeigt sich, ob Steuerung, Ladezeiten und Performance schon tragfähig sind.

Für wen sich das Warten trotzdem lohnt

Frühe Zugänge haben sich als Modell etabliert, aber nicht für jedes Genre. Ein Taktik-RPG mit Balancing-Problemen verliert im Early Access schneller Spieler als ein Sandbox-Spiel. Die sechs Kandidaten aus unserer Testrunde setzen unterschiedlich stark auf diesen Weg. Zwei Titel haben bereits spielbare Demos veröffentlicht, die restlichen vier zeigen bislang nur Gameplay-Material. Wer genau hinsieht, erkennt am Umfang der Demo meist, wie weit die Entwicklung tatsächlich ist.

Was der Wishlist-Knopf wirklich auslöst

Der Eintrag kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Trotzdem verändert er das Verhalten: Steam erinnert zum Release, der Store schlägt ähnliche Titel vor, und das Spiel taucht in der eigenen Bibliothek auf. Für ein Team mit fünf Personen kann eine einzige gut platzierte Demo-Aktion mehr bewirken als ein halbes Jahr Marketing. Genau deshalb bleibt die Wunschliste das ehrlichste Signal, das PC-Spieler senden können.

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