Speicherkrise? Kein Grund zum Verzweifeln
Die Preise für GPUs, RAM und SSDs schießen seit Monaten in die Höhe. PCGames hat trotzdem einen Einsteiger-PC für 740 Euro zusammengestellt. Dazu kommen fünf weitere Builds bis zu 2340 Euro. Das Magazin zeigt damit: Auch mit kleinem Budget ist ein solider Gaming-Rechner möglich. Die Komponenten sind aufeinander abgestimmt, ohne überflüssige Extras.
Die sechs Builds im Überblick
- 740 Euro: Einstiegsmodell für 1080p-Gaming in aktuellen Titeln
- Fünf weitere Konfigurationen steigen schrittweise im Preis, 1050, 1350, 1650, 1950 und 2340 Euro
- Der teuerste Build liegt bei 2340 Euro und zielt auf WQHD oder 4K ab
Jeder Build enthält konkrete Komponentenempfehlungen. PCGames verzichtet auf Marketing-Floskeln und nennt klare Preis-Leistungs-Verhältnisse. Die Auflistung umfasst CPU, GPU, Mainboard, RAM, SSD, Netzteil und Gehäuse, inklusive Benchmark-Erwartungen für 1080p und WQHD.
Tipps für Alternativen: Worauf ihr achten solltet
- Gebrauchtmarkt: Ältere Grafikkarten wie die RTX 3060 tauchen oft für unter 200 Euro auf
- CPU+GPU-Kombo: Ein ausgewogenes Paar verhindert Engpässe, PCGames empfiehlt Ryzen 5 5600 mit RX 6600 für 1080p
- RAM und SSD: Genügend Speicher (16 GB DDR4, 1 TB NVMe) ist Pflicht, Marken sind zweitrangig
PCGames empfiehlt, bei Mainboard und Netzteil nicht zu sparen. Ein schwaches Netzteil gefährdet die Stabilität. Preiswerte B550-Bretter und 550-Watt-Netzteile von be quiet! oder Seasonic stehen auf der Liste.
Warum die Speicherkrise nicht alles bestimmt
Die Preise für DRAM und NAND sind auf einem Fünf-Jahres-Hoch. Dennoch lassen sich mit klugen Kompromissen solide Gaming-PCs bauen. Wer auf RGB-Beleuchtung und übertriebene Kühlung verzichtet, spart schnell 100 Euro. Der Artikel von PCGames ist ein praktischer Leitfaden, kein Hype, kein Hochglanz. Sechs Builds, sechs Preisstufen, ein klares Ziel: spielbare Leistung für jedes Budget.
PCGames: 30 Jahre Hardware-Ratgeber
PCGames (früher PC Games) erscheint seit 1992 als deutsche Spielezeitschrift. Mit einer Druckauflage von rund 50.000 Exemplaren und monatlich über 2 Millionen Seitenaufrufen auf pcgames.de gehört sie zu den ältesten Gaming-Publikationen im deutschsprachigen Raum. Die Redaktion veröffentlicht Build-Guides seit den frühen 2000ern, damals noch mit AGP-Grafikkarten und IDE-Festplatten. 2022 etwa stellte sie einen „Gaming-PC für 650 Euro“ vor, 2023 einen „4K-Build unter 2000 Euro“. Der aktuelle Leitfaden ist die sechste Auflage dieser Serie.
Einordnung: Build-Guides im Vergleich
PCGames tritt mit seinen Builds gegen etablierte Konkurrenten wie ComputerBase, PCGH oder Gamers Nexus an. Während ComputerBase oft theoretische Preis-Leistungs-Diagramme liefert und PCGH auf über 3000-Euro-Monster setzt, fokussiert PCGames auf realistische Budgets zwischen 700 und 2500 Euro. Die Preisspanne deckt 80 Prozent der Käufer ab, die meistverkaufte Grafikkarte auf dem europäischen Markt war 2024 die RTX 4060 (Laut 3D Center) für rund 300 Euro. PCGames‘ Einstiegsbuild liegt mit 740 Euro genau im Schnitt der empfohlenen Gesamtkosten für Einsteiger-PCs (laut Mindfactory-Daten aus Q1 2025). Die Speicherkrise selbst: DRAM-Preise stiegen von Q4 2023 bis Q2 2025 um 45 Prozent (DRAMeXchange). SSDs verteuerten sich um 30 Prozent. PCGames umgeht das durch den Einsatz von Corsair Vengeance LPX DDR4 statt teurerem DDR5 und günstigen TeamGroup MP33-NVMe-SSDs.