Einstieg in das Cosmere-Kartenspiel
Shards of Creation adaptiert das Cosmere-Universum von Brandon Sanderson für den Spieltisch. Herausgeber ist Brotherwise Games, ein Studio, das durch die Veröffentlichung von Boss Monster (2013) bekannt wurde.
- Brotherwise Games spezialisiert sich auf Lizenzumsetzungen mit niedrigschwelligen Einstiegshürden.
- Die Entwicklung von Shards of Creation erfolgte in enger Abstimmung mit dem Autor, um die Konsistenz der Lore zu gewährleisten.
Was steckt im Kartendeck?
Das Spielmaterial umfasst 120 Karten, die verschiedene Epochen und Welten wie Roshar oder Scadrial abdecken. Die Gestaltung der Karten stammt von Künstlern, die bereits für die Cosmere-Buchausgaben arbeiteten.
- Das Set enthält 10 Charakterkarten mit individuellen Boni.
- Jeder Spieler erhält einen Punktezähler aus Kunststoff, der mechanisch über ein Rädchen bedient wird.
- Eine beiliegende Regelbroschüre erklärt die spezifischen Kartenkombinationen auf 16 Seiten.
Die Spielmechanik
Das Grundprinzip folgt klassischen Stichspiel-Regeln, bei denen der Gewinner eines Stiches die nächste Karte ausspielt. Die Besonderheit liegt in der Implementierung des sogenannten Investiture-Systems.
- Jede Farbe ist an eine der drei Grundformen der Magie aus den Büchern gebunden.
- Spieler sammeln während der Stiche Symbole, die am Ende der Runde in Siegpunkte umgerechnet werden.
- Karten mit dem Wert 10 besitzen die Fähigkeit, bereits ausgespielte Karten aus dem Stich zu entfernen.
Hintergrund zum Entwickler und Franchise
Brotherwise Games sicherte sich 2022 die exklusiven Rechte für physische Spiele im Cosmere-Franchise. Zuvor veröffentlichte das Unternehmen Call to Adventure: The Stormlight Archive, ein „Engine-Building“-Spiel, das den Grundstein für die Zusammenarbeit mit Sandersons Firma Dragonsteel Entertainment legte.
- Der Erfolg von Call to Adventure finanzierte die Entwicklung von Shards of Creation.
- Das Studio verfolgt eine Strategie, bei der die Spielregeln die magischen Gesetze der Vorlage abbilden.
- Im Vergleich zu anderen Lizenz-Kartenspielen wie Magic: The Gathering setzt Shards of Creation auf ein geschlossenes System ohne Erweiterungspflichten.
Branchenkontext und Vergleichswerte
Shards of Creation bedient den aktuellen Trend zu „Light Strategy“-Kartenspielen, die in unter 40 Minuten abgeschlossen sind. Das Spiel konkurriert direkt mit Titeln wie The Crew oder Schotten Totten, die ebenfalls stichbasierte Konzepte mit taktischen Kniffen kombinieren.
- Der Markt für lizenzierte Brettspiele wächst jährlich um etwa 7 Prozent.
- Die Preisgestaltung liegt mit 25 Euro deutlich unter der von komplexen „Deck-Buildern“ wie Dominion.
- Die Zielgruppe umfasst sowohl Fans von Sandersons Literatur als auch Gelegenheitsspieler, die schnelle Stichspiele bevorzugen.
Spielgefühl für Fans und Neulinge
Die Einstiegshürde liegt niedrig, da die Grundregeln auf den Mechanismen von Wizard basieren. Spieler mit Erfahrung in klassischen Stichspielen benötigen keine zusätzliche Einarbeitungszeit.
- Das Design verzichtet auf überladene Symbole.
- Eine Partie dauert bei vier Spielern im Durchschnitt 28 Minuten.
- Die taktische Tiefe ergibt sich aus der Verteilung der 120 Karten, die eine hohe Varianz bei jeder Hand ermöglicht.
Fazit zum Tisch-Erlebnis
Shards of Creation integriert die literarische Lore, ohne den Spielfluss durch übermäßige Textmengen auf den Karten zu stören. Die Materialqualität der Karten entspricht einem Leinenfinish für erhöhte Langlebigkeit bei häufigem Gebrauch.
- Die Siegpunktgrenze von 100 Punkten sorgt für eine durchschnittliche Spieldauer von drei bis vier Runden.
- Das Spiel benötigt eine Tischfläche von etwa 60 mal 40 Zentimetern.
- Alle Karten passen nach dem Spiel in das mitgelieferte Inlay der Box.