Der Status der Fortsetzung
Regisseur Destin Daniel Cretton behält die kreative Leitung für Shang-Chi 2 bei. Die vertragliche Bindung zwischen ihm und den Marvel Studios bleibt auch nach Jahren der Inaktivität bestehen.
Der Filmemacher äußerte sich zur schleppenden Entwicklung des Projekts. Er geht davon aus, dass eine zügigere Fortsetzung möglich gewesen wäre, wenn die industriellen Rahmenbedingungen nach dem Kinostart des ersten Teils anders ausgesehen hätten.
Hintergründe zur Produktion
Die Produktion des ersten Teils, Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings, erfolgte unter den schwierigen Bedingungen der globalen Pandemie. Der Film kam im September 2021 in die Kinos und spielte weltweit rund 432 Millionen US-Dollar ein.
In der internen Planung der Marvel Studios galt der Film als Erfolg, da er trotz eingeschränkter Märkte in China und variabler Kinokapazitäten profitabel war. Die nachfolgende Phase des Marvel Cinematic Universe (MCU) litt jedoch unter den Streiks der Autoren- und Schauspielergewerkschaften im Jahr 2023.
- Destin Daniel Cretton bleibt als Regisseur und Drehbuchautor gelistet.
- Die Marvel Studios unter der Leitung von Kevin Feige mussten ihre gesamte Release-Strategie für Phase 5 und 6 anpassen.
- Die Prioritäten des Studios verschoben sich durch die hohen Produktionskosten und die sinkenden Einspielergebnisse anderer Produktionen wie The Marvels.
Branchenkontext und Studio-Historie
Die Marvel Studios agieren als Tochtergesellschaft der Walt Disney Company. Ihre Strategie stützt sich auf eine eng verzahnte Erzählweise, in der Spielfilme wie Shang-Chi als Einführung für neue Protagonisten dienen.
Vergleichbare Produktionen wie Eternals erhielten bisher keine direkte Fortsetzung, was den Druck auf das Team um Cretton erhöht. Während Black Panther: Wakanda Forever nach drei Jahren erschien, zieht sich der Zeitraum bei Shang-Chi bereits jetzt über diesen Rhythmus hinaus.
- Der erste Teil kostete in der Produktion schätzungsweise 150 bis 200 Millionen US-Dollar.
- Das Studio setzt bei der Fortsetzung auf eine Anbindung an die übergeordnete Handlung um den Antagonisten Kang, deren Status nach der Entlassung von Jonathan Majors intern neu bewertet wurde.
- Die bisherige Arbeit von Cretton, etwa bei Just Mercy, legte den Fokus auf Charakterstudien, was das Studio für das Franchise gewinnen wollte.
Ein Blick auf die Fakten
Das erste Abenteuer von Shang-Chi führte Elemente der chinesischen Mythologie in das MCU ein. Die Geschichte um den Sohn von Wenwu und die Organisation der Zehn Ringe ist als abgeschlossener Handlungsstrang konzipiert, lässt aber Raum für weitere Konflikte.
Aktuell warten Fans auf ein Datum für den Drehstart. Die Marvel Studios haben für die kommenden zwei Jahre andere Projekte wie Thunderbolts und Fantastic Four priorisiert.
- Der Charakter Shang-Chi trat seit 2021 in keinem weiteren Film des Franchise mehr auf.
- In den Comics hat die Figur eine jahrzehntelange Historie, die den Marvel Studios zahlreiche Vorlagen für die Fortsetzung bietet.
- Die Post-Credit-Szene des ersten Teils deutet auf die Erforschung der Herkunft der technologisch fortgeschrittenen Zehn Ringe hin.
Die kreative Ausrichtung von Cretton für die Fortsetzung orientiert sich an einem düstereren Tonfall als beim Debüt. Eine offizielle Ankündigung zum Kinostart steht seitens der Walt Disney Company noch aus.